"Ich bin auf dem Weg" - ein ideales Mantra für weniger Druck im Leben

Foto: pixabay.com (many thanks to espinapez)
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Diesen Satz solltest Du häufiger sagen, wenn:

  • Dein Ziel nicht wie geplant erreicht wurde
  • wieder einmal ein Vorhaben nicht geklappt hat
  • Dir jemand Vorwürfe macht und Dich unter Druck setzt
  • Du merkst, dass Du mit übertriebener Kritik negative Gefühle in Dir produzierst

Schluss mit permanenter Selbstkritik und abwertenden Urteilen! Das erhöht Dein Wohlbefinden deutlich!

 

Denke ich zurück, kann ich es kaum fassen, in wie vielen Situationen ich mich kritisiert und selbst verurteilt habe! Wohl jeder weiß: Dieses Verhalten hat mit der Erziehung zu tun. Kindern wurden schon früh von Eltern, Lehrern und anderen Bezugspersonen Schwächen aufgezeigt. Indirekt vermittelten sie: "So wie du bist, bist du nicht richtig. Ändere dich und dein Verhalten! Streng dich an! Erst dann akzeptieren und „lieben“ wir dich..."

 

Wir durchschreiten eine "Schule der negativen Prägungen", die uns bereits in jungen Jahren seelisch verwundet. "Du musst brav, lieb, folgsam, ruhig, nett sein...", "wenn du böse, wild, trotzig, unartig... bist, ist es nicht gut". "Das macht man nicht", "das darfst du nicht..." - Sätze, die unangenehme Gefühle (Scham, Schuld...) hervorriefen, die wir schnell verdrängen wollten.

 

Ein Mädchen oder ein Junge möchte jedoch am liebsten nur das Gefühl von bedingungsloser Liebe erfahren und tut sehr früh alles, um die Sehnsucht nach Anerkennung und Zuneigung in sich zu stillen. So beginnt die Anpassung an die Wünsche anderer.

 

 

Bekommen wir als Kinder wahrhaftige Liebe oder Ersatzliebe?

Das Traurige daran ist: Die Liebe, die man z. B. von dauerhaft herummäkelnden Eltern bekommt, ist keine wirkliche, sondern nur eine Ersatzliebe. Ein Kind bemerkt das jedoch nicht, es will gefallen, verdrängt aufsteigende Impulse und verbiegt sich dabei unweigerlich. Später als Erwachsener hält das weiterhin an. Statt Eltern sind es Partner und Vorgesetzte, für die man sich krumm macht - für die man funktioniert. Unfähig, seinen inneren Impulsen zu folgen (aus Angst), bemerkt man früher oder später, wie unglücklich man geworden ist.

 

Die Seele befindet sich dabei schon lange im Konflikt zwischen dem äußeren Verhalten, welches uns antrainiert wurde, und den leisen Wünschen, die nach Entfaltung streben. Gefühle des Zweifels kommen auf, im schlimmsten Fall sogar Depressionen. Dass etwas nicht stimmt, signalisieren Überlegungen wie: "Wer bin ich überhaupt, und was will ich eigentlich?"

 

So ging es auch mir! Irgendwann erwachte ich, und in meinem Kopf saß die Frage, die mich lange beschäftigte:

 

"Wann bin ich authentisch?"

 

Das veranlasste mich zu forschen. Ich habe mich durch meinen Vater z. B. beruflich in eine Richtung lenken lassen, die ich nicht wollte (trotzdem waren die Erfahrungen im Nachhinein wichtig). Authentisch war ich jedenfalls selten. Die Jahre als Gastronom waren zwar sehr lehrreich, doch die Dienstleistung zwang mich, regelmäßig Schauspieler zu sein (siehe Blog-Beitrag "Überall Schauspieler!")

 

Zurück zur gängigen Erziehung - sie traumatisiert sehr viele Menschen! Kommt dann noch die regelmäßige Selbstverurteilung hinzu, die wie ein Messer immer wieder in die alte Wunde sticht, dann ist es kein Wunder, wenn sich Misserfolge, finanzielle Probleme und körperliche Symptome einstellen.

 

 

Den Kritiker besänftigen

Solltest Du einen starken inneren Kritiker in Dir tragen mit einer Stimme, die Dich lieblos bewertet, Deine Selbstachtung torpediert und alles, was in Deinem Leben nicht gut lief, als Fehler betrachtet, rate ich Dir:

 

Schalte diesen inneren Kritiker aus!

 

Falls Du Dich bei verurteilenden Gedanken ertappst, ändere sie! Wie? Beginne mit Deiner inneren Kommunikation! Verwende neue positive Sätze!

 

Beginne Worte zu wählen, die Dich zu einer Neuausrichtung motivieren bzw. Deinen Fokus ins Positive rücken. Sei gedanklich milde und liebevoll zu Dir!

 

"Ich bin auf dem Weg!" ist eine Formulierung, die mir sympathisch ist und mir geholfen hat, mit mehr Leichtigkeit durchs Leben zu gehen. Hören wir endlich auf, uns im Inneren ständig unter Druck zu setzen!

 

Und es gibt noch einen weiteren sehr hilfreichen Satz, den wir hinzufügen können: „Ich gebe mein Bestes!“

 

In Gesprächen mit Menschen, die Dir etwas vorwerfen oder Dich kritisieren, probiere einmal folgende Kombination und beobachte, wie der andere reagiert:

 

"Ich bin auf dem Weg - bitte vertraue mir!"

 

Das kann de-eskalierend und beruhigend wirken.

 

 

Nicht in Selbstmitleid verfallen!

Meine Erfahrung ist außerdem: In Phasen der Unzufriedenheit oder in Zeiten, in denen ich die Tendenz habe, mich selbst zu verurteilen (das passiert mir heute immer noch), ist es gut, aktiv zu werden und nicht apathisch in Selbstmitleid zu verfallen.

 

Ich versuche mich so schnell wie möglich aufzuraffen und vollziehe eine oder mehrere dieser Aktivitäten:

  • In der Wohnung oder im Büro Ordnung schaffen
  • Ausmisten (das ist sehr befreiend!)
  • Sich ein gesundes Lecker-Schmecker-Gericht kochen
  • Sport machen, spazieren gehen in der Natur
  • Zur Lieblingsmusik tanzen, sich etwas Gutes tun...
  • Unter die Dusche gehen, sich aufstylen, sich auf keinen Fall gehen lassen oder herumgammeln

Ist etwas für Dich dabei? In Kombination mit einem neuen positiven Glaubenssatz kannst Du Zähes, Altes und Kritik abschütteln, und Deine Energie beginnt wieder zu fließen.

 

Wenn gar nichts mehr hilft und Du keine Lust hast, irgendetwas zu tun, dann bleibt nur: Akzeptiere, was ist, und höre auf, Dich dafür zu verurteilen, dass Du in dieser Situation bist.

 

Nimm die negativen Gefühle und Deinen Zustand an. Durch das Annehmen verdrängst Du Deine Emotionen nicht, und sehr oft verändert sich daraufhin etwas... Eines ist sicher: Nach einem Tief stellt sich wieder ein Hoch ein - nach Regen kommt immer Sonnenschein :)

 

Und niemand ist perfekt!

 

Wir sind auf dem Weg!

 

 

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