Nahtoderlebnisse

(Foto: pixabay.com/ many thanks to Andrew Poynton)
(Foto: pixabay.com/ many thanks to Andrew Poynton)

 

Hast Du schon einmal jemanden getroffen, der Dir erzählte, er wäre für einige Minuten tot gewesen, und die Ärzte hätten versucht, ihn zu reanimieren? Vielleicht dachtest Du: "Der ist verrückt"?

 

Ich bin schon mehrfach Menschen begegnet, die eine Nahtoderfahrung hatten, und das Erstaunliche war: Die Betroffenen konnten jeweils sehr genau schildern, was mit ihnen auf der Schwelle zum Jenseits geschehen war. Sie waren trotz geschlossener Augen in der Lage, z. B. das Ärzteteam zu sehen, welches sich um ihr Leben bemüht. Manche befanden sich außerhalb ihres Körpers. Sie konnten "von oben schwebend" alles beobachten und das Krankenhauspersonal mit bestimmten Details verblüffen...

 

Die Naturwissenschaft äußert hierzu, bei einem Herzstillstand erhöhe sich durch die fehlende Nährstoffversorgung die Aktivität des Gehirns - das fördere Wahrnehmungen, die nicht real sein sollen. Man wisse nicht, warum das Gehirn bei diesen Patienten solche Phantasien entwickle...

 

Zwei Menschen machten mich vor Jahren auf das Thema Nahtod aufmerksam, und so begann ich, mich dafür zu interessieren. Vor einigen Wochen wurde dieser Aspekt anlässlich einer Taxifahrt wieder aufgefrischt. Nach jener Fahrt dachte ich: Es ist doch immer wieder interessant, wie das Leben spielt und wie wildfremde Menschen mit gleichen Interessens-gebieten durch einen "Zufall" zusammengeführt wurden!

 

 

Urteile nicht zu früh!

Kürzlich in Bayern unterwegs, teilte ich mir mit einer alten Dame die Fahrtkosten eines Taxis. Der gemütlich wirkende Fahrer war sehr offen und freundlich - neugierig wollte er wissen, woher ich käme.

 

Auch die Dame wurde nach dem Grund ihrer Fahrt gefragt, und sofort legte sie los:

 

"Ich habe einen Arzttermin wegen meinem Pfeifen im Ohr, es ist unerträglich - vor allem nachts! Das ist aber nicht das Einzige! Ich habe da so einige Zipperlein! Bin ja schon fast 75. Zwar nehme ich alle Tabletten, die mir verschrieben wurden, aber trotzdem helfen die nicht."

 

"Oh je, schon wieder jemand, der jammert, bedürftig ist und von seinen Gebrechen erzählen will", dachte ich schon leicht genervt. "Hoffentlich geht das nicht so weiter!"

 

"Ich glaube, es gibt niemanden, der nicht irgendein Wehwehchen hat, ob jung oder alt, es ist unabhängig vom Alter..." Mit meinem Einwand hoffte ich weitere ellenlange Symptombeschreibungen zu verhindern.

 

"Ja, das stimmt!" Die Dame gab mir recht. "Trotz aller Unpässlichkeiten bin ich jeden Tag dankbar, dass ich mit meinen über 70 noch so fit im Kopf bin und vor allem laufen kann. Mein Bruder ist viel jünger als ich und hat ein Leben lang hart gearbeitet. Er war immer agil, und jetzt sitzt er im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. Das ist für mich schwer anzusehen. Ich bin so froh: Ich kann mich bewegen..."

 

Dass sie auf einmal den Fokus weg von den Problemen hin zur Dankbarkeit richtete, überraschte mich. In meinem Kopf war sofort der Gedanke: "Robert! Du wolltest vorhin einen Menschen gleich nach dem ersten Satz verurteilen und in eine Schublade stecken! Beinahe hättest du geschlussfolgert: Wieder jemand mit Opferhaltung, der durch Klagen seinen Zuhörern Energie klauen will!"

 

"Ich finde es super, dass Sie das wertschätzen, was Sie Gutes im Leben haben und was funktioniert, trotz Ihrer Symptome! Dankbarkeit finde ich persönlich wichtig, es schafft eine gute Energie und erhöht Ihre Lebenskräfte. So richten Sie Ihren Fokus auf das Positive. Ich bin sicher, das alles fördert Ihr körperliches Wohlbefinden!"

 

"Genau, Dankbarkeit! Ich bin wirklich jeden Morgen dankbar, aufstehen zu dürfen, auch wenn es hier und da schmerzt. So lebt es sich leichter, und ich weiß ja nicht, wie viele Jahre mir der Herrgott noch gibt. Außerdem,“ so scherzte sie, „hat mir ein befreundeter Arzt gesagt, wenn mir einmal nichts mehr weh tut, dann bin ich tot.“

 

"Oder gesund", schoss es aus meinem Mund heraus.

 

"Der war gut", lachte der Taxifahrer, und meine Mitfahrerin pflichtete ihm amüsiert bei. Die Stimmung war trotz der Andeutung des Aspekts der Sterblichkeit gelassen.

 

 

Meine Großmutter hatte mehrere Minuten einen Herzstillstand

Irgendwie hatte ich schlagartig den Impuls, von meiner verstorbenen Oma zu erzählen. Mein Verstand zögerte zwar: „Die werden dich als Eso-Freak verurteilen! Mach´s nicht, das zerstört die heitere Atmosphäre!" Doch ich vertraute meinem Bauchgefühl:

 

"Die Mutter meines Vaters litt an heftigen Herzproblemen. Im Krankenhaus gab es eine lebensbedrohliche Situation, ihr Herz setzte aus, und sie war für einige Minuten tot. Sie erzählte mir, dass sie erstaunt war und von oben sah, wie die Ärzte um ihr Leben kämpften. Sie fühlte in dem Moment überhaupt keine Schmerzen. Ihr ging es so gut!"

 

"Ja, das habe ich auch in vielen Büchern gelesen“, warf die alte Dame ein, "es wird von Nahtoderlebnissen berichtet und davon, was nach dem Tod passiert. Das war so spannend zu lesen! Es hat mir die Angst vor dem Sterben genommen! Menschen, die für eine Weile tot waren, erzählen immer von einem wunderschönen hellen Licht! Da gibt es ein Buch - das heißt: "Einmal Himmel und zurück".

 

Der Taxifahrer prompt: "Genau das habe ich auch gelesen! Das fand ich richtig toll! Eigentlich rede ich über so etwas mit niemanden mehr, weil viele aus meinem Freundeskreis da ganz komisch reagieren..."

 

"Da sitzen ja die Richtigen zusammen! Ich habe schon sehr viele Bücher über solche Themen gelesen, doch dieses kenne ich noch nicht."

 

"Wie ist es mit Ihrer Großmutter weiter gegangen?" Die beiden waren gespannt.

 

"Meine Oma wurde reanimiert, und als sie aufwachte, ärgerte sie sich und fragte die Ärzte missmutig, warum sie sie denn ins Leben zurückgeholt hätten? Sie wäre lieber dort bei diesem unglaublich liebevollen Licht geblieben. (Als katholisch geprägter Mensch nahm sie an, das wäre die Gottesmutter Maria gewesen, zumindest kam es ihr so vor.)

 

Jedenfalls wollte sie nicht zurück, doch eine Stimme sagte zu ihr, sie müsse zurück, weil der Zeitpunkt zu sterben noch nicht gekommen sei..." (Sie lebte danach noch mehrere Jahre).

 

 

Jemand, den ich kannte, wäre als Kind beinahe ertrunken und befand sich für kurze Zeit im Jenseits

"Das ist faszinierend!" Wir alle drei im Taxi waren einer Meinung, redeten über weitere Beispiele, und ich freute mich, Gleichgesinnte getroffen zu haben. Das passiert mir eher selten so spontan...

 

Das Erlebnis erinnerte mich an einen Lehrgang in Hamburg, vor vielen Jahren. Dort lernte ich einen Franzosen kennen, der mir Folgendes erzählte:

 

"Als 11-jähriger Junge ging ich einmal allein in einem Wald spazieren, der sich in Flussnähe befand. Ich spielte daraufhin am Wasser. Wie es passierte, weiß ich nicht mehr: Irgendwie rutschte ich in den Fluss und wurde von der starken Strömung mitgerissen. Panik erfasste mich, ich strampelte wie verrückt, schluckte Wasser - das Rauschen und Plätschern war unüberhörbar. Ich tauchte unter und wieder auf - konnte nicht atmen. Verzweiflung packte mich, und ich wusste nicht mehr, was zu tun ist - jedenfalls war ich durch meine Rettungsversuche total erschöpft, hatte keine Kraft mehr. Durch die Flüssigkeit in meiner Lunge und die Atemnot bekam ich unglaubliche Schmerzen.

 

Plötzlich: Unbeschreibliche Stille, es war so ruhig, als wären die lauten Wassermassen schlagartig weg! Ich hatte das Gefühl zu schweben, was mich wunderte: Auf einmal war ich wieder fähig zu atmen, es war ungeheuer leicht und befreiend. Nichts schmerzte mehr in meinem Körper, und ich sah einen Tunnel - am anderen Ende ein wunderschönes Licht! Obwohl ich mich nicht dort befand, fühlte ich: Dieses Leuchten ist etwas Besonderes! Es vermittelte mir das Gefühl von unbeschreiblicher Liebe und Geborgenheit! Das kann man nur verstehen, wenn man es selbst erlebt hat.

 

Wie viele Minuten vergingen, ist mir heute unklar: Damals wachte ich irgendwann vollkommen fertig und nass an einer Flussdüne wieder auf. Ich hatte keine Ahnung, wie ich dort hingekommen war. Obwohl ich mit meinen 11 Jahren noch nicht wirklich begreifen konnte, was passiert war, eines stand für mich fest: Ich war für eine Weile tot gewesen...“

 

Die Informationen des Franzosen machten mich anfangs etwas sprachlos - ich staunte nur, und er bestätigte das, was ich bereits mehrfach in Büchern lesen konnte: "Wenn man stirbt, hat man auf einmal keine Schmerzen mehr"...

 

 

Das passiert öfter, als wir denken, doch die wenigsten reden über ihre Erlebnisse, damit man sie nicht für verrückt erklärt...

Angeblich gibt es nicht wenige Menschen, die eine Nahtoderfahrung hatten. Sehr oft ist zu lesen, dass sie von viele Jahre vorher verstorbenen Familienmitgliedern herzlich empfangen wurden. Dass man auf "der anderen Seite" nicht alleine ankommt bzw. ist, ist ein sehr beruhigender Gedanke, oder? Mich fasziniert das einfach, und wahrscheinlich schreibe ich deshalb darüber, weil ich früher als Kind sehr viel Angst vor dem Tod hatte...

 

Auf jeden Fall ähneln sich die Berichte - egal ob in Europa, in Amerika oder in anderen Kulturen...

 

"In Büchern steht viel geschrieben, was nicht unbedingt wahr sein muss!" Vielleicht denkst Du das gerade?

 

Meine Meinung ist: Wenn man wie ich Menschen live erlebt hat, die detailgenau erklären, was mit ihnen auf der "anderen Seite" passierte, wenn man bei den Schilderungen fühlt, wie sie den Tod wahrnahmen und wie sehr sie dieser Vorfall bewegte, dann verstummt die zweifelnde Stimme des oft wissenschaftlich geprägten Verstandes!

 

Oder Dir wird erzählt, wem oder welcher "Welt" sie oder er da begegnet ist, und Du bemerkst das Leuchten in den Augen und die Gelassenheit - keine Spur von Angst vor dem Sterben usw. - dann hörst Du auf zu zweifeln. Dann wird es unmöglich, derartige Berichte als Hirngespinste oder Phantasiereaktionen infolge Sauerstoffmangels abzutun.

 

 

Hier sind Buchtipps:

"Einmal Himmel und zurück" - Mary C. Neal

 

"Beweise für ein Leben nach dem Tod" - Dr. Jeffrey Long

 

"Leben nach dem Tod" - Raymond A. Moody

(Ein Schulmediziner, der mit Religion und Glaube nichts am Hut hatte und für die Betreuung von Patienten auf der Intensivstation zuständig war. Er wunderte sich über die Äußerungen seiner reanimierten Patienten und bezeichnete die Schilderungen zuerst als Humbug. Die Häufung der Vorfälle führte aber dazu, dass er diese genauer untersuchte, viele Parallelen der unterschiedlichsten Nahtodkandidaten entdeckte und schriftlich notierte...)

 

Falls Du selbst einmal eine Nahtoderfahrung hattest: Ich freue mich über Deine Story per Mail und veröffentliche sie hier nach Absprache! impuls@seelenforscher.eu

 

 

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