Übersinnliche Wahrnehmungen

Foto: unsplash.com - many thanks to "Fortyozsteak" :)
Foto: unsplash.com - many thanks to "Fortyozsteak" :)

 

 

Immer wieder komme ich mit Menschen in Kontakt, die eine mediale Begabung haben. Mich interessiert es brennend, was jemand zu berichten hat, der ausgeprägte Fähigkeiten besitzt und in der Lage ist, die Seelen Verstorbener wahrzunehmen. Aber warum beschäftige ich mich mit einem Thema, das für viele in unserer Gesellschaft eher tabu ist?

 

Insbesondere Menschen, die nicht religiös sind, blenden aus ihrem Bewusstsein meist alles aus, was mit Tod und Sterben zu tun hat. Das große Drama beginnt dann, wenn man z. B. jemanden, den man liebt, durch eine Krankheit oder einen plötzlichen Unfall verliert. Nicht wenige Verbliebene geraten durch diese Konfrontation in eine leidvolle Trauerphase...

 

Regelmäßig erreichen mich Mails von (Ehe-)Partnern und Familienmitgliedern, die einen Verlust erlitten haben, mit der Fragestellung:

 

"Was passiert nach dem Tod?"

 

Die Trauernden berichten auch von merkwürdigen Ereignissen am Sterbebett und von rätselhaften Phänomenen danach. Es gibt Leser meiner Blogbeiträge, die mir schreiben, dass sie z. B. die Seele eines Verstorbenen fühlen, der Verstand meint jedoch, es wäre lediglich Einbildung. Nicht selten heißt es zudem:

 

"Ich kann Tote sehen..."

 

Diese Leute schreiben weiter, dass sie sich kaum jemandem anvertrauen können aus Angst, für verrückt erklärt zu werden. Sie haben Schwierigkeiten, mit diesen Fähigkeiten umzugehen.

 

 

Seelen sind für jeden fühlbar, nur viele haben diese Fähigkeit verlernt...

2016 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel "Wo geht die Seele hin?" Jeden Monat lesen ihn bis zu 4000 Menschen. Als ich diesen Beitrag online setzte, hätte ich niemals geglaubt, dass er so einen Anklang finden würde, und heute ist er mittlerweile die absolute Nummer eins in meinem Blog.

 

Darin thematisiere ich, woran man erkennt, dass Seelen in einem Raum präsent sind, selbst wenn man keine ausgeprägte mediale Begabung hat. Für diejenigen, die meinen Blog erst neu entdeckt haben, möchte ich noch erwähnen:

Vor mehr als zehn Jahren stellte ich fest, dass ich die Anwesenheit von Verstorbenen fühlen kann. Ich sehe sie nicht, ich höre sie nicht (wie ein ausgebildetes Jenseitsmedium), aber ich kann sie spüren. Im Nachhinein konnte ich von meinem Vater erfahren, dass diese Gabe in unserer Familie seit Generationen existiert. So konnte ich auch meine Affinität zu diesem Thema verstehen.

 

Mit mir kann man über alle Beobachtungen reden, die vor allem bei Rationaldenkern Rätsel aufwerfen und schnell als esoterischer Humbug abgetan werden. Alles das, was für viele auf den ersten Blick unheimlich, für den wissenschaftlich geprägten Verstand unerklärlich und mysteriös ist, schaue ich mir genauer an.

 

Es gibt mehr Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen, als Du denkst. Sie offenbaren sich nur nicht wie ich in der Öffentlichkeit...

 

 

Margaretha aus Wien mit medialen Fähigkeiten

Vor einigen Monaten habe ich die sympathische Österreicherin Margaretha aus Wien kennengelernt. Sie ist Mama von zwei Jungen, arbeitet als energetische Beraterin und hat mir höchst interessante Informationen geliefert. Schon seit sie Kind ist, sieht sie Verstorbene.

 

Über solche Menschen muss ich einfach berichten! Neulich durfte ich sie interviewen:

 

Foto: Margaretha Brunner
Foto: Margaretha Brunner

Hallo Margaretha, wie ist es bei dir gewesen? Wann hast du bemerkt, dass du mehr siehst als die Masse?

Bei mir war es so: Noch bevor ich in den Kindergarten kam, sah ich, dass die Leute bunt waren. Wenn ich beispielsweise mit meiner Familie auf der Straße spazieren ging, konnte ich Aura-Farben sehen. Für mich war es normal, die unterschiedlichen Farben um die Menschen herum wahrzunehmen. Das Interessante war auch: Manche Menschen waren in verschiedenen Gewändern gekleidet, wie im Mittelalter beispielsweise. Erst dachte ich:

 

"Oh toll, die Leute verkleiden sich!"

 

Später wurde mir klar: Ich konnte die Lebenden von den Verstorbenen nie so richtig unterscheiden. Ich wusste nicht, wer von den Anwesenden tot war und wer nicht. Als kleines Mädchen war für mich jeder Tag wie Fasching. Heute zeigen sich mir die Seelen aber anders.

 

Es gibt Orte, an denen verhältnismäßig viele Seelen präsent sind. Die Wohnung meiner Familie, in der ich aufgewachsen bin, war so ein Ort. In der Wohnung lebte bereits meine Urgroßmutter. Niemand aus meiner Familie zog dort lebend wieder aus. Jede Generation starb sozusagen dort hinaus und blieb gleichzeitig geistig anwesend. Meistens saßen die Seelen auf den Sesseln im großen Wohnzimmer versammelt, meine Ururgroßmutter, mein Urgroßvater usw. Seit ich denken kann, waren die Seelen immer da, so als würden sie zur Einrichtung gehören.

 

Vor etwa neun Jahren hatte ich ein Erlebnis, an das ich mich noch genau erinnere. Es war die Zeit um Allerheiligen und Allerseelen. An diesen Feiertagen gedenkt man in Österreich der Verstorbenen und besucht deren Gräber, um beispielsweise eine Kerze anzuzünden und Blumen abzulegen.

 

Ich war mit meinen Sohn (damals drei Jahre alt) und meinem Einjährigen bei meiner Mutter in der besagten Wohnung zu Besuch. Die Seelen waren wieder da, deutlich konnte ich sie wahrnehmen. Ich wusste, es waren meine verstorbenen Urgroßeltern und mein Opa, auch weitere Familienmitglieder aus der Ahnenlinie waren ständig präsent. Mit meiner Mutter wollte meine Oma zum Grab ihres verstorbenen Mannes fahren – ganz nach der Tradition an Allerseelen.

 

Wir machten uns alle auf den Weg zu den Gräbern. Der Friedhof war etwa 25 Minuten entfernt. Das Lustige war: Sobald wir aus dem Auto ausgestiegen waren, tauchten alle Seelen am Grab auf, die wir eigentlich besuchen wollten. Sie waren uns aus der Wohnung hierher gefolgt. Es kam mir vor wie ein gemeinsamer Familienausflug. Die Verstorbenen vermittelten mir den Eindruck:

 

"Na ja, wenn alle unbedingt zum Friedhof wollen, dann gehen wir halt mit!"

 

Mein Sohn fragte mich kurz nach meiner Wahrnehmung:

„Warum mussten wir jetzt zum Friedhof fahren, wenn sie sowieso die ganze Zeit zu Hause bei der Oma sind?“

 

Aufgrund dieser Bemerkung wurde mir damals klar, dass mein Ältester die Fähigkeit, Seelen wahrzunehmen, ebenfalls geerbt hatte...

 

 

Du erwähntest, dass du weißt, was zum Todeszeitpunkt passiert, wenn eine Seele ihren Körper verlässt.

Im vergangenen Sommer ist meine Großmutter mit 92 Jahren gestorben. Sie war noch im hohen Alter extrem gut beieinander und sehr agil. Meine Oma bekam einige Wochen vor ihrem Tod einen Virus. Es war ersichtlich und fühlbar, dass ihre Seele nicht mehr leben wollte. Somit lässt auch der Körper nach und baut radikal ab. Ich durfte sie hinüber, "auf die andere Seite" begleiten, was sehr spannend für mich war. Sie starb in meinen Armen. Ich nahm wahr, wie sie ihr Schutzengel abholte.

 

Innerhalb von zwei bis drei Tagen ist der Körper meiner Großmutter schnell verfallen. Als meine Mutter und ich das starke Gefühl hatten, dass es mit ihr zu Ende geht, rief ich meinen Bruder an mit der Bitte, er solle doch kommen, um sich von seiner Oma zu verabschieden.

 

Mir fiel am Sterbebett Folgendes auf: Es waren viele Ahnen aufgetaucht, aber nicht nur, sondern auch die Freundinnen und Freunde, die vor meiner Oma verstorben waren. Sie saßen oder standen in der 150 Quadratmeter großen Wohnung. Es wurde immer voller! Ich dachte irgendwann amüsiert:

 

Wenn es noch mehr werden, weiß ich nicht mehr, wo ich sitzen soll!

 

Es war interessant zu beobachten, die Räume füllten sich mit Verstorbenen, die sich bereits einige Tage vor dem Todeszeitpunkt zeigten. Sicherlich, um diejenigen, die hinübergehen, zu begrüßen und abzuholen. Die Stimmung war aber weder andächtig noch heilig, sondern eher wie bei einer großen Feier, an der sich alle treffen zum Singen, Quatschen und Tanzen…

 

 

Der Engel des Wandels und das geistige Tor...

Es war spannend für mich. Während des Sterbeprozesses passierte etwas Interessantes: Der „Tod“ befand sich mit im Raum. Er nennt sich aber lieber „Engel des Wandels“, die Bezeichnung „Tod“ mag er nicht so gerne :) Er ist oft schon Wochen und Monate vorher wahrnehmbar. Bei meiner Oma war er seit etwa vier Jahren mal mehr, mal weniger präsent.

 

Das heißt also nicht, dass die Seele dann sofort gehen muss. Er ist in dieser Zeit einfach Begleiter und hilft der Seele, mit dem Irdischen abzuschließen. Die Seele spürt seine Gegenwart und wird daran erinnert, dass ihre Zeit dem Ende zugeht.

 

Es zeigte sich außerdem noch ein geistiges Tor, durch das die Seelen hindurchgehen, wenn es soweit ist. Doch es gibt zwischen dem Diesseits und dem Jenseits keine strikte Trennung. Als dieses Tor sichtbar wurde, schien es, als würde sich unsere Welt mit der Welt der Toten ineinander verweben.

 

Als ich zu meiner Großmutter blickte, sah ich, dass sie zwar lebte, sie bekam noch Wasser zu trinken, aber es war für mich und meine Familie deutlich: Sie war nicht mehr richtig in der physischen Welt, sondern ihre Seele war zum größten Teil schon in der geistigen Welt. Du hast es an ihrem Blick gesehen. Sie starrte von ihrem Bett aus nach oben und beobachtete, wer da auftauchte und was sich da alles abspielte. Der Blick von Sterbenden ist oft in die Ferne gerichtet, nicht mehr fokussiert, wie wir das aus dem Hier und Jetzt kennen.

 

Am Montag war es soweit, meine Mama, die Notfallsanitäterin und gelernte Altenpflegerin ist, rief an: Meine Oma hatte plötzlich Wasser in der Lunge und atmete schwer. Meine Familie und ich standen auf einer Seite ihres Sterbebetts. Mein Bruder saß bei ihren Füßen, meine Mutter an ihrer Seite und ich in der Nähe ihres Kopfes, meine Hände auf ihren Schultern.

 

Der „Engel des Wandels“ stand schon auf der anderen Seite gegenüber. Mein Bruder wollte wissen, wie lange das noch so gehen würde, es wurde für ihn fast schon unerträglich: Er wollte seine Oma nicht mehr leiden sehen. Ich war in diesen Momenten wie abwesend, mit meiner Wahrnehmung weniger im Physischen, sondern geistig-seelisch bei meiner Oma. Meine Mutter erzählte mir später: Sobald ich meine Großmutter mit meinen Händen berührte, war das Röcheln weg, sie war sehr ruhig.

 

Die Seele meiner Oma zeigte mir übrigens Kerzen. In unserer Familie haben wir einen Brauch gepflegt. Zum Gedenken an die Gefallenen und Verstorbenen stellen wir am 24. Dezember um 20 Uhr Kerzen ans Fenster. Genau diese Kerzen sah ich vor meinem geistigen Auge. Damit wollte mir meine Oma wohl zeigen:

 

„Ich werde um punkt acht Uhr gehen."

 

Ich behielt es aber für mich und sagte es meiner Mutter und meinem Bruder nicht, da ich nicht sicher war, ob ich das Bild richtig gedeutet hatte.

 

Das Bild von Kerzen am Fenster hatte eine Bedeutung... (Foto: pixabay.com)
Das Bild von Kerzen am Fenster hatte eine Bedeutung... (Foto: pixabay.com)

Dann passierte etwas Schönes:

Kurz vor dem letzten Atemzug trat der Schutzengel hervor – ganz bewusst an die Seite meiner Oma. Er war schon die ganze Zeit über im Hintergrund da gewesen. Jeder Mensch hat übrigens einen Schutzengel.

 

Er ist ein reines Lichtwesen, sehr hell und mit unendlicher Liebe. Seinem Schutzengel zu begegnen fühlt sich so an, als würde man einen sehr, sehr guten alten Freund treffen. Grundsätzlich ist jede Begegnung mit einem Engel schön und sehr berührend. Dein Herz geht über, wenn Du ihn wahrnimmst. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben...

 

Der Körper meiner Oma zeigte noch einen Hauch von Leben. Der Abstand zwischen ihren Atemzügen wurde immer länger - eine Regung, und dann nahm das Lichtwesen ganz behutsam mit beiden Händen die Seele aus dem Körper. In diesem Moment starb sie.

 

Meine Großmutter war zu Lebzeiten immer ein sehr pünktlicher Mensch. Mein Bruder sagte zum Schluss:

 

"Unglaublich! Sie ist um Punkt zwanzig Uhr gegangen!"

 

Später erzählte ich es meiner Mutter und meinem Bruder, welche Botschaft ich von meiner Oma bekommen hatte. Ich fühlte mich bestätigt. Für mich war es etwas schräg, weil ich die Botschaft ihres Sterbezeitpunktes durch sie selbst erfuhr. Vor allem so exakt, auf die Minute genau.

 

Meine Kinder (mittlerweile elf und neun Jahre) waren das Wochenende über bei meinem Ex-Mann. Ich ahnte, wenn die Jungs wieder bei mir zu Hause sind, dann wird meine Oma gehen. Sie wussten, dass ihre Uroma im Sterben liegt, sie waren sich zwei Tage vorher von ihr verabschieden.

 

Am nächsten Morgen nach dem Tod meiner Oma teilte ich meinen Söhnen mit, dass ihre Uroma am Vorabend für immer eingeschlafen sei. Doch beide reagierten ganz cool am Frühstückstisch und sagten:

 

"Wissen wir eh schon! Uroma war gestern Abend (einige Minuten nach zwanzig Uhr) da und hat sich von uns verabschiedet..."

 

Es berührte mich zutiefst, dass ihre Seele sich noch nach ihrem letzten Atemzug bei ihren Urenkeln zeigte. Ich wusste, sie liebte ihre beiden Urenkel sehr. Gleichzeitig erhielt ich mit der Antwort meiner Kinder die Gewissheit, dass mein Jüngster auch in der Lage war, Seelen zu sehen.

 

"Die Liebe bleibt..." (Foto: pixabay.com)
"Die Liebe bleibt..." (Foto: pixabay.com)

Der natürliche Sterbeprozess ist übrigens kein plötzlicher Prozess.

Es bereitet sich alles vor. Unbewusst geht man, wenn so langsam das letzte Stündlein schlägt, auf dieses geistige Tor zu, von welchem ich gerade gesprochen habe. Es ist wie ein Lichtgang. Anscheinend ist es derselbe Lichttunnel, von dem Menschen berichten, die ein Nahtoderlebnis hatten und wieder reanimiert wurden.

 

Ich durfte meine Oma bis zu diesem Lichtgang begleiten. Durch das Tor durfte ich aber nicht mit. Es war mir nicht erlaubt, diese Botschaft wurde mir ganz deutlich eingegeben.

 

Menschen, die zum Beispiel bei einem plötzlichen Unfall sterben, erleben diesen typischen Sterbeprozess nicht. Deren Seele wird schlagartig aus dem Körper herauskatapultiert. Aufgrund eines Schocks oder Schrecks können Anteile des Sterbenden abgespalten werden.

 

Medial Begabte können wahrnehmen, dass ein Teil der Seele zurückbleibt. Zumindest hat es den Anschein. Man darf es sich aber nicht so vorstellen, als ob die Seele nicht im Licht oder verloren ist. Jede Seele wird von geistigen Helfern abgeholt. Jedoch ist durch den eingetretenen Schockzustand das System des verunglückten Unfallopfers in der Starre.

 

Ein Teil der Seele braucht einfach Zeit, um nachzukommen. Es ist aber immer der jeweilige Schutzengel eines Menschen da und in der Nähe (die Ahnen und früher verstorbenen Freunde des Betroffenen ebenfalls). Nur kann die Seele des Verstorbenen sie aufgrund der Irritation manchmal nicht gleich wahrnehmen...

 

 

Margaretha, hast du deine Fähigkeiten gleich akzeptieren können? Oder hast du sie in irgendeinem Alter weggedrängt?

Nicht bewusst weggedrängt, aber in der Volksschule merkte ich: Das, was ich kann, ist anders – nicht gewöhnlich. Ich habe versucht, es auszublenden, mit zwölf oder dreizehn Jahren kam es wieder sehr stark durch. Vielleicht auch, weil in unserer Familie die Offenheit für Engel, Seelen und alles Übernatürliche vorhanden ist...

 

 

Was machst du heute mit dieser Gabe? Nutzt du sie? Setzt du deine Fähigkeiten ein?

Ich arbeite über die Seelenebene, ich schaue, was für die Leute wichtig ist, um alte Muster und Programme zu lösen. Manchmal benötigt die Seele etwas, um in ihrer Entwicklung weiterzukommen, Lernerfahrungen abzuschließen etc. Es passiert auch, dass ich Kontakt zu Verstorbenen herstelle, jedoch nicht ausschließlich. Ich mache keine direkte Werbung dafür.

 

Ich frage mich immer: Ist es das Ego* des Klienten, welches den Kontakt möchte? Es ist wichtig zu schauen: Warum will ich mit dem Verstorbenen sprechen? Hilft es bei der Heilung, z. B. um zu verstehen / bestätigt zu bekommen, dass es noch eine andere Seite gibt und dass der Tod nicht das Ende bedeutet?

 

Wenn es für die Heilung angezeigt ist, dann helfe ich, dann sind die Verstorbenen vehement bei mir und lassen nicht aus. Sie machen sich bemerkbar.

 

 

Was hilft, den Verlust eines lieben Menschen besser anzunehmen?

Da erinnere ich mich gerade an eine Sitzung: Es ging um eine Klientin, die innerhalb kürzester Zeit mehrere Schicksalsschläge erlitten hatte. Als sie in meiner Praxis saß, nahm ich hinter ihr die Seelen dreier Männer wahr. Sie machten Faxen und scherzten herum. Es war sehr lustig. Ich wunderte mich schon, was das zu bedeuten hatte.

 

Als ich sie darauf ansprach, erfuhr ich, dass sie innerhalb kürzester Zeit drei Menschen verloren hatte, die ihr alles bedeuteten – ihren Vater, ihren Bruder und ihren Ehemann.

 

Es waren genau die drei im Hintergrund, sie brachten mich zum Schmunzeln… Die Klientin war zwar noch im Trauerprozess, doch indem ich schilderte, wie sich die drei Verstorbenen verhielten, begann sich etwas zu verändern. Sie zeigten mir gemeinsame Erlebnisse, die sie mit ihr gehabt hatten, gaben mir Blumen, da sie kurz zuvor Geburtstag gehabt hatte. Einer der Verstorbenen war zu Lebzeiten immer schon ein Clown gewesen, und er versuchte sie mit typischen Eigenheiten aufzuheitern.

 

Die Klientin meinte unter Tränen: „Genauso war er immer zu mir!“

 

Einige Zeit später ergab sich eine Verwandlung dieser Frau. Es war fast schon unglaublich zu sehen, dass sie nach meiner Information ihren Verlust besser annehmen konnte. Somit setzte auch der Heilungsprozess ein.

 

Der Loslassprozess ist bei jedem unterschiedlich, er kann viele Monate dauern. Das Wissen, dass es den Seelen gut geht, ist oft sehr erleichternd für die Trauernden.

 

 

Die Seelen vermitteln mir häufig Botschaften wie: „Mach ihnen klar, dass sie leben und wir die Verstorbenen sind!“

Es ist wie eine Anspielung darauf, dass Trauernde plötzlich zu leben vergessen und sich wie Tote verhalten. Die Verstorbenen wollen eigentlich nicht, dass wir ständig in Trauer und bei ihnen sind… Wir alle kommen sowieso früher oder später noch dorthin, wo sie jetzt sind...

 

Rückblickend durfte ich bereits mehrmals mit Seelen arbeiten, die einen Selbstmord oder Unfall erlebt hatten. Was ich noch nie wahrgenommen bzw. gespürt habe ist, dass die gesamte Seele in einer Art Zwischenwelt gefangen ist. Es sind im Grunde nur Anteile einer Seele, die in Erdnähe festhängen können.

 

Sobald der Konflikt bewältigt ist oder wieder Klarheit herrscht, können irgendwann auch die restlichen Anteile nachkommen und die physische Welt vollends verlassen. (Da es in der geistigen Welt keinen Raum und keine Zeit gibt wie auf der Erde, kann so etwas nach unserer Zeit viele Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern…)

 

Irgendwann ist die Trennung vorbei... (Foto: pixabay.com)
Irgendwann ist die Trennung vorbei... (Foto: pixabay.com)

Deshalb ist es so wichtig, für die Verstorbenen zu beten.

Das hilft, ihnen das Licht näher zu bringen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Impuls dazu da ist. Es soll nur dann geschehen, wenn man das Gefühl hat, es wäre gut für die Seelen. Man muss es nicht ständig tun. Sonst besteht die Gefahr, dass man zu traurig wird und sich in die Vergangenheit begibt.

 

Im Übrigen braucht es nicht in Verbindung mit etwas Kirchlichem zu sein. Wenn man im Alltag etwas erlebt, etwas feiert usw., dann kann man an die lieben Verstorbenen denken und sie quasi im Geiste dabei haben und am Fest teilhaben lassen. Meine verstorbene Oma ist seit ihrem Tod oft bei uns daheim, z. B. wenn wir ein Kartenspiel spielen, etwas lesen. Genauso an Weihnachten, da war sie auch ganz selbstverständlich beim Essen dabei am Tisch und auch beim Geschenke auspacken…

 

Die Verbliebenen erinnere ich gerne daran, Verstorbene loszulassen und zu akzeptieren, dass sie auf die andere Seite gegangen sind. Es ist für beide Seiten heilsam, sie nicht festzuhalten. Ehrlich gesagt, habe ich bei vielen Trauernden beobachtet:

 

Es ist oft das Ego* eines Menschen, welches die Veränderung bzw. den Tod nicht wahrhaben will.

 

 

*Anmerkung: Der Begriff Ego steht hier für das Bild, das Du von Dir selbst hast. Es wird durch äußere Einflüsse, Glaubenssätze, eigene Erfahrungen usw. geprägt. Man kann sagen: Es ist das Ich, welches überwiegend auf die Materie, auf die fünf körperlichen Sinne sowie auf die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse fixiert ist. In der Regel ist das Ego es gewöhnt, die Befriedigung seiner Wünsche über Mitmenschen zu erfahren. Je stärker das Ego ist, desto mehr trennt man sich vom Göttlichen bzw. ist nicht in der Lage, den Plan des großen Ganzen sowie den Sinn von Ereignissen zu sehen und zu verstehen. Das Ego ist eine Illusion des Verstandes und somit nicht die wahre Natur eines Menschen...

"Ich möchte ihn doch noch so gerne bei mir haben... / im Arm halten..."
kann Ausdruck der Sehnsucht des Egos sein. Das Ego oder der Wunsch des Egos ist oft deshalb so stark, weil die meisten Menschen Angst vor dem Tod haben und er in unserer Gesellschaft tabuisiert wird. Er ist nicht mehr Teil unseres Lebens, sondern wird so lange verdrängt, bis wir plötzlich damit konfrontiert werden.

 

Wenn ich mich als Verbliebener im Schock und lange Zeit in der Trauer befinde, fällt es der Seele schwerer, ins Licht zu gehen. Als Mensch besitzt Du zwar nicht die Macht, eine Seele dauerhaft festzuhalten, aber durch unbewältigte Trauer verhindert man einen hohen Schwingungszustand der Seele. Dieser ist Voraussetzung, damit die niedriger schwingende Erdmaterie verlassen werden kann. Es ist, als würde man dem Verstorbenen die niedrig schwingenden Emotionen wie z. B. den Schmerz als Energie überstülpen…

 

 

Das, was ein Mensch nach seinem Tod erlebt, ist abhängig von seiner Resonanz.

Wenn jemand zeitlebens nicht an ein Leben nach dem Tod geglaubt hat, aber auch wer z. B. streng katholisch erzogen wurde, ist seelisch nicht im ursprünglichen lichten Bewusstsein. Durch die Trauer der Hinterbliebenen ist es für die Seele leichter, in deren Nähe zu bleiben, weil es ja das Bekannte und Vertraute ist.

 

Normalerweise ist die Seele aber reines Licht…

 

Wenn ein Partner nicht in der Lage ist, seine Trauer zu verarbeiten, bleiben Seelenanteile des Verstorbenen in der Nähe des Betroffenen. Somit geht die Seele nicht vollends ins Licht. Deshalb gibt es meiner Erfahrung nach diese Spuk-Erlebnisse im Haus, z. B. dass elektrische Geräte, Fernseher usw. wie von Geisterhand an und aus gehen. Häufig werden auch Gerüche und Geräusche wahrgenommen...

 

 

Es gibt Menschen, die noch viele Fragen an Verstorbene haben, die nicht mehr beantwortet werden konnten: Was ist deiner Meinung nach ein seriöses Jenseitsmedium? Kann ein medial begabter Mensch zu jedem Verstorbenen Kontakt aufnehmen?

Wichtig ist, auf Sympathie und auf sein Bauchgefühl zu achten. Wenn mir jemand unsympathisch ist, würde ich gar nicht erst hingehen. Das ist ähnlich wie mit Masseuren und Ärzten: Wenn jemand unangenehm ist, lässt man sich nicht gerne von ihm anfassen, geschweige denn behandeln…

 

Es gibt außerdem keine Wunschbestellung! Man bekommt keine Garantie, dass genau die Seele auftaucht, mit der man gerne sprechen würde. Man muss damit rechnen, dass jemand anderes erscheint, der eine Botschaft loswerden möchte oder bereit ist, Auskunft zu geben...

 

Wenn Dir jemand verspricht, nach Wunsch mit jedem Verstorbenen kommunizieren zu können, würde ich skeptisch werden. Auch dann, wenn Du vorher vom angeblichen Medium über Charaktereigenschaften, Todesursache etc. ausgefragt wirst… Denn Details, die keiner wissen kann (außer Du und der Verstorbene) wird Dir ein ausgebildetes Medium übermitteln können…

 

 

Mich schreiben immer viele Menschen an, die jemanden verloren haben und trauern. Erst durch ihre unbewältigte Trauer begannen sie, sich mit dem Tod zu beschäftigen, z. B. anhand der Frage: „Was passiert mit der Seele nach dem Tod?“ Was würdest du einem Menschen raten, der trauert, weil eine nahestehende Person gestorben ist?

Meine Erfahrung ist: Es braucht Zeit, seine Emotionen zu verarbeiten. Ich empfehle jedem, sich genügend Zeit zu geben, um zu trauern, sich nicht unter Druck zu setzen, alle auftauchenden Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen. Es gibt keine Regeln (oder pauschalen Patentrezepte). Jeder darf sich diesem Trauerprozess stellen.

 

Selten sind Impulse von außen hilfreich. Viele Menschen, die jemanden verloren haben, sind aufgrund ihres Zustandes nicht aufnahmefähig für Inspirationen…

 

Um Schocks und Traumata zu verhindern ist es ratsam, mit dem Tod umgehen zu lernen. Sich vorher schon damit zu beschäftigen, auch darüber zu reden sowie die Angst vor dem Tod anzuschauen, das alles kann hilfreich sein.

 

Wenn wir wissen, dass es den Seelen auf der andere Seite gut geht, und im Hinterkopf behalten, dass sie nur die Seiten wechseln, dann dauert der Trauerprozess nicht so lange.

 

 

Liebe Margaretha, vielen Dank für deine wertvollen Informationen!

Wenn Du mehr über Margarethas Seelenarbeit wissen möchtest:

Facebook: Margaretha Brunner Seelenarbeit / Coaching

Internet: margarethabrunner.com

 

 

Was ich vergessen habe, Margaretha zu fragen:

Für manche Verbliebene dürfte der Gedanke, dass z. B. die verstorbenen Eltern in der Wohnung auf dem Sofa sitzen und alles beobachten, unbehaglich sein.

 

Ich glaube, dass es sich natürlich nicht bei jedem so abspielt wie in Margarethas Familie. Sicherlich ist es vom Charakter der Familienmitglieder abhängig. Es ist vorstellbar, dass Seelen im Jenseits geistige Gesetze beachten müssen, und wenn es erforderlich ist, respektieren sie bestimmt die Privatsphäre der Lebenden. Sie zeigen sich oder bleiben in der Nähe, wenn es zum höchsten Wohl aller Beteiligten ist und dem universellen Plan entspricht.

 

Außerdem befinden sich Verstorbene häufig in höheren Sphären, wo sie vielleicht eine Läuterung von irdischen Einflüssen und Illusionen erfahren,  womöglich Wahrheiten vermittelt bekommen und diese selbst erkennen. Wenn der irdische Schleier weg ist, sieht man vielleicht plötzlich klarer. Sie dürfen wahrscheinlich auch das lernen, was sie für ein eventuelles nächstes Leben brauchen.

 

Vermutlich ist es genauso wie auf der Erde: Jeder lebt sein Leben und macht seine Erfahrungen, hin und wieder begegnet man sich - mehr oder weniger oft und geht eine Zeit den Weg gemeinsam...

 

 

Hier verlinke ich auf meine Facebook-Seite mit weiteren Informationen zu diesem Thema. Ich möchte Dich auf die Facebook-Datenschutzhinweise aufmerksam machen...

 

 

 

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Kommentare: 10
  • #1

    Andrea (Sonntag, 17 März 2019 16:07)

    Hallo Robert,
    meine Oma starb vor einigen Jahren. Sie war zuletzt in einem Krankenhaus. Bei einem meiner letzten Besuche fragte sie mich, ob ich ihn sehen könne.
    "Wen?", fragte ich. Sie lächelte wie ein Teenager, zeigte ans Fußende ihres Bettes, da stünde Kurt. Ich konnte mit dem Namen nichts anfangen. Zu Hause fragte ich meine Mutter:

    Sie kannte den Namen: Es sei der Verlobte meiner Oma gewesen, der im Krieg gefallen ist. Er war ihre große Liebe. Zwei Tage später ist meine Oma gestorben. Im Scherz hatten wir zuvor mal verabredet, dass sie mir ein Zeichen schickt...

    Sie starb nachts. Als ich es von meiner Mutter am nächsten Morgen erfahren hatte, bin ich sofort ins Krankenhaus gefahren, um mich von Oma zu verabschieden. Ich war gegen neun Uhr bei ihr.

    Mein Handy war aus, das Akku war leer. Zu Hause hab ich es aufgeladen. Es kam die Meldung eines Anrufes um neun Uhr...
    Dann wurde die Nummer angesagt, es war MEIN eigener Festnetzanschluss! Ich drückte auf Anruf und erwartete, dass mein Telefon klingelte, was nicht geschah. Stattdessen ging mein Bruder ran, er hielt sich gerade im Haus meiner Oma auf...

    Wir fühlten uns sehr verbunden, es war von Oma gewollt...

  • #2

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 17 März 2019 16:21)

    Hallo Andrea,
    vielen Dank für die Schilderung dieses Erlebnisses. So oft habe ich von Familienangehörigen am Sterbebett gehört:

    Schon einige Tage vor ihrem letzten Atemzug sehen die Bettlägrigen vor ihnen verstorbene Menschen. Für mich ist das auch eine Bestätigung dessen, was Margaretha im Artikel sagte. Manche Seelen wollen die "Neuankömmlinge im Jenseits" begrüßen, und sie sind schon einige Zeit vorher auch von Sensitiven / medial Begabten wahrnehmbar...
    Ich bin davon überzeugt, dass Verstorbene in der Lage sind, Zeichen zu schicken.
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #3

    Karin (Sonntag, 17 März 2019 23:18)

    Hallo Robert,
    das war sehr spannend zu lesen, Gänsehaut pur.
    Mein Vater starb vor einem Jahr und bereits einige Wochen zuvor, als er noch daheim und noch nicht im Krankenhaus war, weckte er mehrere Male nachts meine Mutter und sagte zu ihr, dass "Die nun wieder da wären, sie stehen beim Kleiderschrank". Meine Mutter dachte, er würde träumen und als sie das Nachtlicht einschaltete, sagte mein Vater jedes Mal, dass sie jetzt weg wären, bei Licht könne man sie nicht sehen...

  • #4

    Seelenforscher.eu (Montag, 18 März 2019 00:14)

    Liebe Karin,
    vielen Dank für Deine Zeilen, ich freu mich, dass Du diesen langen Artikel gelesen hast. :) Ich habe gehofft, dass sich Leser melden, die Ähnliches berichten können. Super, dass Du dieses Beispiel gegeben hast.

    Dieses Phänomen taucht immer wieder auf. Wissenschaftler sagen dazu oft, es wäre Einbildung, weil das Gehirn angeblich verrückt spielt (z. B. durch Medikamentengaben, weil die Sterbenden nicht mehr bei Kräften sind oder einfach alte Erinnerungen hochkommen usw.
    Für mich sind die Berichte der Menschen im Sterbebett bzw. die ihrer Verbliebenen aber eindeutig eine Bestätigung, dass andere Seelen und/oder geistige Helfer auftauchen...
    Viele Grüße
    Robert :)

  • #5

    Patricia (Montag, 18 März 2019 13:24)

    Ich danke Dir und Margaretha für dieses wertvolle Interview! Ihre Schilderungen voller Natürlichkeit geben uns Mut dieses Thema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
    Liebe Grüße, Patricia

  • #6

    Seelenforscher.eu (Montag, 18 März 2019 16:11)

    Hallo liebe Patricia,
    es freut mich, dass Du diesen Beitrag gelesen hast :)
    Als ich Margaretha kennenlernte und sie mir von ihren Wahrnehmungen berichtet hat, dachte ich:
    Darüber muss ich irgendwann schreiben, weil ich wie Du denke, dass solche Informationen uns helfen, den Sterbeprozess bzw. den Tod aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten....
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche.
    Viele Grüße
    Robert :D

  • #7

    Helge (Montag, 18 März 2019 20:02)

    Vielen Dank für den wunderbaren Blockbeitrag.
    Es gibt ein ganz tolles Buch „Blick in die Ewigkeit“ von Dr. Eben Alexander. Hier beschreibt ein Arzt, Neurochirurg, seine Erlebnisse während einer scheinbar unheilbaren plötzlichen Krankheit mit kompletten Ausfall der Hirnfunktion in der „anderen“ Welt und macht Mut, den Tod ganz anders zu verstehen. Er erklärt darin auch Erscheinungen, die Sterbende in der letzten Zeit Ihres Lebens sehen oder Spüren. In diesem Buch ist die grosse Liebe der jenseitigen Welt beschrieben und das macht Hoffnung.

  • #8

    Heiko (Dienstag, 19 März 2019 01:28)

    Hallo Robert,
    und auch von mir ein herzliches Dankeschön für den gelungenen Beitrag
    Meine Frau hat vor 20 Monaten ihren an MS erkrankten Körper verlassen. (ich konnte früh in Rente und hatte ab da ihre Pflegebetreuung selber übernommen - sie hatte Pflegegrad 5)
    Sie hatte aus ihrer Gesunden Zeit Reiki 1&2 und war der Medialen Welt immer sehr offen gegenüber
    da ich zu hause oft das Gefühl hatte sie zu spüren und auch keinere "Zeichen" ihr zugeordnet hatte
    habe ich ca 8 Monate nach ihrem Ableben ein Medium aufgesucht und einen Sitting Termin gebucht

    Meine Frau war bei dem Kontakt über eine Stunde an meiner Seite auch ihr Hund war mit
    ich hatte bis heute zusätzlich 7 Heilbehandlungen bei dem Medium - ob wohl dies ausdrücklich kein rein Medialer Termin war zeigte/meldete sich meine Frau bei 6 dieser Termine und gab Zeitnahe Botschaften oder Kommentare durch
    Ich wurde durch diese Behandlungen immer Feinfühliger
    mehrfach konnte ich meine Frau in meiner Wohnung sogar Wahrnehmen - es gibt mittlerweile fast eine Art Dialog zwischen uns...
    ich spreche im Grunde jeden Tag zu ihr
    vor ein paar Wochen sagte ich zu Ihr
    Schick mir Bitte jemanden zur Pflegebetreuung
    ich möchte wieder etwas Sinnvolles in meinem Alltag machen
    einige Tage danach rief mich eine Nachbarin an und fragte: suchst du noch jemanden zur Pflege ?
    Der Mann ihrer Freundin hatte Krebs und nun zusätzlich eine Beginnende Demenz als Diagnose bekommen
    Als ich hörte wo das Ehepaar wohnte mochte ich es kaum glauben = es war die letzte Wohnung die meine Frau und ich uns zusammen angesehen hatten als wir vom Betreutem Wohnen wieder zurück in unseren ehemaligen Wohnort ziehen wollten...
    Wir hatten schon den Mietvertrag vorliegen - aber der sich verschlechternde Zustand meiner Frau erlaubte keinerlei weitere Veränderung mehr
    Meine Pflegeperson lebt mittlerweile in einem Hospiz :-/

    Ich habe sehr viele Fotos meiner Frau auf dem Kamin stehen
    seit ca 14 Tagen spreche ich abends vor dem Schlafen gehen noch ein paar Worte zu ihr...
    und stupste neuerdings ihr dabei zum Schluss mit einem Finger zart auf die Nase...
    letzte Woche bot mir mein Medium an --die an ihrer Biografie schreibt-- die ersten Kapitel vorab Lesen zu dürfen
    nach ein paar Stunden dieser Lesung
    (es wurde kühl im Raum) meldete sich meine Frau zeigte sich dem Medium Fröhlich und sagte das mit meiner Pflege hätte sie gesteuert (was mir schon klar war)
    sie gab mir einen Nasenstupser und lachte dabei
    Daraufhin erklärte ich dem Medium was es mit diesem Nasenstupser zur Zeit auf sich hat
    Natürlich vermisse ich meine Frau sehr
    bin aber unendlich dankbar das wir einen Weg haben finden dürfen - uns weiterhin nahe sein zu können.


  • #9

    Astrid (Donnerstag, 28 März 2019 13:53)

    Hallo Robert,
    wir "kennen" uns von "wo geht die seele hin". Da haben mir deine Antworten und Artikel schon unendlich geholfen. Obwohl ich mich noch immer in der Trauerphase befinde und jetzt nach dem Tod meines Bruders vor 8 Monaten, den Tod meines Mannes vor 3 Monaten und den Tod meines Stiefvaters vor 2
    Wochen das Tal der Tränen noch nicht verlassen durfte, gibt mir dieser Artikel von Margaretha Brunner unendlich viel Kraft. Eines weiss ich zumindest ganz sicher - ich habe keine Angst mehr vor dem Tod oder vor dem Engel des Wandels. Es ist für mich schön, dass es ein anderes Wort für Tod gibt, obwohl es den Fakt nicht verändert. Der Absatz mit dem Ego gibt mir auch zu denken. Da ist wirklich was wahres dran. Zu guter Letzt: ich freue mich für jeden Hinterbliebenen, der die Gabe hat, mit den Seelen zu kommunizieren, auf welche Art auch immer. Lieber Robert, eines kann ich voller Überzeugung sagen: deine Blogs tun meinem Herzen und meiner Seele nur gut.
    Danke dafür.
    Liebe Grüsse Astrid

  • #10

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 31 März 2019 22:58)

    Hallo Helge, hallo Heike, hallo Astrid,
    ich danke Euch, dass Ihr diesen Beitrag gelesen habt und freu mich über Eure Kommentare! :)

    @Helge: Dankeschön für Deinen Buchtipp, ich werde mir den Buchtitel mal genauer anschauen... :)

    @Heiko: Ein interessantes Beispiel, welches Du schilderst. Spannend zu erfahren, dass der Tod eines Menschen auch die Entwicklung der feinen Antennen der Verbliebenen vorwärts bringen kann... Zumindest kann es diejenigen, die einen lieben Menschen verloren haben, dazu bringen, sich mehr mit dem Thema "Wo geht die Seele hin?" auseinanderzusetzen.

    Auch ich habe ähnliche Erfahrungen mit einem Jenseitsmedium. (In einem Blogartikel habe ich darüber geschrieben.) Mir hat dieses Erlebnis viel Bestätigung gegeben und geholfen...
    Dass Du mit der Seele Deiner Frau kommunizierst, ist bestimmt für Euch beide heilsam... :)

    @Astrid: Ich bin wirklich happy, wenn Dir meine Antworten auf Deinem Weg der Trauerbewältigung geholfen haben. :) Manchmal frage ich mich, wenn Menschen wie Du in kürzester Zeit ihre Liebsten verlieren (und dann gleich drei), warum sich deren Seele diese heftigen Erfahrungen aussucht...

    So schön, dass Dir der Artikel über Margarethas Wahrnehmungen Kraft gegeben hat. (Das bestätigt mein Gefühl: Ich dachte, irgendjemand braucht diese wertvollen Infos...) Das mit dem Engel der Wandel fand ich auch höchst interessant - durch Margaretha sehe ich "den Tod" ebenfalls mit anderen Augen - die Bezeichnung finde ich wie Du schöner als das negativ beladene Wort.
    "Der Engel des Wandels" ist ja laut ihren Aussagen nicht nur dann da, wenn ein Mensch stirbt... Auf jeden Fall 1000 Dank für Dein Lob.
    Schöne Grüße an alle
    Robert :D