Stelle die richtigen Fragen, sobald Du vor einer Entscheidung stehst!

Foto: pixabay.com - many thanks to "StockSnap" :)
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Du planst Deine Zukunft und musst Entscheidungen treffen, doch in Dir herrscht Unsicherheit? Dir stehen verschiedene Optionen offen, es ist Dir aber nicht ganz klar, welche die beste für Dich ist?

 

Wir alle haben bestimmt schon einmal die Folgen "falscher" Entscheidungen gespürt. Vielleicht haben wir uns geärgert und lange gebraucht, um alle Nachteile wieder auszumerzen und uns aus der entstandenen Situation zu befreien. Für mich gibt es trotzdem keine falschen Entscheidungen, denn alles, was wir erleben (auch Nachteiliges), hat seinen Sinn. Nur erkennen wir diesen oft erst Jahre später...

 

Unser Verstand wünscht sich immer nur das Allerbeste. Den größten Einfluss und die stärkste Manifestationskraft jedoch hat nicht das, was wir denken, sondern unser Unterbewusstsein. In ihm sind vom Tag der Zeugung bis zur Gegenwart alle Erfahrungen gespeichert. Sobald sich Negatives, Unverarbeitetes, innere Konflikte usw. anstauen, spiegelt sich dieser Zustand im Außen wider. Das Leben liefert dann häufig negative Erlebnisse aller Art. Das passiert so lange, bis man die Zusammenhänge erkennt und die verborgenen Stressthemen aus der Vergangenheit klärt.

 

Das ist auch der Grund, warum wir nicht das manifestieren, was der Kopf gerne hätte.

 

 

Im Gegensatz dazu gibt es unsere "Herz-Intelligenz", der nur die wenigsten Menschen so richtig vertrauen.

Das Herz bzw. der Bauch weiß, was richtig ist, nur beachten wir diese Signale nicht immer. In der heutigen Zeit lassen wir uns überwiegend von verstandesorientierten Argumenten leiten. So ist es dann auch kein Wunder, wenn sich die rein strategische (und vernünftige) Entscheidung unerwartet als Reinfall entpuppt. Die Seele hätte womöglich anders entschieden als der Kopf, und infolgedessen durchlebt man Zeiten der Hindernisse und Blockaden, weil man nicht auf sein Herz gehört hat.

 

Um sich wegen Fehlentscheidungen nicht unnötigem Stress auszusetzen, lohnt es sich zu fragen: "Was ist für mich das Richtige? Was will ich wirklich? Welche Entscheidung ist die beste?" usw.

 

Jetzt könntest Du z. B. andere nach ihren Meinungen fragen auf die Gefahr hin, dass Dir jeder zu etwas anderem rät. Oder - wenn Du die Tendenz hast, Deine Macht abzugeben - gehst Du zu Wahrsagern oder Kartenlegern, die Dir vage Antworten liefern, ob Dein Vorhaben oder Dein Entschluss richtig ist. Das Problem dabei:

 

 

Kein Mensch wird Dir sagen können, was optimal für Dich ist, wenn Du vor einer Entscheidung stehst.

Du selbst hast die Verantwortung dafür und die Aufgabe, es herauszufinden! Das gelingt leichter, wenn Du Deiner inneren Stimme vertraust.

 

Wer nun kein ausgeprägtes Gespür hat (weil es uns nicht wirklich beigebracht wurde, auf das eigene Bauchgefühl zu hören), dem empfehle ich kinesiologische Testmethoden zu erlernen, um Antworten auf wichtige Fragen zu erhalten. Dabei kommunizierst Du mit Deinem Unterbewusstsein sowie mit Deinem Herzen oder Deiner Seele (alles ist miteinander verbunden).

 

Du kannst über Deinen Körper ein Ja oder Nein fühlen oder es an Deinen Händen sichtbar machen. Ich persönlich liebe den innerwise Armlängentest, den ich 2011 erlernt habe, und wende ihn privat und beruflich an.

 

Der Armlängentest ist eine wundervolle Hilfestellung und eine Art Sprachrohr Deines Inneren. Seit ich dieses "Hilfsmittel" nutze, profitiere ich in allen Bereichen. Es fällt mir leichter, Entscheidungen zu fällen und Falsches oder Unstimmiges auszusortieren. Ich probiere Dinge erst gar nicht, wenn mir schon die Vorstellung ihrer Durchführung großen Stress bereitet. Das wäre nämlich Energieverschwendung. (Natürlich kann man diese Erfahrung auch wählen!)

 

Sobald Du kinesiologisch testen kannst, kommt es immer darauf an, welche Fragen Du stellst. Mein Mentor Uwe Albrecht (ein Berliner Arzt und Entwickler des Heil- und Coachingsystems innerwise) sagt:

"Die Qualität der Fragestellung ist entscheidend! Ich muss die richtigen Fragen stellen..."

 

Bei einer Entscheidung zu fragen: "Was soll ich machen?" ist nicht sinnvoll und wird keine zufriedenstellenden bzw. nur verwirrende Antworten liefern.

 

 

So gehe ich vor, wenn ich Klarheit haben möchte, was richtig für mich ist.

Beispiel-Thema "Ausbildung / Weiterbildung": Ich möchte mich fortbilden und überlege, ob eine Heilpraktikerausbildung gut wäre. Es gibt aber auch noch das Interesse, einen Lehrgang in Sachen Familienaufstellung zu machen oder einen Intensivkurs für Therapeuten zum Thema "Traumabewältigung".

 

Das sind drei Optionen. Ich prüfe zuerst ohne Fragestellung, ob die Vorstellung der jeweiligen Variante Stress macht oder nicht. Dazu denke ich an das Vorhaben und führe die Hände vor meinem Körper zusammen.

 

Stelle ich mir die Heilpraktikerausbildung vor, fühle ich eine deutliche Unruhe, meine Hände zeigen ein großes Nein.

 

Der Lehrgang "Familienaufstellung" und der Kurs "Traumabewältigung" ergeben beide ein Ja und fühlen sich beide gut an. Also kann ich davon ausgehen, dass diese Seminare für meine Seele gut sind. Die zwei Ergebnisse kann ich jeweils auf einen Zettel schreiben.

 

Danach frage ich meine innere Weisheit:
"Gibt es im Moment bessere Optionen als diese zwei?"

 

Bei einem Ja scheint es noch einen Kurs zu geben, den ich noch nicht kenne. Somit muss ich mich weiter auf die Suche machen. Erhalte ich als Antwort ein Nein, also keine besseren Optionen, geht es nun darum, die Variante herauszutesten, die die beste für mich ist. Dafür gibt es eine besondere Formulierung, die ich Dir bei jeder bedeutenden Entscheidungsfindung ans Herz lege! Ich liebe sie, weil sie alles beinhaltet, was wichtig ist.

 

"Ist es zum höchsten Wohl aller Beteiligten nach Bedarf und Notwendigkeit, wenn ich..."

 

... mich zum Lehrgang "Familienaufstellung" anmelde? Ergebnis: Nein!

... das Seminar zur Traumabewältigung absolviere? Resultat: Ja! Meine innere Weisheit teilt mir demnach mit: Im Moment ist letztere Variante die bessere Wahl.

 

Die große Herausforderung ist dabei, seinen Testergebnissen zu vertrauen. Oft schaltet sich der sicherheitsbedürftige Kopf mit seinen Zweifeln wieder ein und stiftet Verwirrung, weil er die Antworten in Frage stellt. "Vielleicht wäre es aber doch besser, wenn... / Ich könnte es  doch ausprobieren, weil..."  Meine persönliche Erfahrung war bisher: Zeigen die Arme Stress (ein Nein), dann stimmt etwas nicht.

 

 

Das höchste Wohl steht für das Optimum, welches erreichbar ist. Es ist das Beste, das Verträglichste und beinhaltet auch vorgesehene Lernschritte...

In diese Aussage sind alle Faktoren inbegriffen, die berücksichtigt werden müssten, z. B. der Zeitfaktor, finanzielle Möglichkeiten, das Lernpotenzial, die organisatorische Komponente, ob der Kursleiter sowie der Kursort auch gut für Dich sind usw. Nur ist sich der Anwender während des Fragens nicht immer aller einzelnen Faktoren gewahr (das Unterbewusstsein jedoch schon).

 

Nach dem höchsten Wohl aller Beteiligten zu fragen, ist deshalb erforderlich, da wir nicht alleine auf der Welt sind und nicht einfach rücksichtslos und egoistisch auf Kosten anderer handeln dürfen (ergibt schlechtes Karma ;) und um anderen nicht zu schaden.

 

"Alle Beteiligten" - dazu gehört nicht nur der Fragesteller selbst, sondern alle Menschen, die mit ihm in Verbindung stehen, z. B. Eltern, Geschwister, Freunde, Kollegen usw. Bist Du z. B. als Elternteil gerade dabei "Wohin umziehen?" zu klären, ist es logisch, dass Du Deinen Partner und Deine Kinder in der Fragestellung mitberücksichtigst. Dann könnte die Frage lauten:

 

"Ist es zum höchsten Wohl aller Beteiligten, wenn wir in den Ort ... ziehen?"

 

Um wieder auf das Beispiel der Weiterbildung zurückzukommen: Ich möchte wissen, ob die geplante Teilnahme am ausgewählten Kurs zum höchsten Wohl aller Beteiligten ist, somit schließt diese Frage nicht nur mich selbst ein, sondern auch die Teilnehmer, denen ich begegnen werde. Ebenso meine (zukünftigen) Klienten bzw. Patienten, die zu mir kommen werden und die meine Impulse oder das von mir Erlernte brauchen.

 

Foto: pixabay.com
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Richtig komplett ist die Fragestellung aber erst, wenn ich sie mit der Formulierung "nach Bedarf und Notwendigkeit" ergänze.

Darauf hat mich mein Mentor Uwe Albrecht gebracht, der wiederum von der verstorbenen Schriftstellerin Doris Lessing inspiriert wurde. Sie schrieb in einem Roman von Kulturen auf einem Planeten, die unterschiedlichen Prinzipien folgten. Nur diejenigen Bewohner, die zum höchsten Wohle aller Beteiligten und nach Bedarf und Notwendigkeit handelten, überlebten. Sie waren sogar mit allem bestens versorgt, erschufen damit eine saubere Umwelt und hatten dauerhaften Erfolg.

 

Der Bedarf steht für die Nachfrage - das, was tatsächlich gebraucht wird. Jedoch ist das, was Menschen meinen zu brauchen, nicht immer notwendig. Man könnte auch sagen: Die Ressourcen, die für die Deckung des Bedarfs verschwendet werden würden, stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. (So kann z. B. der Wunsch, in eine größere Wohnung umzuziehen ein Bedürfnis aller Beteiligten sein, nur wäre er zum angedachten Zeitpunkt noch nicht notwendig...)

 

Und umgekehrt wären manche Ideen oder Vorhaben absolut notwendig und gut für die Menschheit sowie für die Umwelt, nur besteht noch kein Bedarf dazu bzw. ist noch nicht geweckt...

 

Ich bin übrigens davon überzeugt:
Richtest Du Dein Handeln "zum höchsten Wohl aller Beteiligten" (dazu gehören selbstverständlicherweise auch die Natur, die Tiere usw.) nach dem "Bedarf und der Notwendigkeit" aus, handelst Du nach dem Plan des Göttlichen / des Großen Ganzen. Es weiß, was die Menschen auf der Erde brauchen und was sie zu lernen und zu entwickeln haben, um gut leben und miteinander auskommen zu können.

 

Gleichzeitig handelst Du nach Deinem Seelenplan (und orientierst Dich nur an dem, was vorgesehen ist). Du verausgabst Dich beispielsweise nicht unnötig und machst nur Dinge, die Du wirklich brauchst.

 

Wenn jeder Mensch, alle Politiker, alle Firmen usw. danach handeln bzw. ihre Produkte nach diesem Prinzip herstellen würden, gäbe es weniger Leid in der Welt, weniger Umweltzerstörung, weniger Kriege. Es gäbe mehr Vertrauen, und jeder würde einen wertvollen Beitrag zum Wohlergehen aller leisten. Alles Überflüssige, alles Schädliche würde gar nicht erst hergestellt werden...

 

 

Teste doch gleich einmal aus, ob Du dort, wo Du gerade lebst, zum höchsten Wohl aller Beteiligten und nach dem Bedarf und der Notwendigkeit handelst!

Bei einem Nein werde zum Forscher, geh die einzelnen Bereiche Deines Lebens durch! Sortiere alle Tätigkeiten aus, die nicht zum höchsten Wohl aller Beteiligten sind und wozu Deine Seele keinen Bedarf oder keine Notwendigkeit sieht. Das ist im Übrigen eine fantastische Burnout-Prävention!

 

Bist Du selbständig, dann prüfe nach, ob alles, was Du anbietest, tatsächlich zum höchsten Wohle aller ist, ob Bedarf und Notwendigkeit für Dein Angebotsspektrum vorhanden ist. Wenn nicht, dann mach Dich auf die Suche. In der Regel liegt hier auch die Begründung, warum etwas keinen Erfolg hat oder von Zielgruppen nicht nachgefragt wird.

 

Trau Dich zu entscheiden, Unnötiges sein zu lassen, Dich neu zu orientieren und erhöhe damit Deine Energie!

 

Das Schöne ist, Du findest mit der Zeit Dein Optimum und wirst vom Großen Ganzen immer gut versorgt...

 

 

 

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