Wer sich Druck macht, ist selber schuld!

Foto: pixabay.com - vielen Dank an Christine Schmidt :)
Foto: pixabay.com - vielen Dank an Christine Schmidt :)

 

Es gibt unzählige Krankheitssymptome, deren eigentliche Ursache emotionaler und mentaler Druck ist – egal, ob vom Leidenden selbst geschaffen oder von seinem Umfeld. Belastende Lebensumstände, unerwartete Vorkommnisse, Konflikte usw. können Auslöser sein und im Inneren viel durcheinander bringen...

 

Nicht selten werden wir von unseren Mitmenschen durch Erwartungen und Forderungen unter Druck gesetzt und leiden darunter (weil wir sie anfangs erfüllen, obwohl es uns widerstrebt), doch selbst geschaffener Druck ist am meisten verbreitet.

 

 

Wie sieht es bei Dir aus? Bist Du jemand, der sich selbst öfter unter Druck setzt? Ich bin so ein Kandidat! :-/

Als Kind bin ich mit meinem Zwillingsbruder im elterlichen Restaurant quasi aufgewachsen. Schon früh beobachtete ich immer den Trubel in der Küche und im Gasthaus. In der Gastronomie muss es hauptsächlich schnell gehen. Hungrige und durstige Gäste kommen meistens auf einmal. Zwangsläufig ist dann Eile angesagt, damit am Ende alle zufrieden sind.

 

So begann ich irgendwann zu glauben:
„Druck gehört zum Arbeitsleben dazu, und man muss mit ihm leben.“

 

Jedoch war das ein Irrtum. Nach knapp 15 anstrengenden Jahren Selbständigkeit in der Gastronomie wollte ich irgendwann nur noch einen Job, der zu meinen Bedürfnissen und Wünschen passt. Außerdem hält mein Nervenkostüm dauerhaften Druck (unter Anspannung Hochleistungen erbringen, Zeitstress, Hektik) einfach nicht aus. Ich startete 2011 eine neue Laufbahn...

Nun bin ich bereits seit einigen Jahren energetischer Berater (www.impulsgeber.org), der Menschen unterstützt und Seminare durchführt. In meiner Praxis in Berlin-Prenzlauer Berg habe ich keine festen Öffnungszeiten mehr. Ich muss nicht mehr wie in meinem Lokal 16 Stunden täglich zur Verfügung stehen. Das erleichtert meinen Arbeitsalltag ungemein. Das Schöne ist: Als Selbständiger entscheide ich, wann ich Behandlungstermine vereinbare. Damit bin ich viel glücklicher als früher.

 

 

Tage, an denen kaum oder nur mit viel Mühe etwas gelingt...

Jedoch ist in mein Unternehmerleben etwas Neues hinzugekommen. Ich bin einem inneren Herzensimpuls gefolgt, habe das www.inneres-kind-kartenset.de entwickelt und Ende Oktober veröffentlicht. Die Resonanz darauf und die Rückmeldungen der ersten Besteller sind so positiv, dass ich dem Universum ausgesprochen dankbar bin :)

 

Woran ich mich nur gewöhnen muss, ist: Die zusätzlichen Aufgaben, die mit der Vermarktung und dem Versand der Kartensets einhergehen. Noch mache ich alles selbst: Die Bestellannahme, die Korrespondenz, das Zusammenschlichten der einzelnen Bestandteile in die Box, das Abpacken und die Vorbereitung der Postpäckchen, ebenso die Buchhaltung usw. Neben den Behandlungen und Seminarterminen sowie meiner Tätigkeit als Blogger rauscht mir deswegen manchmal der Kopf…

 

 

Wenn das Leben einen herausfordert und prüfen will, wie flexibel man ist...

Vor 2 Wochen - es war Montagmorgen - ein arbeitsreicher Tag lag vor mir: Ich musste unter anderem zwölf Boxen und Rechnungen fertigstellen (über die Bestellungen war ich sehr glücklich), doch ich bemerkte schon nach dem Aufstehen die Spannung in meinem Nacken. Ich machte mir schon am Vortag über die vielen Aufgaben Gedanken und nahm mir fest vor, das Pensum zu schaffen.

 

Das kennst Du sicherlich: Du hast viele Punkte auf Deiner imaginären Liste, die Du am liebsten so schnell wie möglich abhaken möchtest. Doch an manchen Tagen klappt einfach gar nichts. An diesem Montag wäre ich beinahe ausgerastet, nur Verzögerungen und unerwartete Unterbrechungen.

 

Während ich die Wohnungstür zusperrte, dachte ich:
„Heute müssen die bestellten Kartensets - sobald es geht - zur Post!“ Mein Auto hatte ich am Abend zuvor in der Nähe meiner Praxis geparkt. Als ich mit den versandfertigen Paketen vor dem Pkw stand (es fehlten nur noch die Briefmarken, die ich kaufen musste), registrierte ich:
„Mein Autoschlüssel liegt noch zu Hause!“

 

"Dann schleppe ich alles eben zu Fuß zur Post, kein Problem." Im Postamt angekommen (und das zwei Tage vor Nikolaus): die längste Warteschlange der Welt!!! Vor mir genervt wartende Kunden, die allermeisten mit mindestens zwei Paketen unter dem Arm. Das kannte ich schon: Wartezeit mindestens 40 Minuten. Genau das wollte ich mir nicht antun, ich mit den vielen Päckchen wieder in mein Büro zurück.

Die andere Option war: Paketmarken online erstellen und aufkleben. So musste ich die Bestellungen nur noch in einem DHL-Shop abgeben (mit minimaler Wartezeit). Deshalb setzte ich mich wieder an meinen PC:

„Unter welcher Email-Adresse hatte ich mich letztes Mal registriert? Wie war jetzt noch einmal das Passwort?“ (Der USB-Stick mit der Datei und den Notizen zu den Kennwörtern war nicht auffindbar! Hilfe! Die Zeit rennt mir davon… Drei verschiedene Emailadressen und unzählige Passwörter später: "Endlich, ich bin eingeloggt!"

 

Nach der Eingabe aller Empfängeradressen die Abfrage, wie ich zahlen möchte. Okay, Zahlungsmethode ausgewählt. Ach Nein, jetzt fragt das System des Anbieters nach der Sicherheits-PIN, die mir per Post an meine Privatadresse zugesandt wurde! Die hatte ich in meiner Wohnung und nicht in der Praxis.

"Na gut, dann lieber Zahlung per Kreditkarte auswählen." Tipp, tipp, tipp, am Bildschirm erscheint: „Zahlung wird über Ihr Postbankkonto verifiziert – bitte mit der TAN-Nummer, die Ihnen gleich per SMS geschickt wird, bestätigen!“

 

„Wo ist mein Telefon? Mann! Mein Handy liegt zu Hause am Küchentisch! Ich bin echt ein Chaot!“ Natürlich bin ich sofort nach Hause geeilt, um mein Smartphone zu holen. (Es sind zu Fuß nur knapp sechs Minuten hin und zurück.)

 

Als ich zurückkam, meldete das System: „Zeitlimit überschritten!“ Oh nein, alles vergeblich? Die Daten sind weg! Vielleicht noch einmal den Browser neu laden? Aber das nutzte nichts, es kam die Meldung: „Es tut uns leid…“ Ich war wieder ausgeloggt worden und alle eingegebenen Daten waren irgendwie weg. So musst ich erneut alle Paketmarken inklusive Produktauswahl und Adresseingabe durchführen und ausdrucken (zuschneiden, auf die Pakete kleben). Das dauerte...

 

„UAAAGH! NICHTS KLAPPT HEUTE SO RICHTIG!“ Wut stieg in mir hoch, ich fühlte die Spannung deutlich im Nacken, Kopfschmerzen waren im Anflug - die konnte ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen. Noch so viel zu erledigen, Rückrufe, Emails und weitere Dinge…

 

Eine Stimme in mir: „Ist doch nicht so schlimm Robert, dass es sich heute verzögert. Sei geduldig, nimm´s einfach an und entspann dich… Und alle Anrufer, die auf deinen Anrufbeantworter gesprochen haben, sofort zurückzurufen hat im Moment auch keine Priorität.“

 

Mein Verstand entgegnete schlagartig mit den Gedanken: „Aber ich will es erledigt haben! Außerdem deine Zerstreutheit und dein inneres Chaos gehen ja gar nicht, Robert! Und beim nächsten Mal musst du einfach besser organisiert sein und dich mehr vorbereiten…“

 

Dann klingelt es an der Tür. Oh schön, der Paketdienst mit dem bestellten Konsolentisch. Ich schaue auf die Packung, auf der das Möbelstück abgebildet war: Alles, nur kein Konsolentisch. In meinem Kopf:
"Mist! Jetzt muss ich mich auch noch wegen dieser Sache abmühen: herumtelefonieren, reklamieren und den Umtausch organisieren…"

 

„Stopp! Robert, du brauchst eine Pause“, klang es in mir. Ich versuchte noch durch Spazierengehen an der frischen Luft (und mit dem „innerwise Heilatem“ – eine effektive und einfache Atemtechnik) Spannung abzubauen, was mir kurzfristig gelang. Doch am frühen Nachmittag wurde mein Kopfweh so stark, dass ich eine Tablette nehmen musste. Das hätte ich am liebsten vermieden.

 

 

Feststand: Ich hatte mir diesen unangenehmen Zustand selbst erschaffen!

Frag mich nicht, mit welcher Ungeduld und Anspannung ich am Ende doch alles hinbekam! Die Päckchen z. B. konnte ich erst am späten Nachmittag abgegeben.

 

Drei Tage später aber erhielt ich die ersten Kunden-Nachfragen: „Laut Sendungsnummer tut sich nichts. Meine Bestellung ist immer noch in einem Berliner Paketzentrum!“

 

Peinlich! Die Kartensets, die ich an diesem Chaos-Montag zum Paket-Shop gebracht hatte, hingen nach 72 Stunden bei einer Versandstation fest. Der Paketdienst-Kundenservice konnte es sich nicht erklären…. Ein „normaler“ Mensch hätte gleich die Schuld bei der Post gesucht. Doch da ich mich mit nicht sichtbaren Energien beschäftigte, wusste ich gleich:

 

Dafür war alleine ich verantwortlich! Mit meiner Ungeduld und dem Druck, den ich an den Tag gelegt hatte, erhielt ich dafür die direkte Quittung. Ich wurde mit Verzögerungen bestraft. Mir wurde klar:

 

Meine ganze „Trubel-Energie“ hing in den Versandverpackungen. Da das „Innere Kind Kartenset“ eine sanfte und behutsame Schwingung hat (das berichten bisher einige Anwender), und sich diese Qualitäten nicht mit hektischen Energien vertragen, wurde der Versand "vom Universum" gestoppt.

 

Ich prüfte sofort mit dem Armlängentest nach, mit dem Ergebnis:
„Die Päckchen mussten von Irritationen, die durch meinen Stress entstanden waren, geklärt werden."

Ich zog zur energetischen Reinigung sofort innerwise Heilkarten und schickte sie virtuell zum Paketzentrum, in dem meine Einlieferungen feststeckten. Als meine Arme signalisierten „die Irritationen sind geklärt“, war ich beruhigt. Und siehe da: Zwei Stunden später änderte sich der Versandstatus und die „Reise“ zu den Empfängern ging weiter :) Rationaldenker würden jetzt bestimmt sagen: „Das war reiner Zufall…“

 

 

Mit der innerwise Heilapotheke kann man mit Heilkärtchen etwas in Bewegung bringen...
Mit der innerwise Heilapotheke kann man mit Heilkärtchen etwas in Bewegung bringen...

Mein Gott! Was mache ich mir für einen Stress???

Nach diesen Erfahrungen fasste ich folgenden Entschluss:

In Zukunft werde ich achtsamer sein und mit mehr Hingabe arbeiten, denn mein Herz meldet: Das „Innere Kind Kartenset“ ist etwas Besonderes und darf auch dementsprechend behandelt werden.

 

Eines habe ich gelernt: Wenn ich die Menschen berühren will, mit dem, was ich aussende (ob physisch oder geistig-seelisch), dann braucht es Hingabe. Wer es schafft, auch die einfachsten Aufgaben mit Hingabe und Liebe zu erledigen, der ist auf dem richtigen Weg.

 

Das führt nämlich zur Entspannung, und Entspannung beginnt vor allem erst einmal im Kopf! Wer inneren Frieden erlangen und frei von Druck arbeiten möchte, der muss seine Vorgehensweise oder seine Verhaltensmuster beobachten und gegebenenfalls verändern.

 

Sich Ziele für den Tag zu setzen ist okay, doch wer sagt denn, dass sie innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erfüllt werden MÜSSEN?

 

Der Druck, mit dem man sich das Leben schwer macht, ist meistens der unrealistische Zeitfaktor (ohne Zeitpuffer für Unvorhergesehenes). Kommen dann noch Urteile, die man innerlich über sich selbst fällt, wenn einmal nicht alles wie gewünscht gelingt, hinzu, ist die Verkrampfung unvermeidbar...

 

Kein Wunder, dass ich Kopfweh bekam. In einem kurzen Moment der Besinnung konnte ich mich nur über mein Verhaltensmuster wundern.

 

Mein Ziel ist seit dem, mir selbst einfach weniger Druck machen…

Eventuell möchtest Du wie ich so viel wie möglich auf einmal erledigen? Damit es Dir nicht wie mir ergeht, lohnt es sich, zur rechten Zeit von Deinen vorgefassten Absichten abzulassen. Überprüfe einfach, was Du Dir vornimmst und ob die Erfüllung Deiner Tagesziele überhaupt erreichbar ist.

 

Vielleicht erschafft sich unser rationelles Ich Wünsche mit Zielen, die einfach unrealistisch sind, aus einem ganz bestimmten Grund:

 

Um zu erkennen, dass es womöglich um etwas ganz anderes geht: Nämlich Frieden in sich zu finden, sich zu vergeben, wenn mal etwas nicht klappt. Sich immer wieder daran zu erinnern, wie wichtig es ist, sich selbst zu lieben (egal ob im Privaten oder Beruflichen).

 

Dazu gehört auch, nicht hart zu sich zu sein, sich nicht zu verurteilen, sich anzunehmen, selbst wenn man seine Vorhaben noch nicht perfekt gemeistert hat…

 

Ich persönlich werde mich in den nächsten Wochen üben, auf den Druck zu verzichten, den mein Verstand produziert und bei meinen Erledigungen mehr Hingabe und Akzeptanz walten lassen. Dann wird mein Leben schlichtweg einfacher, und ich werde gelassener sein...

 

Ob ich das schaffe?

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Tina (Dienstag, 19 Dezember 2017 11:50)

    Lieber Robert,
    das ist mal wieder ein sehr schöner Beitrag. Ich kenne das, mit dem Kopf durch die Wand, nicht wahr? Wenn ich das so lese, klingt es eigentlich ganz lustig. Ist vielelicht ein guter Weg, sich das als guten Sketch vorzustellen und darüber zu lachen.
    Das mit der Hingabe finde ich sehr gut, wenn man das mal so in Worte gefasst liest, hält man sich auch besser dran.
    Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, den Haushalt jemals mit Hingabe zu machen, da reicht mir aber die Aussage einer jungen Mutter: "Ich mache es halt einfach."
    Die Weihnachtsgeschenke habe ich an einem (Mon-)Tag besorgt und eingepackt und alles geschafft. So macht der ganze Weihnachtskram auch sogar mal Spaß. Ohne Stress.
    Viele Grüße
    Tina

  • #2

    Susanne (Samstag, 23 Dezember 2017 00:02)

    Lieber Robert, echt klasse beschrieben, auch ich musste schmunzeln. Ich kenne sowas auch und dann noch die vielen Telefonanrufe, die man noch erledigen muss ;-).
    Danke für die Irritationen die durch Stress entstanden sind, habe sogleich bei mir noch was gefunden, worüber ich mir schon länger Gedanken mache, warum es mir keine Freude macht, diesen "Schriftkram" zu erledigen.

    Herzliche Grüße
    Susanne

  • #3

    Seelenforscher.eu (Samstag, 31 März 2018 17:01)

    Danke liebe Tina und liebe Susanne,
    bitte entschuldigt, dass ich es vor der Weihnachtszeit komplett verschwitzt habe, auf Eure Kommentare zu reagieren. Auf jeden Fall vielen Dank, dass Ihr meine Beiträge verfolgt!
    Viele Grüße
    Robert :)