Wenn du glaubst, es geht nicht mehr

 

kommt irgendwo ein Lichtlein her...

 

2011 war ein heftiges Jahr für mich: Einerseits litt ich an totaler Überarbeitung und hatte deutliche Burnout-Symptome, andererseits gab es überraschende positive Wendungen in meinem Leben.

 

Mir war absolut klar geworden, dass ich mich nach vielen Jahren Selbständigkeit in meinem Beruf als Gastwirt unglücklich fühlte. Dass ich sowohl in Bayern als auch in Berlin jeweils ein wunderschönes Restaurant geschaffen hatte, tröstete mich nicht. Ebenso wenig, dass meine Gäste die Atmosphäre und Angebote schätzten, sich rundum wohl fühlten. Ich hingegen war schon lange ausgepowert und unzufrieden. Es ging einfach nicht mehr. Mein Innerstes sehnte sich nach einem anderen Betätigungsfeld.

 

An diesem Tiefpunkt gab es mehrere hoffnungbringende Lichtblicke. Zuerst fand ich nach mehrmonatigem Suchen einen Käufer für meinen Berliner Laden. Der Verkauf war der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Wenig später erfuhr ich von dem für mich sehr wertvollen Armlängentest, eine kinesiologische Testmethode, mit der ich heute arbeite.

 

Dann folgte eine Begegnung, die mich "auf den Weg" brachte. Wegen meines Heuschnupfens (permanent verstopfte Nase) suchte ich einen neuen Heilpraktiker in der Nähe meines Wohnkiezes und fand Norah. Sie war sympathisch, freundlich, wirkte bodenständig und kompetent - also genau das, was ich brauchte.

 

 

Eine Frau mit übersinnlichen Fähigkeiten

Im Laufe unserer ersten Sitzung überraschte mich Norah mit einer erstaunlichen Aussage: "Es ist noch jemand mit dir im Raum! Es sind zwei Personen. Ein Mann, der nichts mit deiner Familie zu tun hat, er steht rechts hinter dir. Und eine weibliche Verstorbene - deine Oma."

 

Seit Jahren beschäftigte ich mich mit genau solchen Themen. Ich war überzeugt: Manche Seelen können noch nicht gehen, weil sie in Unfrieden sind. Sie haben noch etwas zu erledigen oder eine Botschaft an die Lebenden zu überbringen.

 

Norahs Informationen jagten mir keinen Schrecken ein, allerdings erstaunte mich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie mir ihre Wahrnehmung mitteilte. An ihrer Stelle hätte ich das nicht gewagt, aus Sorge um mein Image. Zu dieser Zeit war ich noch nicht selbstsicher genug, um über meine außersinnlichen Fähigkeiten zu sprechen.

 

„Echt? Kannst du Seelen wahrnehmen?“, entgegnete ich.

 

Norah nickte und fragte: „Was glaubst Du, wer der Mann sein könnte? Ich sehe auch einen Wald.“

 

Ich vermute, es ist der Vorbesitzer meines ehemaligen Lokals. Stammgäste erzählten mir, er hätte Probleme gehabt und sich im Wald erhängt. Vielleicht erklärt das meine ständigen Albträume zur damaligen Zeit. Auch hatte ich oft das Gefühl, jemand wäre in den angemieteten Räumen, der mir und meinen Mitarbeitern Energie abzapft."

 

"Er ist noch immer in diesem Lokal präsent und sieht das Objekt als seines an. Außerdem ist er in deiner Nähe, weil er Dich warnen will."

 

„Mich warnen?“

 

„Ja. Dass du nicht seinen Weg gehst!“.

 

"Dass er mir helfen wollte, kam mir überhaupt nicht in den Sinn! Ich fühlte mich eher bedroht. Als ich von seinem Selbstmord erfuhr, hatte ich Mitleid."

 

Norah war sich sicher: „Er will kein Mitleid! Er möchte, dass du ihn wahrnimmst. Übermittle ihm Folgendes: Ich nehme dich wahr. Ich respektiere dich und dein Schicksal. Ich danke dir und gehe meinen eigenen Weg."

 

Das tat ich auch, sofort danach konnte Norah den Mann nicht mehr "sehen". Unglaublich, der Gedanke, dass ein Verstorbener genau diese Worte brauchte? Möglicherweise hatten wir die gleiche Leidensgeschichte. Wir fühlten uns beide wie gefangen in einem Betrieb, in den wir so viel Geld und Kraft investiert hatten. Es steckte wohl unser beider Herzblut im Mietobjekt. Sowohl er wie ich arbeiteten als Inhaber hart, und trotzdem ging es nicht vorwärts.

 

Es ist wirklich bedauerlich, dass sich der Vorbesitzer entschloss, seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich hingegen bin heilfroh, dass ich 2011 das Glück hatte, von Fügungen zu profitieren, die mich in eine neue Richtung lenkten.

 

Mein ehemaliges Bar-Restaurant "PLUCINSKYS" in Berlin-Prenzlauer Berg
Mein ehemaliges Bar-Restaurant "PLUCINSKYS" in Berlin-Prenzlauer Berg

Meine verstorbene Oma mit einer Botschaft

"Norah, und die andere Seele, die du wahrnimmst, ist meine Oma?"

 

„Ja, deine Großmutter, väterlicherseits“.

 

Irgendwie passte dieser Hinweis, denn Wochen zuvor hatte ich viel an die Eltern meines Vaters denken müssen, mich wunderte das. (Heute weiß ich: Wer häufig an eine verstorbene Person denkt, hat noch etwas zu erledigen bzw. es steht noch eine Botschaft im Raum...)

 

Die Heilpraktikerin fuhr fort: „Deine Großmutter ist an deiner Seite, und sie ist so lange da wie notwendig.“

 

„Aus welchen Grund ist sie in meiner Nähe?“

 

„Bis du deine Lebensaufgabe erkennst und ihr folgst. Sie will dich an eure Familientradition erinnern, es hat etwas mit Handauflegen zu tun."

 

Ich dachte bisher, unsere Familientradition wäre der Beruf des Gastwirtes, denn mein Vater und ebenfalls sein Vater hatten ein Lokal. Natürlich meldete sich mein Verstand und kommentierte innerlich die Aussagen: "Ob das wirklich stimmt, was sie erzählt? Vielleicht bildet sich Norah nur alles ein? Doch was sollte es für einen Nutzen haben, mir so etwas aufzutischen?"

 

Mein Gefühl war jedoch ein anderes. Der Kopf zweifelte zwar, aber mein Bauch sagte: "Die Frau hat Recht!".

 

Noch am selben Abend telefonierte ich mit meinem Vater und berichtete ihm von Norahs Botschaften. Mir war es wichtig zu erfahren, ob er irgendetwas von den Vorfahren seiner Mutter wisse. Mein Vater freute sich über das Interesse an der Familie.

 

Ich staunte nicht schlecht! Tatsächlich erzählte er prompt vom Vater seiner Mutter: "Dein Ur-Opa ist ein Handaufleger gewesen, er galt als komischer Kauz. Die Dorfbewohner kamen trotzdem zu ihm, und alle rätselten, wie er es schaffte, mit seinen Händen Kranke wieder gesund zu machen."

 

Nach dieser Bestätigung war ich restlos beeindruckt von den Fähigkeiten der Heilpraktikerin, denn wir kannten uns vorher definitiv nicht. Woher wusste Norah die Details, die ihr die Verstorbenen übermittelten?

 

Für mich ist das Erlebte ein Hinweis dafür, dass manche Menschen die Gabe haben, Tote wahrzunehmen und Botschaften zu empfangen. Meiner Meinung nach macht es Sinn, diese Phänomene zu beachten und sie nicht als Esoterik-Kram abzutun.

 

Heute bin ich meiner Oma absolut dankbar und natürlich Norah, dass sie sich nicht zurückhielt. Ihre nützlichen Impulse kamen für mich zur rechten Zeit. Sie brachte damit Licht ins Dunkle und verstärkte meine Gewissheit, dass ich schon bald im heilerischen Bereich tätig sein werde (das ahnte ich schon länger). Ich bekam neuen Antrieb...

 


Bei 30 % aller Beschwerden besteht nach meinen Erfahrungen ein Zusammenhang mit einem Menschen, der nicht mehr lebt

Seit dieser Zeit erforsche ich die Kunst des Handauflegens genauer. Verstärkt wurde auch mein Wissensdurst in Bezug auf das Thema Verstorbene.

 

Ich behaupte, dass ein Drittel aller Erkrankungen einen Zusammenhang mit einer verstorbenen Person haben, die mit dem Patienten verknüpft ist. Ein Gebiet, welches von der Schulmedizin kaum berücksichtigt wird.

 

Besonders bei Patienten mit chronischen und rätselhaften Beschwerden, würde es mich interessieren, auszutesten, ob Seelen eine Rolle spielen. Falls ein Arzt für dieses Thema offen ist, der darf sich gerne bei mir melden...

 

Um dann neben schulmedizinischen Behandlungen gemeinsam zu schauen, wie man mit neuen Methoden einen Konflikt mit einem Verstorbenen auflösen kann, um den Heilprozess zu fördern (das ist tatsächlich machbar).

 

Sollten sich hier Erfolge zeigen, dann werden ehemals Leidende nach einer spürbaren Verbesserung vielleicht ein bekanntes Gedicht zitieren: "Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her...".

 

Und so erzählen sie wie ich, wer oder was ihnen in einer schwierigen Situation half. Ist ein Funke Hoffnung entfacht worden, kann auch die Motivation entstehen, nicht aufzugeben, weiter zu forschen und an Heilung zu glauben...


 

Das könnte Dich ebenfalls interessieren