Selbstmörder tun mir so leid

Foto: pixabay.com - vielen Dank an "EvgeniT"
Foto: pixabay.com - vielen Dank an "EvgeniT"

 

Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich extrem melancholische, fast schon depressive Phasen. Ich erinnere mich noch genau an einen Satz, den ich jahrelang immer in meinem Kopf hatte, sobald mich etwas frustrierte oder mich ein Erwachsener stresste: „Ich wünschte, ich wäre tot!“ 

 

Damals war mir die Bedeutung dieser Aussage nicht wirklich bewusst. Glücklicherweise erfüllte sich dieser Wunsch nicht. Ich fühlte mich so allein in meiner Welt – obwohl ich liebevolle Eltern hatte und obwohl mein geliebter Zwillingsbruder immer an meiner Seite war.

 

Viele Jahre später als Erwachsener fiel mir etwas auf: Ich weiß nicht wirklich wieso, aber immer, wenn ich erfahre, dass sich jemand das Leben genommen hat, berührt mich das sehr. Ich finde es so ungeheuer tragisch, dass Menschen diesen Weg wählen, um aus ihrem Drama auszusteigen.

 

Gleichzeitig kann ich nachfühlen, dass diejenigen, die sich für diesen Schritt entscheiden, bestimmt in einer absolut leidvollen Lebenssituation sind - nicht im Stande, die rettende Lösung zu sehen. Außerdem fällt es unter starker Anspannung absolut schwer, einen klaren Gedanken zu fassen.

 

Wenn die Negativspirale von Depression, verurteilenden Gedanken und disharmonischen Emotionen immer stärker und unerträglicher wird, dann scheint der Freitod die „rettende“ Idee zu sein, mit der man alles Belastende schlagartig beenden kann.

 

Selbstmord kann man auch als Trotzreaktion ansehen – ganz nach dem Motto: „Liebes Leben, du brichst mich nicht! Meine Widersacher oder alle, die mich verletzt haben – ich zeig´s euch!“ Ich kann mir aber vorstellen, dass die meisten Leidgeplagten einfach nur tief verzweifelt sind und sich deshalb entscheiden, die physische Welt zu verlassen.

 

Und hier ist auch schon das Problem:

 

 

Der Verstand des Lebensmüden glaubt: „Wenn ich tot bin, ist die Qual vorbei, und ich bin erlöst!“

Wie ist es überhaupt zu dieser Überzeugung gekommen? Wer garantiert uns überhaupt, dass das stimmt?

 

Dieser Gedanke hat die Auffassung „Man lebt nur einmal“ zur Grundlage. Ich persönlich habe das noch nie geglaubt! Ich bin überzeugt, dass Geist und Seele weiterleben, auch wenn man entscheidet, seinen Körper zu töten bzw. die Verbindung von Körper zu Geist und Seele eigenmächtig zu unterbrechen.

 

Es ist auch kein Wunder, wenn heutzutage viele Menschen glauben, dass der Tod das Ende ist. In unserer aufgeklärten Zeit wenden sich immer mehr Menschen von religiösem Gedankengut ab. Statt dessen versuchen philosophische bzw. intellektuelle Denkmodelle die Fragen sinnsuchender Menschen zu beantworten.

 

Jedoch bleiben befriedigende Antworten aus, denn die Philosophie ist überwiegend naturwissenschaftlich geprägt: Der Gedanke, dass Geist und Seele nach dem Tod weiterleben, wird in die Kategorie „Glaube“ einsortiert. Dass es nach dem irdischen Leben weitergeht ist nicht nachweisbar und deshalb haltlos...

 

Menschen, die nicht gläubig oder spirituell sind, bekommen spätestens bei den Themen „lebensbedrohliche Erkrankungen“ oder „Schicksalsschläge mit Todesfolge bei geliebten Menschen“ große Schwierigkeiten. Die Konfrontation mit der Sterblichkeit und der eigenen Endlichkeit macht Angst und wird verständlicherweise so lange wie möglich verdrängt. Über das Sterben zu reden ist einfach unangenehm und wird weitgehend hinausgezögert. Vielleicht sind das die Gründe für die Tabuisierung von Tod und Sterblichkeit in unserer Gesellschaft – Hilflosigkeit und Ohnmacht…

 

 

Hilflosigkeit und Ohnmacht erleben auch die Angehörigen eines Selbstmörders.

Ein Schüler, der sich das Leben nimmt, die depressive Oma, die sich im Speicher erhängt oder ein lebensmüder Familienvater, der mit seiner Entscheidung nicht nur Ehefrau und Kinder schockt... Es ist eine ungeheure Belastung für alle, wenn ein Selbstmordversuch gelingt.

 

Viele versuchen diese Tatsache, soweit es geht, totzuschweigen, Scham und der Gedanke, versagt zu haben, spielen dabei wohl eine Rolle. Ich glaube, dass so ein Vorfall niemanden kalt lässt, aber warum ist das so?

 

Ist es der Schockzustand, in den man gerät, wenn man erfährt, dass ein Familienmitglied, ein Freund oder Bekannter seinem Leben ein Ende gesetzt hat? Man kann als Betroffener nichts gegen die Entscheidung eines Schwermütigen tun – sie zu akzeptieren fällt schwer.

 

Vielleicht aber reagiert man auch deshalb mit Fassungslosigkeit, weil jeder „normale“ Mensch in seinem tiefsten Inneren ahnt, dass die Wahl des Freitods unangenehme Konsequenzen für die Seele nach sich zieht…

 

Aber noch einmal zurück: Was ist, wenn das Leben nicht mit dem Tod endet? Stellen wir uns einmal vor: Der verzweifelte Mensch entscheidet aus freien Stücken, sich umzubringen – es gelingt, und danach stellt er erstaunt fest: „Ich bin noch da! Ich existiere immer noch!“

 

Schon öfter habe ich mir die Frage gestellt:

 

 

„In welche Welt kommt die Seele des Selbstmörders?“

Sie kommt sicherlich in eine andere Welt als die Seelen der Menschen, die eines natürlichen Todes sterben…

 

Vor vielen Jahren bekam ich das Buch eines Autors in die Hände, der alle Vorträge Rudolf Steiners – des Begründers der Walddorfschulen - zum Thema: „Was passiert nach dem Tod“ zusammenfasste. Rudolf Steiner lebte bis in die 1920er Jahre und wurde als Seher oder Hellsichtiger bezeichnet, er war in der Lage, sich meditativ so zu versenken, dass er zu fast jeder Frage, die ihm die Menschen stellten, genaue Antworten geben konnte.

 

Anthroposophie gilt als eine spirituelle Weltanschauung – sie ist umstritten, und Bücher dazu findet man im Buchhandel im Esoterik-Regal. Mit 19 Jahren stieß ich zum ersten Mal auf antroposophische Schriften, und ich muss sagen: Damals haben mich die Aussagen von Rudolf Steiner „aufgeweckt“. Sie halfen mir, das Leben und den Sinn unseres menschlichen Daseins besser zu verstehen…

 

Zum Thema Suizid findet man Aussagen wie: „Auf den Selbstmörder wartet eines der härtesten Schicksale. Die Seele muss ungeheures Leid ertragen…“ Ist diese Anmerkung aber nur eine Ermahnung? Eine Art „erhobener Zeigefinger“, damit jemand nicht diese Wahl trifft? In vielen Religionen gilt Selbstmord als Todsünde…

 

Aber warum ist die Welt, in die die Seele des Lebensüberdrüssigen kommt, nicht angenehm? Es wird in den Zusammenfassungen von Rudolf Steiner wie folgt begründet:

 

Der Mensch, der gerade auf abruptem und künstlichem Wege seinen Körper verlassen musste, entledigt sich damit nicht automatisch seiner leidvollen Gefühle, unbefriedigten Wünsche oder Begierden. Alle ungelösten Themen, die z. B. körperliches Leid hervorriefen, bleiben in der Seele spürbar.

 

In der Seelenwelt angekommen erkennt der Selbstmörder, dass er „die Schnur“ zu seinem Körper für immer durchtrennt hat. Gleichzeitig bekommt er eine ungeheure Sehnsucht nach seinem Körper – diesen Zustand beschreibt Rudolf Steiner als starken Durst. Man kann es sich so vorstellen: Das Glas Wasser befindet sich direkt vor einem, aber es ist unmöglich, es zu erreichen und daraus zu trinken - ein für die Seele absolut leidensvoller Zustand (Die Frage ist, wie lange muss dieser ausgehalten werden?)

 

 

Der Seele des Selbstmörders wird schlagartig bewusst, dass sie nur mit ihrem Leib die Macht hatte, in der physischen Welt Veränderungen zu vollziehen…

Der physische Körper ist aber bedauerlicherweise unbrauchbar geworden. Die Möglichkeit umzukehren ist unerreichbar, und so entsteht in der Seele das Gefühl eines starken Brennens. Ein Brennen, welches nicht ohne Weiteres aus eigener Kraft des Betroffenen gelöscht werden kann...

 

Man kann logisch kombinieren (wenn auch nicht beweisen), weshalb die Seelenwelt, in der die Seele nach einem Suizid gelangt, nicht behaglich und friedenbringend sein kann. Du hast sicher schon einmal von den Resonanzgesetzen gehört: „Wie unten, so oben, wie innen, so außen“ usw.

 

Nach dem Prinzip der Resonanz ziehst Du im Außen solche Menschen und Situationen an, die Dir etwas über Dein Innerstes verraten – sie spiegeln Dir verborgene und unbewusste Anteile. Übersiehst Du Deine innere Disharmonie, triffst Du Leute, die disharmonisch sind. Kritisierst Du Dich in Gedanken regelmäßig, ohne dass es Dir vielleicht bewusst ist, kommen Personen in Dein Leben, die Dich ständig kritisieren.

 

Genauso ziehst Du aufgrund Deiner Resonanz Ereignisse in Dein Leben, die Anlass zur Selbstkritik geben, wenn Du z. B. als Kind ständig getadelt wurdest. Dann ist es kein Wunder, wenn Du mit der Zeit selbst glaubst, alles falsch zu machen / nicht richtig zu sein…

 

Widerfährt Dir mit Deinen Mitmenschen etwas Gutes, ist das Ausdruck Deiner inneren Harmonie, Deines Wohlwollens oder Deiner Hilfsbereitschaft. Zusätzlich gibt es noch das Gesetz des Karmas, welches ebenfalls mit Resonanz zu tun hat:

 

Wenn Du z. B. eine wohlwollende und vertrauensvolle Haltung gegenüber Deinen Mitmenschen hast, Liebevolles aussendest und Gutes tust, wird das Ausgesendete früher oder später wieder zu Dir zurückkommen. Sicherlich ist Dir die Volksweisheit vertraut: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus…“

 

Diese Prinzipien hast Du bestimmt schon in Deinem privaten und beruflichen Alltag erfahren, selbst wenn Du nicht an Wiedergeburt und Karma glaubst.

 

Derjenige, der seinem Leben ein Ende bereitet hat, befand sich vorher meist in einem desaströsen und absolut disharmonischen Zustand. Wieso sollte er dann nach seinem Ableben in eine Welt kommen, die besser ist als seine vorherige? Ich meine, er kommt in ein Reich, der seiner aktuellen Resonanz entspricht...

 

 

Ich persönlich ahne, dass die Freitodseele auf der anderen Seite keine Erlösung erlebt.

An welchen Merkmalen kann man das festmachen? Man fühlt es! Dazu muss ich ein Beispiel aus meinen Kursen geben: In einem Seminar ging es darum, Manipulationen zu lösen. Wir saßen in der Runde – ich erläuterte gerade einige Tipps – auf einmal bekam ich Gänsehaut, die anderen Kursteilnehmer fröstelten schlagartig zur gleichen Zeit, obwohl die Heizungen auf höchste Stufe geschaltet waren.

 

Eine sehr sympathische junge Teilnehmerin vor mir (hellsichtig, ich wusste von ihr, dass sie die Fähigkeit besitzt, Verstorbene zu sehen), riss in diesem Moment plötzlich die Augen auf. Diesen Blick kannte ich. „Nimmst Du jemanden wahr?“ fragte ich. Sie nickte.

 

Die Energie im Raum war gruselig, einer Seminarteilnehmerin wurde übel. Ich wusste, eine Seele war präsent. Ich testete aus, zu wem sie gehörte. Die betroffene Teilnehmerin, die mir schon vor dem Kurs mitgeteilt hatte, dass sie immer wieder von Manipulationen irritiert wird, sagte:

 

„Ich glaube, es ist mein Bruder – er hat sich vor zehn Jahren umgebracht…“ Der Armlängentest bestätigte dies. Wir durften dieser Seele Heilfrequenzen überreichen und sprachen ein Gebet, danach kehrte wieder Frieden ein – die Raumatmosphäre war wieder in Ordnung.

 

Es gibt Verstorbene, die Verbliebenen einen Besuch abstatten und eine sanfte, gütige, liebevolle Energie haben – das ist zu fühlen, niemand erschreckt sich. Jedes Mal, wenn eine Freitodseele auf sich aufmerksam machen wollte, wurde es in der Regel unangenehm – das war meine bisherige Erfahrung. Aber was will ich damit sagen? Ich will diese Seelen auf keinen Fall negieren.

 

Eine Kerze anzuzünden kann heilsam sein.... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Brahmsee")
Eine Kerze anzuzünden kann heilsam sein.... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Brahmsee")

Die Seelen von Selbstmördern brauchen unser Mitgefühl und, wenn es erlaubt ist, unsere Hilfestellung.

Ich möchte nicht wissen, wie viele in irgendwelchen Zwischenwelten festhängen, wie viele Familiensysteme durch so einen Vorfall aus dem Lot gekommen sind und wie viele Seelen leiden müssen, weil sie diese Wahl getroffen haben.

 

In einem anderen Buch, welches von Klinikpatienten berichtete, die während einer Operation ein Nahtoderlebnis hatten, las ich einmal den Bericht eines jungen Mannes, der sich mit Tabletten hatte umbringen wollen. Es gelang ihm nicht, denn er wurde rechtzeitig entdeckt und im Krankenhaus reanimiert. Während die Ärzte um sein Leben kämpften, beobachtete er, wie er seinen Körper verließ. Laut Aussagen des Klinikpersonals setzte sein Herz über eine Minute aus. Nachdem die Reanimierung geglückt war, konnte er sich an die Ereignisse in der jenseitigen Welt noch gut erinnern, weil er sie als grausam empfunden hatte.

 

Menschen hingegen, die unfreiwillig eine außerkörperliche Erfahrung im Jenseits machten, berichten immer von einem Tunnel, an dessen Ende ein schönes, wärmendes Licht und ein starkes Gefühl von bedingungsloser Liebe zu spüren war… Dieses Phänomen tauchte jedoch nicht bei dem jungen Mann auf, der nicht mehr leben wollte!

 

Nachdem die Reanimation gelungen war, berichtete er, dass er heilfroh wäre, wieder am Leben zu sein. Er hatte den Schreck seines Lebens bekommen, indem er sich in einer dunklen Welt mit angsteinflößenden Fratzen und monsterartigen Wesenheiten, die an ihm zerrten, wiederfand. Eigentlich wollte er nur schnell wieder flüchten, doch es gelang ihm nicht. Um ihn herum befanden sich klebrige Massen, ekelhafte, unsympathische Farbspiele – solange bis die Ärzte ihn zurückholen konnten.

 

Wer waren wohl diese unansehnlichen Wesen?

 

Sorry! Aber dieses Bild musste sein... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Das Wortgewand")
Sorry! Aber dieses Bild musste sein... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Das Wortgewand")

Leid im Familiensystem…

Wer sich mit Familienaufstellungen auskennt weiß, dass es „nicht gesund“ für eine Familie ist, wenn die Tatsache, dass jemand den Freitod wählte, tabuisiert wird. Es kann passieren, dass Generationen später das Thema wieder zum Vorschein kommt. Mancher Familienzuwachs kann mit diesem verschwiegenen Familienmitglied solidarisiert sein. Dass da im Familiensystem etwas nicht gelöst und befriedet ist, kann sich an psychischen Problemen oder anderen körperlichen Symptomen der Nachkommen zeigen…

 

Ich empfehle Menschen, die an Depressionen leiden und massive Schwierigkeiten haben, Freude zu leben, checken zu lassen, ob sie nicht mit einem Familienmitglied aus der mütterlichen oder väterlichen Ahnenlinie verbunden sind, das Selbstmord begangen hat. Mit dem Armlängentest kann man so etwas entlarven…

 

Deshalb möchte ich auch allen innerwise Therapeuten raten, genau hinzuhören! Erzählt Dir jemand in einer Behandlung etwas von seinen momentanen Symptomen und erwähnt beiläufig, dass sich jemand aus seiner Familie selbst getötet hat, dann beachte diese Seele und teste nach! Man kann fragen:

 

  • „Ist es wichtig, diese Seele zu beachten?“
  • „Darf ich etwas für die Freitodseele tun? Ist es mir erlaubt, hier einzugreifen und Heilkarten zu überreichen?“ Kommt ein Ja, dann erspüre, wer etwas braucht! Es könnte dann weiter geforscht werden:
  • "Wo muss meine Aufmerksamkeit als Erstes hin? Zum Klienten? Zur Seele?“
  • „Benötigen beteiligte Familienmitglieder etwas?“ (Denn sie könnten durch den Selbstmord aus der Bahn geworfen worden sein, manche könnten sich z. B. in einer Starre befinden…
  • "Ist es zum höchsten Wohl aller Beteiligten für die Seele ein Gebet zu sprechen?"

 

Selbst, wenn Du Dich nicht mit innerwise auskennst oder keine Heilkarten benutzt, ein positiver, wohlwollender, liebevoller Gedanke oder ein kurzes Gebet / eine Fürbitte für die Freitodseele oder das Anzünden einer Kerze dürften etwas auf der anderen Seite bewirken!

 

Natürlich sind die Lebenden nicht diejenigen, die hier etwas gerade biegen müssen, es steht vielleicht gar nicht in ihrer Verantwortung (deshalb kinesiologisch austesten!). Es gibt Therapeuten oder medial Begabte, die Erfahrung mit Seelen aller Art haben und dabei helfen können, dass Entspannung und Heilung im Familiensystem einkehrt:

 

Immer wenn ich in einer Behandlung nicht sicher bin, was zu tun ist, erinnere ich mich daran: Das Göttliche oder das Universum mit seinen geistigen Helfern weiß, ob, wann und wem Hilfe zuteil werden darf und was die Freitodseelen brauchen. Sie wissen auch, wie lange jemand in einer Zwischenwelt bleiben muss… Ich glaube an die biblische Aussage: „Keine Seele ist verloren…“

 

Fällt Dir gerade jemand ein, der sich umgebracht hat, dann kannst Du um Heil und Segen für diese Seele bitten. Du kannst Gott oder geistige Helfer (beispielsweise die Erzengel) um Unterstützung bitten, damit die Entwicklung für die Seele auf der anderen Seite weitergehen kann.

 

Sobald ich von jemandem höre, der den Freitod gewählt hat, bitte ich um Licht und Heil für ihn. Wer weiß? Vielleicht wird durch mein Zutun die Seele auf eine höhere Ebene gehoben. Oder es erscheinen göttliche Wesenheiten, die die Seele aus der Zwischenwelt entlassen und aus der Dunkelheit geleiten? So erfahren nicht nur Lebende Heilung, sondern auch die Verstorbenen…

 

 

Für mich gibt es göttliche Helfer.... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Marisa04")
Für mich gibt es göttliche Helfer.... (Foto: pixabay.com - vielen Dank an "Marisa04")

Ich möchte noch einige Infos von Rudolf Steiner zum Thema: „Was passiert mit Seelen nach dem Tod?“ erwähnen:

Im Jenseits soll alles umgekehrt sein: Nach dem Ableben ist das, was früher zu Lebzeiten in Deinem Inneren war, nun außen - im negativen Falle sind Deine Ängste, Deine Emotionen wie Wut, Verachtung, Verzweiflung, Hass, Begierden, Süchte usw. – alles, was Du in Dir getragen hast, außerhalb von Dir, um Dich herum. Hingegen befinden sich die Menschen Deines Lebens, die Natur, die Bäume, Pflanzen – die ganze Außenwelt nun in Deiner Seele.

 

Weil Du Deinen Körper einschließlich des trennenden Verstands abgelegt hat, fühlst Du als Seele die Verbundenheit mit der Natur, mit allen Menschen - ja mit dem gesamten Universum in Deinem Inneren. So wird Dir auch gewahr, ob Du jemanden verletzt hast oder auch z. B. die Umwelt mit ihren Pflanzen, Flüssen und Gesteinen geschädigt hast durch Dein Verhalten. Du fühlst das Leid der Natur, die von Dir schlecht behandelt wurde. Du nimmst in Dir den Schmerz derer wahr, die Du lieblos behandelt bzw. denen Du etwas angetan hast…

 

Ebenfalls nimmst Du alles Gute wahr. Rudolf Steiner berichtet auch von den „Hütern des Karmas“ – göttliche Instanzen, die dem Menschen im Jenseits aufzeigen, welchen Sinn das Leben hatte und weshalb es wichtig war, gelebt zu haben. Wer vielleicht zu Lebzeiten gedacht hatte: „Ich und mein Leben sind unwichtig!“, dem wird bei seiner Ankunft im Jenseits von den geistigen Helfern gezeigt, welche bedeutende Rolle er für das gesamte Universum gespielt hat.

 

Die Seele erkennt, welche positiven Folgen ihre guten Taten hatten und welche negative Aktivitäten Leid in ihrer Umwelt hervorgerufen haben… Das Ganze passiert auf liebevolle und wohlwollende Weise, es gibt keinen - wie Religionen uns weiszumachen versuchten - richtenden und strafenden Gott…

 

Der Verstorbene erkennt selbst, was er zu Lebzeiten getan hat, auch das, was verpasst wurde. Aus innerer Einsicht entsteht das starke Bedürfnis, z. B. Verfehlungen wieder gut zu machen. Aber wann soll das passieren? Es funktioniert nur, wenn wir in unseren Köpfen die Theorie der Wiedergeburt erlauben…

 

 

Zurück zum Menschen, der seinem Leben ein Ende setzte und laut anthroposophischer Sichtweise in einer Zwischenwelt landet:

Ist nun das Innere außen, dann „sieht“ die Seele alles, was sie zu Lebzeiten mit sich geschleppt hat: Belastende Gefühle, destruktive Gedanken und Disharmonie. Laut Anthroposophie sind das Wesenheiten – Wesen in unterschiedlicher Gestalt und je nach Intensität unterschiedlich groß und stark. Auch bei innerwise verwendet man das Wort „Wesen“. Beispielsweise kann man ein Haus oder eine Wohnung als Lebewesen betrachten, das wie ein Mensch denkt, fühlt und leidet... Genauso auch sind Liebe, Freude, Vertrauen, Hoffnung usw. Wesenheiten.

 

Hat der junge Mann, der nach seinem Selbstmordversuch wieder zurückgeholt wurde, im Jenseits einfach nur seine „Stress-Wesenheiten“ gesehen? Alles, was an Spannungen in ihm vorhanden war, wurde im Außen für ihn sichtbar…

 

Ich kann mir das gut vorstellen! Und je nachdem, wie stark sein inneres Leid war, ließen ihm die Wesenheiten keine Ruhe und zerrten an ihm. Die Sehnsucht nach Erlösung wird nach dem Freitod auf der anderen Seite nicht gestillt. Das dürfte eigentlich für die Selbstmordseele schockierend sein...

 

Sollte es stimmen, dass sich ein Suizidkandidat in eine unangenehme Welt manövriert – eine Welt, die voller Wesen ist, die er sich selbst geschaffen hat (z. B. durch Destruktivität im Denken und Fühlen) – zumindest könnte der Glaube, dass es so ist, die Motivation fördern, seine Themen und Probleme zu Lebzeiten zu klären. Je mehr und je eher desto besser…

 

Der junge Mann, der sich mit Tabletten umbringen wollte und von den Ärzten reanimiert wurde, war heilfroh, am Leben geblieben zu sein. Er änderte sich und seine Art zu denken und wusste ab diesem Erlebnis, dass sein Leben ein kostbares Geschenk ist…

 

Was denkst Du über Selbstmörder? Oder wer hat sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, was nach dem Tod passiert? Ich persönlich finde es wichtig, besonders wenn man Angst vor dem Sterben hat, sich mit dem Thema Reinkarnation und Karma zu beschäftigen. MIr hat das sehr geholfen, ich konnte dadurch meine Ängste abbauen…

 

Möglicherweise liest hier jemand mit, der schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat (oder spielt), die Welt durch eigenes Zutun wieder zu verlassen? Mach´s nicht! Ich wünsche Dir sehr, dass Du beginnst zu glauben, dass sich für jedes Problem eine Lösung auftut. Lass Dir helfen, Du musst nicht alles alleine schaffen!

 

Ich hoffe so sehr, dass immer mehr Menschen – unabhängig davon, welches Leid sie durchleben - den Gedanken an Selbstmord fallen lassen.

 

Denn jeder Selbstmord ist ein Missverständnis! Man tötet seinen phyischen Körper, aber niemals sein Selbst…

 

 

 

Hat Dich dieser Artikel angesprochen? Ich freue mich, wenn Du ihn teilst.

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Kommentare: 28
  • #1

    Ute (Montag, 05 März 2018 21:48)

    Lieber Robert,
    Danke für deinen sehr tief gehenden Artikel. Ich möchte gerne noch ergänzen: es muss kein vollendeter Selbstmord sein, es reicht schon der Wunsch, um das Familiensystem nachhaltig zu stören. Ich habe viele Jahre eine Schwere gespürt, von der ich dachte, sie gehört irgendwie nicht zu mir. Meine Tante hatte mir mal erzählt, als Kind hätte ich immer wieder eine Schallplatte gehört und jämmerlich geweint. Über den Text des Liedes bin ich auf meine Oma gekommen, der 2. Weltkrieg, sie jung verheiratet, meine Mutter ein Baby, ihr Mann im Krieg. Die Ungewissheit ob er zurückkommt - so hatte sie sich ihre Ehe nicht vorgestellt. Der Ausweg: mit dem Baby ins Wasser. Sie hat es nicht ausgeführt, aber der Wunsch war wohl sehr stark.
    Ich durfte meiner Oma Heilkarten geben - und meine Schwere war weg.
    Liebe Grüße
    Ute

  • #2

    Klaus (Dienstag, 06 März 2018 10:32)

    Lieber Robert. Wie immer habe ich heute mit großem Ineresse deinen Beitrag gelesen. Was für eine Überraschung! Ich habe sozusagen 30 Jahre lang Rudolf Steiner gelesen... und gelebt muß ich sagen. Daran hat sich eigentlich nichts geändert, nur dass Innerwise mir zur Theorie, den Zugang zu den Dingen gegeben hat. Über den Gang der Seele nach dem Tod nach zu denken und fühlen wäre, wie du sagst, für jeden Menschen sehr wichtig. Es wirkt irgendwie beruhigend, wenn man die Gewissheit hat, dass es eine spirituelle Ordnung gibt die wir Karma nennen. Die nichts Strafendes in sich hat, sondern die Chance, Dinge zu verstehen und besser zu machen. Auch der Reinkarnationsgedanke lehrt uns, dass das Leben unendlich ist und jeder, ohne Ausnahme kann und wird zur Vollendung kommen. Danke für deinen Beitrag zum Suizid. Sehr schwieriges Thema. Jeder der diesen Gedanken in sich hat, glaubt diesen Gedanken selbst zu denken, aber dem ist nicht so. Sein Lebenswandel hat bewirkt dass jemand Anderes diese Gedanken in ihm denkt, nur weiß es der Betreffende nicht. Niemand würde von sich aus, seinem Leben auf Erden freiwillig ein Ende setzen. Deshalb ist es gerade in unserer Zeit sehr wichtig den Focus auf das Gute und Schöne zu richten und das weniger schöne zur Kenntnis zu nehmen ohne uns damit zu identifizieren.
    Danke dir nochmals für deine Beiträge.

  • #3

    Conny (Dienstag, 06 März 2018 10:52)

    Lieber Robert,
    ich möchte Dir wieder einmal danken für Deinen so zu Herzen gehenden Artikel zu diesem Thema, welches wirklich nur unter vorgehaltener Hand angesprochen wird, wenn überhaupt. Ich bewundere Deine Art zu schreiben und Dinge tiefgründig und bildreich zu erklären. Das hilft zu verstehen, wenn man sich erst neu in dem Bereich der Seelen versucht zurecht zu finden. Obwohl Selbstmord nicht mein Thema ist, bin ich im Verwandtenkreis auch damit konfrontiert. Die Person hat es schon mehrfach versucht und man hat das Gefühl, sie möchte damit Aufmerksamkeit erlangen.
    Ja man empfindet Mitleid, aber bringt es demjenigen etwas, wenn man mit leidet? Ich würde so gerne von meinem Optimismus und Lebensmut abgeben, jedoch ist es schwer an jemanden heranzukommen, der keinen Sinn in seinem Leben sieht.
    Ich danke Dir, liebe Seele Robert ;-)
    HG Conny

  • #4

    Tina (Mittwoch, 07 März 2018 14:53)

    Lieber Robert,
    den Artikel finde ich sehr interessant. Was ich über Selbstmörder denke, ist aber ein bisschen anders.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es immer so einen Unterschied zum natürlichen Tod gibt. Wenn jemand unter schweren Depressionen leidet und sich umbringt, stirbt er streng genommen an einer Krankheit.
    Oder wenn jemand unerträgliche Schmerzen hat und deshalb wünscht zu sterben. Es ist dann einfach manchmal leichter, wenn die Krankheit einen zu starken Leidensdruck mit sich bringt. Im Altersheim wollen viele Menschen sterben und warten darauf, weil man sie wiederum nicht lässt.
    Bestimmt versuchen es einige leichtfertig, sich umzubringen, andere aber auch aus Gründen nach reichlicher Überlegung. Ich glaube nicht, dass es solchen Menschen danach als Seelen noch schlechter geht, wenn sie es reiflich überlegt haben.
    Zumal ich finde, dass sich auch Süchtige mitunter auf Raten selbst töten. Wenn sie an Drogen sterben, bleiben da bestimmt auch sehr geplagte Seelen zurück.
    Fazit: Meiner Meinung nach kommt es drauf an, was die Seele vor dem Tod erlebt hat und ob es bei einem Selbstmord nur um die "Tat" geht.
    Liebe Grüße
    Tina

  • #5

    Seelenforscher.eu (Mittwoch, 07 März 2018 23:23)

    Liebe Ute, lieber Klaus, liebe Conny, liebe Tina!
    Ich danke Euch für Eure Ausführungen und Anmerkungen, die ich wichtig für die Leser finde. Zusätzlich habe ich noch einige Statements per Mail bekommen. Das zeigt mir, dass dieses Thema viele beschäftigt (meist, weil nicht wenige aus dem Familien- und Bekannten-/Freundeskreis mit einem Suizid konfrontiert wurden)...

    @Ute: Dankeschön für diesen Hinweis, das kann ich nur bestätigen, ich hatte schon mehrfach Menschen in meiner Praxis, deren Mutter entweder einen Suizidversuch hinter sich hatte oder das Kind versuchte abzutreiben. Das hinterlässt Spuren im Familiensystem (und natürlich beim Kind)! Auf jeden Fall freut mich zu lesen, dass sich durch die Behandlung des Themas mit Heilkarten (sicherlich innerwise?) Deine Schwere verabschiedet hat!

    @ Klaus: Ich freue mich, dass Du meine Beiträge verfolgst, und dass wir eine Gemeinsamkeit haben: Ich habe ungeheuer viele Bücher über die Vorträge von Rudolf Steiner gelesen. Ich bin kein Anthroposoph geworden, aber das, was ich in den Büchern fand, hat mir sehr viel beantwortet + geholfen, hinter "die Kulissen" zu schauen...
    Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gedanke "Ich verlasse die Welt und wähle den Freitod, das ist besser..." oder so ähnlich ein eingeimpfter Gedanke sein kann, den der Betroffene eigentlich nicht selbst begann zu denken...

    @Conny: Ich freu mich zu lesen, dass Dir dieser Artikel ans Herz gegangen ist. Stimmt, viele sprechen darüber tatsächlich nur hinter vorgehaltener Hand, weil es einfach ein schwieriges Thema ist... Durchaus gibt es Menschen, die mit ihrem Selbstmordversuch einfach nur nach Aufmerksamkeit schreien, ich wünsche ihnen, dass sie die Hintergründe ihres Verhaltens ergründen und andere Lösungen finden...
    Ich frage mich gerade, ob man solchen Menschen wirklich helfen kann. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass jeder Mensch für sich und sein Wohlergehen verantwortlich ist und auch die Selbstverantwortung für seine Entscheidungen hat...

    @Tina: Danke für Deine Ansicht. Du sprichst etwas Wichtiges an: Es gibt einen Unterschied zwischen Menschen, die bewusst den Freitod wählen oder solchen, die psychische erkrankt sind und sich z. B. aufgrund tiefster Depression oder vielleicht auch aufgrund eines Wahns das Leben nehmen. Zumindest las ich davon, dass die Seelen, je nachdem, ob Krankheit oder nicht, in unterschiedlichen Seelenebenen landen...
    Das glaube ich auch: Süchtige töten sich auf Raten selbst... Die Droge oder benebelnde Medikamente sind noch ein weiterer Verwirr-Faktor für die Seele (das ist aber ein längeres Thema). Auch die immer wieder geforderte Sterbehilfe zu legalisieren sehe ich persönlich kritisch (aber da lässt sich darüber natürlich streiten)...

    Wahrscheinlich hilft bei diesen Themen einfach nur Mitgefühl und am besten von außen keine Urteile auszusprechen - denn wir stecken nicht im lebensmüden Menschen drin und werden auch sein Innenleben nicht vollends verstehen können...

    Nochmals ein Dankeschön an alle für Eure Gedanken.
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #6

    Conni (Freitag, 16 März 2018 08:25)

    Lieber Robert, gestern habe ich im gerade laufenden Fülle-Onlinekongress ein sehr interessantes Interview zu diesem Thema gehört. Ursula Garo spricht über frühen Tod in Familien und dessen Nichtverarbeitung im Familiensystem. Sie arbeitet mit diesem Thema und dessen Folgen. Früher Tod des Vaters oder Großvaters (früher im Krieg oder in Form von Krankheit oder Unfall), Tod der Großmutter (im Kindbett), Plötzlicher Kindstod etc sind als Traumen zu sehen, die aufgearbeitet werden dürfen, weil man diese (oft gehäuften) Ereignisse aus der Familie als unbewusste Todessehnsucht übernimmt. Aber nicht nur als ausgesprochene Todessehnsucht oder sogar dessen Umsetzung in Selbstmord, sondern auch in Form von starkem Übergewicht zum Beispiel, als gehäufte Unfälle, Ängste, Süchte, sogar riskante Sportarten etc. wird es sichtbar. Alles mögliche "Warnzeichen" des Musters Todessehnsucht. Ich fand diese Sicht sehr bereichernd und wieder bestätigend, wie gut wir mit innerwise nach den wirklichen Ursachen forschen können.

  • #7

    Conni (Freitag, 16 März 2018 08:29)

    Noch ein kurzer Nachtrag: auch Fehlgeburten können unter diesem Aspekt angeschaut werden. Gibt es gehäufte frühe Todesfälle in der Familie bzw bei nahestehenden Personen....

  • #8

    Seelenforscher.eu (Freitag, 16 März 2018 10:32)

    Liebe Conni,
    ich danke Dir für Deine super wertvollen Kommentare! Dass sich unterschiedliche Todesfälle (auch Fehlgeburten) in der Familie, die einfach nicht aufgearbeitet, sondern verdrängt wurden als "Todessehnsucht" ausdrücken, ist einfach wichtig, im Hinterkopf zu haben (als Therapeut, Coach oder Berater)! Genau mit dem Coachingsystem innerwise können wir so einiges harmonisieren. Ich werde mal nach Ursula Garo googlen. Nochmals Dankeschön und viele Grüße
    Robert :)

  • #9

    Dorothee (Freitag, 01 Juni 2018 20:32)

    Lieber Robert,
    eben las ich den Artikel und weil mir so viele Gedanken durch den Kopf gehen, schreibe ich auch einige auf.Deinen letzten Satz fand ich sehr wichtig.Es gibt keinen Selbstmord, weil wir unser Selbst gar nicht ermorden können. Ich persönlich achte darauf, dieses Wort nicht mehr zu gebrauchen.

    Was wäre, wenn sich die Seele vor ihrer Inkarnation für diese Erfahrung entschieden hat?
    Oder auch die Beteiligten ihre tiefen heftigen Erfahrungen machen sollen.Sind wir nicht gekommen, um Erfahrungen zu machen?
    Wenn jemand freiwillig hier das Leben beenden möchte, löst das ja meist enorme Wellen aus,Prozesse, die gemacht werden oder auch nicht.
    Haben wir selbst entschieden, wieder auf diese Erde geboren zu werden und in welche Ahnenlinie,dürfen wir auch selbst entscheiden, wann wir wieder gehen?
    Ist jemand dann mit dunklen Dämonen umgeben, weil er sich hier überfordert gefühlt hat?
    Hat das kollektive Bewusstsein diese Räume erschaffen?
    Bei dem geschilderten jungen Mann mit den Tabletten haben die dunklen Gestalten ihn dazu gebracht, sich wieder dem Leben zu stellen.
    Was ist, wenn Instanzen der unverkörperten Welt immer mitentscheiden, ob jemand durch das Tor des Todes zurückkommen kann oder eben noch nicht?
    Wir leben in einem Zeitenwandel, wer weiß, ob es auf der anderen Seite nicht auch so ist.Gibt es die dunklen astralen Räume noch? Wie ist das mit Raum und Zeit?

    Ich könnte noch viele Fragen formulieren.Ich spüre nur, daß alles viel,viel weiter,höher und tiefer ist, als ich es erfassen kann.

    Achtsamkeit,Heilung, Mitgefühl,Unterstützung und weg von Bewertungen.
    Danke für den Artikel.
    Herzlich Grüße Dorothee





  • #10

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 03 Juni 2018 21:17)

    Hallo Dorothee,
    vielen Dank für Deine Anregungen :)
    ich vermute, dass sich jede Seele schon einmal die Erfahrung eines Freitodes ausgesucht hat... und durchaus scheint jemand, der sich umbringt, die Erfahrung machen zu wollen, sonst würde es ja sicherlich nicht passieren.

    Auf jeden Fall bleiben bei diesem sensiblen Thema viele Fragen offen (besonders bei den Verbliebenen...) Mein persönliches Gefühl sagt mir nur, wie ich im Artikel schon angedeutet habe, dass sein Leben beenden zu wollen, eine fragwürdige Lösung ist, um von seinen Problemen befreit zu sein. Trotzdem verstehe ich es, dass dieser Gedanke bzw. dieser Akt in der tiefsten Verzweiflung von Menschen erwogen wird...

    Du hast so Recht mit Deinen abschließenden Worten: "Achtsamkeit,Heilung, Mitgefühl,Unterstützung und weg von Bewertungen..." - das braucht es wirklich!
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #11

    Renate (Donnerstag, 02 August 2018 17:11)

    Lieber Robert,
    mein Sohn hat auch sich im Januar das Leben genommen, er hat an schwersten Depressionen gelitten, war einer psychischen Belastungssituation ausgesetzt. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass seine Seele keine Ruhe findet, ist für mich sehr belastend. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass solch kranke Menschen nicht ins Licht gehen
    Grüße Renate

  • #12

    Seelenforscher.eu (Donnerstag, 02 August 2018 18:33)

    Hallo liebe Renate,
    es heißt in religiösen Schriften immer: "Keine Seele ist verloren..." - das glaube auch ich ganz fest. Du kannst bestimmt etwas für die Seele Deines Sohnes tun:

    Bitte das Göttliche und seine geistigen Helfer, Deinen Sohn auf seinem Weg ins Licht zu unterstützen. Du kannst dafür beten, dass seine Seele auf der anderen Seite alles bekommt, was er noch braucht, dass ihm Hilfe zuteil wird. Genauso auch, dass ihm alles erklärt wird, was er noch wissen möchte, und dass er an seinen richtigen Platz geleitet / begleitet wird..."

    Ergänze noch mit dem, von dem Du meinst, Dein Sohn bräuchte es. Manchmal findet man nicht die richtigen Worte, dann empfehle ich, es kurz zu halten:

    "Ich bitte für die Seele von... um Heilung, Licht und Segen... Liebe Engel des Jenseits, bitte führt die Seele von... ins Licht!" oder so ähnlich. (Verwende die Worte, die Dir sympathisch sind...)

    Die Gebete der Verbliebenen können sehr wichtig für die Verstorbenen sein. Deshalb vertraue darauf, dass Du durch Deine Fürbitte, Deinen Sohn unterstützt und mit dazu beiträgst, dass seine Seele (auch im Jenseits) Heilung erfahren kann.

    Du kannst das als Ritual gestalten: Wähle eine weiße Kerze für Deinen Sohn aus, stelle sie in der Wohnung an einen Platz von dem Du meinst, er würde ihm gefallen. Oder Du platzierst die Kerze neben sein Foto. Eventuell möchtest Du noch etwas Symbolisches dazu stellen (eine Figur, z. B. ein Herz, einen Engel oder einen Heilstein usw.).

    Zünde für einige Tage diese Kerze an und spreche das Gebet. Vermittle danach Deinem Sohn noch alles, was Du ihm gerne gesagt hättest. (Das dürfte auch heilsam für Dich sein...)

    Wie gesagt, vertraue darauf, dass Deine Bitte von göttlichen Instanzen erhört wird. Ich glaube auch, dass die Seelen auf der anderen Seite irgendwie wahrnehmen, wer ihnen geholfen hat.

    Viele Grüße
    Robert :)

  • #13

    Renate (Freitag, 03 August 2018 12:51)

    Lieber Robert,
    ich danke dir sehr für deine tröstenden Worte.
    Ich habe fast jeden Tag ein Licht vor seinem
    Bild aufgestellt. Ich werde jetzt jeden Tag ein
    Gebet sprechen und mein Ritual danach gestalten.
    Danke !
    liebe Grüße Renate

  • #14

    katarzyna (Dienstag, 21 August 2018 16:07)

    hallo ein mensch der mir alles in meinen Leben bedeuted hat ,
    hat sich vor 2 Wochen das Leben genomen,er hat an sehr schweren Depressionen gelitten ,erhat kein sinn in Leben mehr gesehen,er hat gekämpft bis zum letzten tag mit seine Krankheit,er hat so viel geweint,man könnte in seine näher so leere spüren, er hat uns alle mit fragen gelassen und mit schmerz was kaum zu heilien ist
    er hat sich aber für so ein weg entschieden und wir müssen ihn weiter unterstuzen ,weil er hat sich nicht dasLeben genommen weil er nicht Leben wollte sondern die Krankheit hat Ihn dazu gebracht...deswegen ich bin mir sicher das so eine Seele erlösung bekommt,so eine Seele hat so viel Leid und so viel schmerzen erlitten ,ich hoffe nur das wir uns irgendwann wieder sehen

  • #15

    Seelenforscher.eu (Mittwoch, 29 August 2018 18:12)

    Hallo liebe Katarzyna,
    mein Mitgefühl! Wenn Du an Gott oder an Engel glaubst, dann empfehle ich Dir: Bitte für seine Seele um Unterstützung und Erlösung. Ich habe von medial begabten Menschen gehört, dass die göttliche Gnade und die Gebete von Menschen diesen Seelen helfen können. Deshalb bitte ich immer um Heil, Licht und Segen, sobald ich mitbekomme, dass sich jemand umgebracht hat.
    Ich wünsche Dir, dass Du Deine Trauer mit der Zeit transformieren und diese Erfahrung und seine Entscheidung - so unangenehm sie auch für die Verbliebenen ist - annehmen kannst.
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #16

    Pona (Donnerstag, 13 September 2018 14:41)

    Hallo, danke für Deine Inerentseite. Auch ich habe mich mittlerweile sehr intensiv mit Rudolf Steiner beschäftigt, nachdem sich jemand in meinem sehr nahen Umfeld das Leben genommen hat und ich ihn plötzlich spüre.
    Ich denke jedoch auch wie Katarzyna, dass nicht jeder Mensch, der sich das Leben bzw seinen physischen Körper nahm, unbedingt länger im Kamaloka bleiben muss, als andere.
    Auch muss das, was von dem verstorbenen Anwesenden ausstrahlt nicht gleich negativ sein.

  • #17

    Seelenforscher.eu (Donnerstag, 13 September 2018 15:11)

    Hallo Pona,
    vielen Dank für Deine Zeilen. Ich glaube auch, dass es Ausnahmen geben muss. Alles, was denkbar ist, ist möglich...
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #18

    Anit (Samstag, 29 September 2018 14:05)

    Hallo Robert, wenn man sich aus Ängsten und Panik von einer Lebenskrise die gesamte Existenz betrifft also man vor dem nichts steht, samt Schuldgefühle, Depression und negativen Gedanken und sich dann für den Freitod entscheidet, da man nicht mehr zurück noch vorwärts kann! Würde Gott es verstehen das man nicht mehr kann. Chaos in allen Lebenslagen Finanzen, Beruf und Familie inklusive Freunde. Lg

  • #19

    Seelenforscher.eu (Samstag, 29 September 2018 14:16)

    Ja Anit,
    ich glaube, er würde es verstehen... Und ich bin überzeugt, das Göttliche lässt jedem Menschen die freie Wahl und richtet nicht.
    Dennoch glaube ich, erkennt die Freitodseele auf der anderen Seite, welche Folgen und Konsequenzen die Entscheidung für sich und die Verbliebenen hat...
    Mittlerweile denke ich auch, dass jeder Mensch sich in irgendeiner Inkarnation die Erfahrung aussucht, zu fühlen, wie es ist, wenn man sich das Leben nimmt...
    Viele Grüße
    Robert :)

  • #20

    Heinz (Dienstag, 13 November 2018 08:35)

    Konsequenz in Form einer aktiven Bestrafung, da bin ich sehr sicher, gibt es für Suizid nicht.
    Das sie auf der anderen Seite eine Situation ihrer Resonanz entsprechend vorfinden ist klar, das ist aber immer so.-
    ZB dann, wenn ich zwar natürlich sterbe aber depressiv und todtraurig. Das würde ja bedeuten, daß kosmische Entsprechung bei Suizid sich in Ihrer Amplitude verstärken und das lehne ich ab.
    Der Mensch inkarniert ja auch entsprechend seiner Resonanz.
    (Sollte es Re-Inkarnation geben, so wie es Menschen verstehen). Da bin ich auch noch unsicher.

    An R. Steiner stört mich, daß er in einer Zeit schrieb, in der die Menschheit sehr kirchendurchdrungen waren in Auswirkungen wie Sünde und Strafe. Ich sehe R. Steiner deswegen eher skeptisch.

  • #21

    Seelenforscher.eu (Dienstag, 13 November 2018 12:05)

    Hallo Heinz,
    wir sind gar nicht so weit auseinander :) Vielen Dank für Deine Nachricht. Ich persönlich glaube auch nicht an eine Form der Bestrafung nach dem Suizid. Meine Überzeugung ist: Die Seele erkennt bzw. versteht jedoch auf "der anderen Seite" die Konsequenzen der Entscheidung...

    Ich erwähne zwar hin und wieder Rudolf Steiner, jedoch bin ich kein wirklicher Anhänger der Anthroposophie. Ich war sogar schon einmal in der Schweiz und habe mir das "Goetheanum" in Dornach angeschaut. Für mich war es gruselig, auch die Stimmung an diesem Ort / im Dorf... Ich habe erkannt: Es ist immer entscheidend, was die Menschen bzw. die Anhänger aus den Impulsen / Inspirationen machen...

    Die Anthroposophie liefert jedenfalls Antworten auf viele Fragen, die die Naturwissenschaft einfach nicht beantworten kann. Ich finde, es tun sich neue Blickwinkel auf, selbst wenn alles vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammt.

    Und ja es stimmt, es gibt immer eine "Färbung" der jeweiligen Zeit entsprechend. Rudolf Steiner lebte / wirkte vor knapp 100 Jahren - die Zeit war natürlich eine andere. In seinen Vorträgen betonte er auch immer, dass nichts konserviert werden dürfe und der aktuellen Zeitqualität / des Zeitgeists entsprechend immer wieder neu wahrgenommen werden müsse, weil alles in Veränderung begriffen sei...

    Viele Grüße
    Robert :)

  • #22

    Karl (Dienstag, 20 November 2018 11:43)

    Wenn der Verzweifelte es immer wieder versucht hat,mit Therapien und Gesprächen, immer wieder ganz tief unten liegt und garkeine Verbesserung mit erlebt,wird der Seele,so fühle ich es,Beistand gegeben.

  • #23

    Seelenforscher.eu (Dienstag, 20 November 2018 22:43)

    Hallo Karl,
    ja, das ist durchaus vorstellbar, dass der Seele dann Beistand gewährt wird. Dennoch würde ich versuchen, weiterhin nach Helfern (z. B. Berater, Therapeuten usw.) Ausschau zu halten. Manchmal braucht es bestimmte Methoden und besondere Menschen, die einen hilfreichen Impuls liefern. Und schon kann sich eine leidvolle Situation zum Besseren wenden...
    Viele Grüße
    Robert

  • #24

    Florian Brunner (Montag, 26 November 2018 11:58)

    Hallo! Mit großem Interesse habe ich den Artikel und die Kommentare gelesen. Ich bin sozusagen ein direkt Betroffer, vor rund 20 Jahren hatte ich gleich mehrere Suizidversuche, wobei einer (mit Tabletten) haarscharf war. Ich muss bei diesem Thema ,als selbst Betroffener, eher intuitiv schreiben:

    Ich wurde damals gerettet, weil ich mitten in der Nacht auf einer Eisenbahnbrücke plötzlich eine überirdische Präsenz spürte. Ich stand dort oben in der Absicht, den Zug oder den Abgrund zu wählen. Plötzlich spürte ich ein Wesen neben mir, von einer Sekunde auf die andere kam unbedingter Lebenswille und ich hatte den Satz im Kopf "Du wirst noch Gedichte schreiben". Erst rund 10 Jahre später entstand dann tatsächlich ein erstes Gedicht von mir, von mittlerweile über 50.
    Desweiteren wurde mir damals schlagartig klar, dass sich NICHTS, GAR NICHTS ändern würde, würde ich den Freitod wählen. Ich sah eine neblige Zwischenwelt vor mir, voller Dunkelheit, in welcher ich landen würde.
    Heute weiss ich, dass ich wohl mindestens so lange, wie mein irdisches Leben regulär gedauert hätte, in dieser Zwischenwelt gefangen gewesen wäre.

    Ich schreibe diesen Kommentar aber aus einem anderen Grund: Bitte bedenkt, dass jeder Freitod eigentlich immer einen ganzen Rattenschwanz zur Folge hat. Als Beispiel gab es nach dem Freitod von Robert Enke (Fussball) einen deutlich erkennbaren Anstieg an Suiziden.
    Ein Freitod kann Auswirkungen noch über Jahrzehnte haben, noch bei Enkeln und Ur-Enkeln.

    Und wenn sich dann, ob des schlechten Beispiels, tatsächlich noch wer das Leben nimmt, oder Depressionen bekommt:

    Für solche Seelen ist man dann drüben natürlich mitverantwortlich. Da man ja schlechtes Vorbild war.

  • #25

    Heinz (Donnerstag, 29 November 2018 14:50)

    Hallo Florian,

    Du kannst aber die gestiegene Anzahl an Suizid nicht noch Robert Enke anlasten.
    Wer sagt denn, wenn jemand in den Brunnen fällt, daß ich da auch reinspringen soll ? Die Entscheidung, und auch Verantwortung liegt immer bei mir selbst, egal was ich tue.

    Dann wüßte ich gerne, diese Zwischenwelt, welche Du gesehen hast, hälst Du die für real ?

    Ich glaube an keine strafende Instanz welche auftritt, wenn wir unsere Schule nicht mehr ertragen können.

    Ich kenne auch so einen Fall, ich hätte die Lösung (wahrscheinlich) gefunden, weil ich ein ähnliches Schicksal hatte, er hatte den (irdischen) Tod gwählt.

    Ist ihm das wirklich anzulasten oder wäre es im Rahmen einer liebenden Gottheit nicht wahrscheinlicher, daß er unter ähnlichen Umständen neu inkarniert und einen neuen Versuch starten kann ?

    Mit der Zwischenwelt, welches sich eher anfühlt wie ein eingeklemmt sein, nach dem Motto -dat haste jetz davon- kann ich ehrlicherweise nicht so viel anfangen.

    Gruß
    Heinz

  • #26

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 02 Dezember 2018 22:13)

    Hallo Florian,
    1000 Dank für Deinen Kommentar. So super, dass Du von Deinen Erfahrungen und von Deinem Suizidversuch geschrieben hast! Ganz spontan kann ich dem zustimmen, dass ein Selbstmord tatsächlich einen "Rattenschwanz" zur Folge hat. Ich glaube daran, dass einem Verstorbenen die Verknüpfungen / die Folgen dann - sobald man als Selbstmörder auf die anderen Seite kommt - gezeigt wird. Man sieht die Konsequenzen seiner Handlung.

    Darum finde ich es so wichtig, dass jeder Mensch sich in allen Lebenslagen überlegt: "Welche Folgen haben meine Taten? Was verursache ich durch mein Tun in der Zukunft?"

    Ich wünsche mir sehr, dass Menschen, die in einer Notlage sind von vielen Seiten inspiriert werden, eine Lösung zu finden, und sei ihr Leid auch noch so groß. Wäre schön, wenn es gelingt. Liebe Grüße
    Robert :)

  • #27

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 02 Dezember 2018 22:27)

    Hallo Heinz,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich weiß, dass dieses Thema konträre Diskussionen verursacht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich - das sehe ich auch so.
    Mir ist es gar nicht klar weshalb, aber ich kann es nur mit meinem Gefühl erklären: Mein Innerstes meldet einfach, der Mensch, der sich umbringt, wird auf der jenseitigen Seite von seinem Leid erlöst. Sicherlich hatte er die Freiheit, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und auch ich glaube, dass - falls es einen Gott gibt - er die Tat nicht bestraft, sondern dass die Seele, wie in meinem Kommentar zu Florians Nachricht, die Folgen / Konsequenzen der Handlung aufgezeigt bekommt - mit all ihren Verkettungen und Verknüpfungen...

    Nur stelle ich immer wieder fest, dass in vielen Köpfen der Gedanke, den Freitod zu wählen, als Rettung angesehen wird. (Ich persönliche fühle das eben nicht...) Aber ist diese Tat nicht eher ein: "Das göttliche Geschenk des Lebens lehne ich ab"?

    Fakt ist, wir können nicht beweisen, was tatsächlich passiert. Wir können nur die Schilderungen derer beachten, die z. B. wie Florian einen Selbstmordversuch hinter sich hatten und davor bewahrt wurden. Ich zweifle seine Schilderungen nicht an.

    Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die aufgrund ihres Suizidversuchs ein Nahtoderlebnis hatten. Die Aussagen unterscheiden sich drastisch von den positiven Erzählungen derer, die aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung dem Tode nahe waren...
    Liebe Grüße
    Robert :)

  • #28

    Heinz (Montag, 03 Dezember 2018 08:28)

    Lieber Robert,
    letztlich müssen wir alles anzweifeln, selbst Rudolf Steiner, auch wenn einige Behaupten er vertrete eine Geisteswissenschaft, die es eigentlich nicht gibt, -denn Welten die wir aus der Materie heraus nicht sehen können bleiben uns nunmal verschlossen. Axel Burkart zB sagt ja selbst, daß man dies alles nicht beweisen kann, bezieht sich aber auch Rudolf Steiner, der nichts anderes macht als alle anderen Gläubigen, es nur als Wissenschaft darstellt.
    Insofern muß man alle Nahtoderfahrungen, Engelbeistand anzweifeln (ich bin überzeugt daß es keine Engel gibt), ich habe nach nun langjähriger Beschäftigung damit keine Beweise gefunden, es wird immer nur Glaube bleiben und möglicherweise hat sogar die Schulmedizin Recht, daß es dies alles nicht gibt. Leider lieferte mir das Leben keine anderen Einsichten.

    Gruß
    Heinz