Du kannst und musst nicht Everybody´s Darling sein

Foto: unsplash.com - many thanks to Lidya Nada :-)
Foto: unsplash.com - many thanks to Lidya Nada :-)

 

 

Der Hang, jedem gefallen zu wollen, ist für mich – überspitzt ausgedrückt – wie ein Krankheitssymptom. Vermutlich bist Du wie ich von Folgendem überzeugt: Symptome signalisieren dem Betroffenen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Um sie zu beseitigen, ist es wichtig, ihre Ursache zu ergründen und das dahinterliegende, ungesunde Verhaltensmuster abzulegen.

 

Doch die meisten, die versuchen, es allen Recht zu machen, merken vorerst nicht, dass ihre Eigenheit früher oder später Probleme mit sich bringt. Es tut nicht weh, nach seinen Bemühungen am Ende die gewünschte Anerkennung und Wertschätzung von seinen Mitmenschen zu erhalten. Die Sehnsucht danach ist groß, da kann man sich schon einmal, mehrmals oder jahrelang dafür verbiegen…

 

Es beginnt bereits in der Kindheit. Möglicherweise wird das Bestreben, den Eltern gefallen zu wollen, bereits während der Schwangerschaft angelegt. Es könnte einen Einfluss auf den Fötus haben, ob die werdende Mutter und auch der Vater dem Seelchen im Mutterleib bereits zu dieser Zeit Aufmerksamkeit und Liebe schenken.

 

 

Mädchen und Jungen sind auf ihre Eltern angewiesen, ohne sie und ihre Versorgung ist ihr Leben in Gefahr.

Also, ist es ganz natürlich, dass sie ihre Beachtung und Zuwendung brauchen und gewinnen wollen. Das ist auch in Ordnung, sofern es ein gegenseitiger Energieaustausch ist, bei dem kein Zwang herrscht und alle Beteiligten glücklich sind.

 

Schwieriger wird es hingegen, wenn sich beim Heranwachsen die Persönlichkeit eines Kindes entwickelt und dabei individuelle Eigenheiten, Vorlieben und Charaktermerkmale zutage kommen, die den Eltern bzw. ihrer Auffassung nicht entsprechen. An dieser Stelle beginnen meistens Erziehungsmaßnahmen, die darauf hinaus zielen, Unerwünschtes bei den Nachkommen zu unterdrücken oder sogar völlig abzutrainieren. Es erfolgt sozusagen eine Umpolung.

Ein Beispiel dafür gebe ich in meinem Blogartikel:

 


Ich behaupte, der Wille eines jeden Kindes wurde irgendwann von seinen Eltern oder anderen Bezugspersonen, wie z. B. Lehrern oder Erziehern, gebrochen.

Eine besonders brutale Form von „Erziehung“ ist es für mich, einen Säugling eine Weile schreien zu lassen und sich so lange nicht in seine Nähe zu begeben, bis er damit aufhört. Eine Traumatherapeutin erwähnte dazu:

 

„In solchen Situationen entstehen die ersten Ohnmachtsgefühle gegenüber Erwachsenen. Das Neugeborene befürchtet instinktiv: Wenn es sich nicht lauthals bemerkbar macht und die Eltern nicht bald da sind, könnte es womöglich sterben. Die dabei entstehende Verzweiflung und Angst prägen sich tief im Säugling ein…“

 

Vielleicht hat man aufgrund dieser längst vergessenen Erlebnisse als Erwachsener später große Schwierigkeiten, wenn man in der Partnerschaft keine Aufmerksamkeit erhält, sich in Konflitsituationen allein gelassen fühlt oder sogar vom Partner verlassen wird.

 

Das sind typische Triggermomente, die an eventuelle unverarbeitete Traumata im Säuglingsalter erinnern können und Gefühle wie Ohnmacht, Verzweiflung, Panik, Wut usw. hochkommen lassen, ohne dass man als Betroffener begreift, was gerade abläuft.

 

 

Mehr Klarheit durch den Armlängentest...

Falls Du kinesiologische Testmethoden beherrschst, kannst Du austesten, ob und wie viele solcher Situationen in Deinem frühkindlichen Alter noch befriedet werden müssen. Das „Innere Kind Kartenset“, welches ich entwickelt habe, hilft Dir dabei. Aber auch ohne meine Karten ist eine Auflösung möglich. Nehmen wir an, der Armlängentest meldet im Abschnitt von der Geburt bis zum ersten Lebensjahr (oder darüber hinaus) zehn Situationen, in denen Du dachtest:

 

„Ich sterbe, weil mich niemand hört oder weil niemand kommt…“

 

Auch wenn Du Dich nicht mehr an Einzelheiten erinnerst: Stell Dir diese zehn Momente, die zu unterschiedlichen Zeiten stattfanden, wie Kinofilme vor, die gerade gleichzeitig auf einer riesigen Leinwand vor Deinem geistigen Auge ablaufen. Du als Erwachsener besuchst Dich als Säugling parallel in allen Momenten, in denen Du gerade nach Deinen Eltern schreist.

 

 

Abhilfe schaffen durch Innere-Kind-Arbeit

Visualisiere liebevoll, dass Du für Dich da bist:
„Hallo, ich bin du aus der Zukunft! Ich bin da, um dich zu unterstützen und um dir zu zeigen, dass du nicht allein bist! Halte durch! Bald kommt jemand. Du bist in Sicherheit. Dein Schutzengel und ich wachen über dich!“

 

Eine meiner Lieblingskarten! (Illustration: Martina Sophie Pankow - Layout: Katarzyna Tichnowetzki)
Eine meiner Lieblingskarten! (Illustration: Martina Sophie Pankow - Layout: Katarzyna Tichnowetzki)

 

Möglicherweise tauchen noch weitere Ideen auf. Tröste Dein früheres Kindheits-Ich im Geiste und vollziehe alle Gesten, die es beruhigen. Vielleicht möchtest Du Dich als Säugling aus Deinem Bettchen heben, behutsam in den Arm nehmen und sanft hin- und herwiegen. Praktiziere alles, was Dir gerade einfällt, von dem Du meinst, es könnte Kindern helfen, sich zu beruhigen und wieder zu entspannen…

 

Sobald Kinder älter werden und in der Lage sind, sich mit Worten zu artikulieren und ihre Bedürfnisse verbal auszudrücken, heißt das nicht automatisch, dass diese von den Eltern auch erfüllt werden.

 

Im Gegensatz hierzu steht das „Belohnungssystem“. Macht ein Mädchen oder ein Junge das, was den Eltern gefällt, wird es oft belohnt mit Lob, Zuneigung, einem freudestrahlenden / anerkennenden Lächeln oder auch mit materiellen Dingen usw.

 

Ein Kind liebt seine Eltern und versucht, sein Verhalten instinktiv so anzupassen, dass es gute und nicht unangenehme Gefühle erlebt. Aufgrund dessen entwickeln wir alle in jungen Jahren unbewusste Vermeidungsstrategien. Wie zu Beginn erwähnt:

 

 

Wir merken es anfangs nicht, dass wir Bezugspersonen, die wir lieben, entsprechen wollen.

Problematisch wird es, wenn etwas verlangt wird, was man partout nicht tun möchte. Anpassung wird dann zur Pflicht, eher zu einem notwendigen Übel, um keine Ausgrenzung und keinen Liebesentzug zu erfahren. Ausgeschlossen zu sein und lieblos behandelt zu werden, das tut weh. Um die aufgrund von Ablehnung entstehenden Gefühle nicht erleiden zu müssen, verändert man als Heranwachsender instinktiv sein Verhalten.

 

Denke ich an meine Kindheit und Jugend zurück, dann ist mir klar geworden: Als junger Mensch wusste ich zu wenig über mich und meine ureigenen Bedürfnisse. Weitestgehend hatte ich noch kein Gespür bzw. keine Beobachtungsgabe dafür entwickelt, was mir tatsächlich guttut und was nicht. Ich orientierte mich wie selbstverständlich an meinen Eltern und an anderen Kindern aus meinem Umfeld.

 

„Was machen die anderen, wie machen es die anderen?“

 

Vieles versuchte ich nachzumachen, obwohl ich Widerstände in mir spürte und keine wirkliche Freude daran hatte. Mir einzugestehen, dass manche Sachen einfach nicht gut für mich sind, und sie daraufhin auch loszulassen, diesen Mut hatte ich damals noch nicht…

 

Meine Unsicherheit war groß, mein Selbstbewusstsein eher klein. Ohne meinen Zwillingsbruder - den wichtigsten Menschen in meinem Leben - wäre ich wohl ein introvertiertes und schüchternes Kind geblieben.

 

 

Kinder ahmen das nach, was ihnen vorgelebt wird. Sie beobachten und schauen sich alles von Erwachsenen ab. Wunderbar, wenn es gute Verhaltensweisen sind.

Nur leider sind es meistens auch schlechte Angewohnheiten, die übernommen werden. Negative Gedankensätze oder den Lebensfluss behindernde Denkweisen gehören dazu. Diese können dann im Erwachsenenleben zu Blockaden führen. Natürlich entstehen auch in jedem selbst destruktive Gedankenmuster. Häufig sind es nicht wohlwollende Urteile aufgrund von unschönen Erfahrungen. Das erschafft Hindernisse im Lebensalltag...

 

Meine Eltern sind seit über 40 Jahren Gastronomen. Sie sind mittlerweile beide 73 Jahre alt und arbeiten immer noch. Mit meinem Bruder bin ich sozusagen im Restaurant aufgewachsen… Es war unser „Wohnzimmer“. Im Grunde sind wir alle schon immer Dienstleister gewesen. Das ist das, was ich kenne und was mir seit Kindesbeinen vertraut ist.

 

Wir wissen aber, dass, einen Dienst zu leisten, nicht immer nur von Herzen kommen muss. Bei meinen Eltern ist bestimmt das Gegenteil der Fall, sonst hätten sie diesen Job schon längst aufgegeben. Doch es gibt genügend Menschen, die einen Dienst bzw. eine Pflicht erfüllen und damit nicht glücklich sind.

 

Man kann sagen: Im Beruf geht oft das vertraute „Spiel“ aus der Kindheit weiter. Man macht beruflich Dinge, die man nicht unbedingt möchte. Man will Anerkennung, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und so wenig wie möglich Stress mit Kollegen und Vorgesetzten haben. Auch in zahlreichen Beziehungskonstellationen ist das der Fall:

 

Man verbiegt sich für den Partner in der Hoffnung, Liebe und Wohlwollen zu erhalten. Man sagt Ja zu Dingen, obwohl das Innerste Nein schreit… Das geht eine Weile, vielleicht sogar Jahre gut,

 

 

doch wenn Du Everybody´s Darling sein möchtest, kann es dazu kommen, dass Du irgendwann völlig verfremdet bist – einfach nicht mehr Du selbst.

Du funktionierst lediglich für andere, damit sie Dich gut finden. Was mir in den Sitzungen in meiner Praxis immer wieder begegnet sind Menschen, die Angst haben, so zu sein, wie sie wirklich sind, und das zu tun, was sie tatsächlich wollen!

 

Mir ging es selbst viele Jahre so: Ich wollte am liebsten von allen gemocht werden, ich wollte jedem gefallen. Bemerkte ich beim Gegenüber Antipathie, wurde ich richtig unglücklich. Es war schlimm für mich, Disharmonie oder Spannung auszuhalten, sobald ich auch nur einen Funken an Ablehnung verspürte. Ich glaube, bis zu meinem dreißigsten Lebensjahr habe ich mir ein Bein ausgerissen, um jeden, der mir skeptisch gegenübertrat, ganz subtil umzustimmen.

 

Als Gastwirts-Kind war ich dazu erzogen worden, den Gästen und dem Personal gegenüber stets freundlich zu sein. Alle zufriedenzustellen wurde zur Gewohnheit, ich kann sagen, zu einem Automatismus. Später gab es in meiner Berufslaufbahn als Gastronom viele Momente, in denen ich hätte schreien können.



Natürlich hielt mein Beruf auch schöne Begegnungen mit vielen lieben Gästen parat...
Natürlich hielt mein Beruf auch schöne Begegnungen mit vielen lieben Gästen parat...

Mein jahrelanges Leiden im falschen Beruf...

Als ich Besitzer eines Restaurants war und die Einnahmen einfach nicht ausreichten, beschlossen mein Bruder und ich, Partys zu organisieren. Das brachte uns Erfolg, weil zur damaligen Zeit in der Stadt, in der wir unser Lokal hatten, Cocktail-Partys bis dahin eher unbekannt gewesen waren. Sie wurden ungeheuer gut vom Publikum angenommen…

 

Dies hatte aber auch zur Folge, dass ich mich mit nervigen, betrunkenen Gästen abmühen musste, die ich eigentlich nicht in meinem Laden haben wollte. Sie brachten mir zwar Umsatz, doch ich war unglücklich: Nach und nach entstand ein großer Widerwille, Personen, die aufgrund ihres Alkoholkonsums ausfallend wurden, oder solche, die andere Drogen konsumierten, zu bedienen und mich mit ihnen zu unterhalten.

 

Mit der verwirrenden und unangenehmen Energie, die durch diese Menschen wirkt, konnte und wollte ich mich nicht mehr konfrontieren müssen. Ich habe einige Jahre mitgespielt und mich regelrecht verbogen. Irgendwann traf ich eine Entscheidung, es ging nicht mehr. Ich teilte meinem Bruder mit, dass ich aus unserer Firma aussteigen werde…

 

Im Nachhinein war es die beste Entscheidung, denn sonst wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Ich lebe meinen Fähigkeiten entsprechend das aus, was mich begeistert, bin energetischer Berater und helfe Menschen, in ihrem Leben vorwärts zu kommen. Ich unterstütze Ratsuchende auch dabei, Ängste zu überwinden und sich darüber klar zu werden, was sie im Leben wirklich wollen.

 

Viele von uns überwinden ihre Angst nie und bringen nicht den Mut auf, aus dem Teufelskreis des Gefallenwollens auszusteigen. Doch ich finde, man muss es schaffen, falls man nicht irgendwann nur noch frustriert und unzufrieden sein will mit der Sehnsucht im Herzen, endlich sich selbst zu verwirklichen ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer.

 

 

Wir können erst unser wahres Ich ausleben, wenn wir aufhören, das zu tun, was uns widerstrebt.

Erst wenn wir uns nicht mehr von der Gunst der anderen abhängig machen, leben wir wirklich und verlassen den von uns selbst erschaffenen Käfig.

 

Ich habe festgestellt: Solange wir den Wunsch nach Anerkennung, Wertschätzung, Wohlwollen, Liebe usw. nicht loslassen, sind und bleiben wir in Abhängigkeitsverhältnissen gefangen.

 

Frei werden wir nur, sobald wir beginnen, uns diese besonderen Qualitäten selbst zu geben. Der Vorteil am Älterwerden ist, ich muss nicht mehr allen gefallen. Wenn ich von allen geliebt werden will, sage ich Ja zu einem Kampf, den ich niemals gewinnen kann. Somit hört das Leiden nie auf.

 

Wer andauernd versucht, Everybody´s Darling zu sein, hat auch große Probleme mit Kritik.

 

Von Mitmenschen kritisiert zu werden und damit zu leben, das muss man lernen.

Niemand hört gern Kritik, aber sie ist dennoch wichtig, denn sie hilft dabei, das eigene Vorgehen zu hinterfragen. Kritische Anmerkungen, die uns tiefer treffen, sind dagegen oft Trigger, die auf offene Wunden aus der Vergangenheit hinweisen...

 

Negative Urteile von Eltern, Lehrern und anderen Bezugspersonen hat wohl jeder von uns in der Zeit des Heranwachsens erlebt und noch in Erinnerung.

„Mach dies nicht, mach das nicht! Nein, so ist es nicht gut. Das hast du falsch gemacht…“

 

Je nachdem, wie oft und wie lange man ähnliche Sätze zu hören bekam, entstand zwangsläufig der weit verbreitete Glaubenssatz:

„Ich bin nicht gut genug!“

 

Dieses Denkmuster gilt es aufzulösen, wenn Du als Erwachsener Kritik aushalten möchtest. Es ist auch ein ständiges Thema meiner Klienten in Sitzungen: fehlende Selbstliebe und ein schwaches Selbstwertgefühl!

 

Solange beides nicht im Lot ist, tut Kritik weh und trifft uns hart. Jeder kann sich entscheiden, ob er ein Leben lang niemals anecken und niemanden enttäuschen möchte, oder ob es nicht besser ist, sich den ungeklärten Themen aus der Vergangenheit zu stellen. Das geht hervorragend mit energetischer Heilarbeit, wie z. B. mit innerwise.

 

Durch alle Deine Erlebnisse wirst Du aufgefordert zu reflektieren. Kritik, Ablehnung und fehlendes Wohlwollen sowie die Menschen, die sie Dir entgegenbringen, sind am Ende hilfreich, damit Du Deine Besonderheiten und die Liebe zu Dir selbst wieder entdecken und stärken kannst.

 

Dann ist es nicht mehr nötig, Everybody´s Darling zu sein…

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Norbert Herlinghaus - Vrana (Montag, 12 Oktober 2020 12:40)

    Ich habe immer um die Liebe und Anerkennung meines Vaters gekämpft, doch ich bekam sie nie! Auch jetzt noch ( obwohl er schon seit 2005 Tod ist ) versuche ich immer noch seine Liebe und Anerkennung zu bekommen. Ich weiß da s es sich für einige hier dämlich anhört aber so bin ich nun einmal. Er hatte immer nur 1 Lieblingskind nämlich meine Schwester. Als ein Medium vor einigen Jahren unter anderem zu mir sagte, saß sich mein Vater bei mir Entschuldigen möchte dafür wie er zu mir war habe ich zu erst nach gedacht und habe dann beschloßen ihm zu Vergeben. Wenn ihm meine geliebte ( aber leider 2018 verstorbene ) Mutter ( nach einer Aussprache mit ihm ) vergeben konnte ( und ihr hat er im Leben viel ärgeres ansehen & spüren lassen ) sie also die Größe gehabt hat ihm zu vergeben, denn werde ich ja wohl auch über meinen schatten springen können und ihm vergeben. Es tut zwar immer noch weh wenn ich daran denke aber heute habe ich einen anderen Blick darauf und ich möchte das er ( wo immer er auch ist ) seine Ruhe hat bzw. seine Ruhe findet!. Ich habe aber auch meiner Schwester verziehen, denn sie hat Jahre lang dies zu ihren Chancen genutzt, wir beide haben uns aus gesprochen.

  • #2

    Seelenforscher.eu (Montag, 12 Oktober 2020 21:38)

    Hallo lieber Norbert,
    vielen Dank für Deine Erfahrungen. Mit den geschilderten Themen habe ich relativ häufig zu tun. Bereits mehrfach konnte ich Klienten unterstützen, die zu Lebzeiten und auch nach dem Tod eines Elternteils, die Schwierigkeit hatten, den Wunsch nach Anerkennung loszulassen, um frei zu sein. Ich fühle mit Dir.

    Weiterhin kenne ich eine Frau, die ein Leben lang darunter litt, dass ihre Mutter nur Jungs mochte. Dabei war sie ein Zwilling, ihre Mutter konnte nur ihrem Zwillingsbruder Liebe zeigen. Sie als Mädchen war ungeliebt. Erst im Alter veränderte sich die Haltung der Mutter.

    Wir müssen immer wieder daran denken, dass Mütter und Väter aufgrund ihrer Prägung und aufgrund ihrer unverarbeiteten Konflikte oft nicht das Verhalten an den Tag legen können, welches sich ihre Kinder wünschen.

    Ich hoffe, es gelingt Dir, Deinem Vater vollends zu vergeben...
    Schön zu lesen, dass Du Dich mit Deiner Schwester ausgesprochen hast. Viele Grüße
    Robert :-)