Auf und ab – hin und her

Foto: unsplash.com - many thanks to "Bob Oh" :-)
Foto: unsplash.com - many thanks to "Bob Oh" :-)

 

 

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Kennst Du solche Phasen? Du erlebst Momente, in denen Du vor Glück die ganze Welt umarmen könntest. Kurze Zeit später ereilt Dich eine nicht so erfreuliche Nachricht, oder Du ärgerst Dich über etwas. Schlagartig ist die positive Stimmung futsch, die wie ein hübsches kleines Vögelchen lieblich zwitschernd vor Dir her flatterte, um gleich darauf wieder erschreckt davonzufliegen...

 

Ist es ein zu akzeptierendes Naturgesetz, dass wir vom Leben ständig in Bewegung gehalten werden? Die Gegenpole wechseln sich permanent ab, und wir müssen damit umgehen lernen? Ich frage mich oft, wie wir es schaffen können, den Moment voll und ganz zu leben – also im Hier und Jetzt zu sein ohne Gedanken an die Vergangenheit oder Zukunft?

 

Von diesem Ziel liest man ständig in Motivationsbüchern, spirituelle Leute sprechen regelmäßig davon…

 

Das Schöne und Angenehme würden wir am liebsten festhalten. Kein Wunder, wenn es uns positive Gefühle beschert. Verständlicherweise erinnern wir uns gern daran und geraten dadurch zwangsläufig in die Vergangenheit. Aber auch Traumatisches und Konfliktbeladenes, das nicht verwandelt oder befriedet wurde, zieht uns von der Gegenwart weg.

 

Dann sind da zusätzlich noch alle Themen, die uns Sorgen bereiten und uns zweifeln lassen, ob wir das bewerkstelligen, was wir uns vorgenommen haben. Wie wird die Zukunft, was bringen die aktuellen Geschehnisse mit sich? Werden wir jemals glücklich und zufrieden leben können ohne Angst um ein ausreichendes Einkommen? Wer existenzielle Sorgen kennt, der kann ein Lied davon singen:

 

 

„Wie bezahle ich meinen Lebensunterhalt, und was, wenn ich es nicht schaffe, genügend Geld zusammenzubekommen?“

Solche oder ähnliche Gedanken katapultieren den Geist unmittelbar in die Zukunft – man grübelt nach und fürchtet sich vor Verlusten. Plötzlich kann man sich aber auch wieder in vergangenen Zeiten befinden, weil man an eine Phase denkt, in der man Geldmangel erleben musste.

 

„Nur nicht noch einmal eine solche Erfahrung!“, denkt man vielleicht. Für das meiste Kopfzerbrechen im Leben sind wahrscheinlich überwiegend finanzielle Themen zuständig. Mit seinen Grübeleien pendelt man ewig hin und her…

 

Ich kenne das alles zu Genüge – in meinem früheren Beruf als Gastronom bangte ich ständig um meine Einnahmen. Aufgrund der Kredite war der psychische Druck enorm. Trotzdem weiß ich aus eigener Erfahrung:

 

 

Die schlimmste Befürchtung tritt in der Regel nicht ein!

Es geht immer irgendwie weiter. Die Voraussetzung ist jedoch, darauf zu vertrauen, dass die richtigen Impulse, Ideen und Hilfestellungen rechtzeitig entweder von außen auf uns zukommen oder in unserem eigenen Inneren aufsteigen. Sie helfen dabei, jede problematische Lebenssituation zu verändern. Jedem, der knapp bei Kasse ist, empfehle ich zu beobachten, welche Einstellung er zum Geld hat!

 

Meist existieren negative Glaubenssätze, die es zu verabschieden gilt. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden. Danach geht es darum, positive Glaubenssätze zu formulieren. Entscheidend ist:

 

Es reicht nicht aus, dass nur Dein Verstand die neuen Affirmationen mit Ja beantwortet, sondern auch Dein Unterbewusstsein! Mit kinesiologischen Testmethoden kann das überprüft werden. Weitere Tipps gebe ich in meinem Artikel von 2015:

 

5 Gründe für Geldmangel in Deinem Leben und was Du dagegen tun kannst - Teil 1


Wohl jedem ist klar: Wer sich nicht bewegt oder sich von diversen Ängsten in die Starre bringen lässt, der verliert seine Flexibilität.

Der Flow wird gefördert, indem man sich auf seine Potenziale konzentriert, nicht auf seine Defizite! Leider tun das die wenigsten. Stattdessen fokussiert man sich auf die eigenen Schwächen, Unzulänglichkeiten und verpassten Chancen und hält sich diese selbst vor. Dies passiert auch mir gelegentlich in Zeiten, in denen ich mich nicht gut fühle oder frustriert und unzufrieden bin.

 

Den Moment leben – eine Weile aus dem Auf und Ab, dem Hin und Her des Lebenskarussells aussteigen…

Jemandem wie mir, der sehr vielseitig und beeinflussbar ist und ständig über Gott und die Welt, die Vergangenheit und die Zukunft nachdenkt, fällt das ehrlich gesagt schwer. Als Selbständiger, der alles alleine macht, habe ich aufgrund der Tatsache, dass ich in der Woche viele unterschiedliche Aufgaben planen muss, Schwierigkeiten, nicht permanent gedanklich abzuschweifen und an Dinge zu denken, die z. B. noch nicht erledigt sind.

 

Hin und wieder gelingt es mir, voll und ganz auf die Gegenwart fokussiert zu bleiben, z. B. wenn ich mich über etwas ganz besonders freue. In Kurzmeditationen versuche ich, mich auf das Jetzt zu konzentrieren und meine Gedanken einfach wahrzunehmen und ziehen zu lassen.

Sobald ich koche und mit den Zutaten beschäftigt bin, tauchen solche Momente auf. Auch beim Malen ist es mir schon oft passiert, während ich auf großformatigen Leinwänden mit Acrylfarben hantierte. Ganz besonders gut klappt es, sobald ich in der Natur bin. Tiere und Pflanzen zu beobachten hilft äußerst gut. Auch wenn wir einem Kind dabei zuschauen, wie es die Welt entdeckt, sind wir wahrscheinlich im Hier und Jetzt...

 

 

Wie könnte man solche Momente der Präsenz beschreiben?

Es gibt in diesen Augenblicken keinen Gedanken an morgen oder an gestern. Ich bin einfach da und spüre meine Energie. Ich bin mir meiner bewusst und zugleich hellwach, aber entspannt – es ist ein Zustand der inneren Ruhe und Zufriedenheit.

 

Diese Momente geben uns Kraft und Gelassenheit, die auf unseren Alltag ausstrahlen.

Das Auf und Ab des Lebens existiert um uns herum natürlich weiter und somit auch der ewige Wechsel und die stete Veränderung. Krampfhaft am Bestehenden festhalten zu wollen ist zwecklos und behindert den Fluss des Lebens.

 

Mitunter kann es bei alledem ganz schön unruhig im Außen werden. Was ist zu tun, wenn das Leben uns wie ein Tornado vorkommt? In Panik geraten und, je stärker man sich hineinsteigert, irgendwann durchdrehen?

Oder ist es vielleicht besser, möglichst ruhig bleiben, achtsam zu hinterfragen, was zu tun ist, welcher Entscheidungen es bedarf? Innerlich einen Schritt herauszutreten, die Beobachterposition einzunehmen und sich für den Gedanken zu öffnen, dass, was auch immer gerade passiert, möglicherweise richtig ist, auch wenn der Verstand das im Moment nicht erkennt.

 

Eventuell hilft Dir der Satz:

 

"Ich bin jetzt behütet und in Sicherheit, auch wenn um mich herum ein Sturm tobt!"

Halt inne und stell Dir die Frage: Wer bin ich, wenn ich mich nicht irritieren und hinreißen lasse von den Ereignissen um mich herum?

Was bleibt übrig, wenn ich nicht in Resonanz gehe mit den mich umgebenden Energien? Was ist noch vorhanden, wenn ich alles verlieren sollte, womöglich irgendwann kein Geld mehr habe…?

 

Ich bin einfach da! Du bist einfach da! Wir SIND, wir leben, wir existieren und sammeln jeden Tag Erfahrungen…

 

Beobachten wir auf unserem Weg die Welt und versuchen wir, die Ereignisse wahrzunehmen, ohne zu urteilen. Nichts zu tun, nicht zu handeln, alles laufen lassen - das ist für mich momentan nicht vorstellbar.

 

Andererseits bin ich auch nicht dafür zuständig, eine Art Krieg zu führen gegen das, was mir nicht gefällt. Meine Lektorin schrieb mir vor kurzem:

„Überlass die Revolution anderen und konzentriere dich auf das, was du gut kannst!“

Darin liegt viel Wahrheit. Ist das Beste, was wir in schwierigen und unbefriedigenden Situationen tun können, das zu praktizieren, was uns liegt, was uns Freude bereitet?

Geht es darum, sich auf sein Herz und seine Liebe zu konzentrieren – auf alle Qualitäten, Vorlieben, Fähigkeiten und Stärken - und diese auszuüben, weil sie für andere und im eigenen Mikrokosmos nützlich und unterstützend sein könnten?

 

Es geht um Frieden – inneren Frieden. Es geht um das Sein. In sich zu ruhen, unabhängig davon, wie turbulent es gerade im Außen ist. Ich glaube, es ist die große Kunst, den Mittelweg finden.

 

Es gelingt nicht jedem und nicht immer. Ich meine, man sollte es dennoch versuchen...

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Uwe (Donnerstag, 29 Oktober 2020 05:29)

    Sehr schön geschrieben! WuWei und das Tao lassen grüssen. :-)
    Einen schönen Gruss nach Berlin und eine gute Zeit.
    LG Uwe

  • #2

    Seelenforscher.eu (Freitag, 30 Oktober 2020 01:10)

    Hallo lieber Uwe,
    vielen Dank für Dein spontanes Feedback. :-) Tatsächlich habe ich vor 20 Jahren etwas über WuWei gelesen, hat wohl abgefärbt... ;-)) Herzliche Grüße
    Robert