Wie Selbstheilung durch Bewusstwerdung stattfindet

Foto: istockphoto ID: 69656479 / Urheberrecht: DeanDrobot
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Was macht man, wenn man während einer Zugfahrt von migräneartigen Kopfschmerzen überfallen wird, ohne Schmerztabletten im Gepäck? Wildfremde Fahrgäste anquatschen und nach einer Aspirin fragen? Das wollte ich nicht.

 

"Na toll Robert, jetzt musst du diesen Zustand noch sieben Stunden durchhalten! Warum habe ich ausgerechnet dieses Mal keine Tablette dabei?" Ich war genervt.

 

Wer Migräneattacken kennt, weiß genau: Es ist die Hölle! Noch schlimmer ist es, wenn Übelkeit dazu kommt. Genau das war bei mir der Fall. Ich versuchte mich mit Atemübungen auszugleichen, aber leider zeigte diese Maßnahme null Wirkung. Dann fiel mir ein, dass ich Pfefferminzöl dabei hatte. Unauffällig rieb ich mir eine gehörige Portion in den Nacken, der kühlende Effekt brachte zwar etwas Linderung, doch es hämmerte und pochte weiter in meinem Kopf. Dass der starke Geruch von Minze jemanden stören könnte, war mir in meiner Situation egal.

 

Was war los mit mir, warum dieses Kopfweh? Vielleicht hat sich in den zurückliegenden Tagen einiges angesammelt? Oder lag es nur daran, dass ich in der letzten Nacht so schlecht geschlafen hatte?

 

 

Das ewige Leid mit angestauten Emotionen...

Regelmäßig nutze ich den innerwise Armlängentest (eine kinesiologische Testmethode, mit der man Ursachen von Symptomen über die Arme austesten kann. Das Unterbewusstsein antwortet mit einem Ja oder einem Nein). Die Schmerzen zwangen mich, meine Beschwerden energetisch zu klären, mir blieb keine andere Wahl. Aus Bequemlichkeit nehme ich in ähnlichen Situationen sonst eher eine Ibuprofen. Interessant war mein Testergebnis: Meine Migräne wurde durch Emotionen hervorgerufen.

Ich rätselte:

"Wütend oder verärgert bin ich nicht, was soll es also sein?"

 

Erstaunlicherweise tauchten nach dieser Frage meine Tante und ihr Ehemann vor meinem geistigen Auge auf. Am Abend zuvor hatte ich noch mit den beiden und meinen Eltern zusammen gesessen. Dabei war mir aufgefallen, wie sich meine Tante und ihr Partner - sie sind bestimmt schon knapp 40 Jahre verheiratet - Wortgefechte lieferten, bei denen kaum noch Liebe zu spüren war. Komisch, dass mich diese Wahrnehmung traurig machte, eigentlich könnte es mir ja egal sein - meine Tante sehe ich höchstens ein bis zwei Tage im Jahr.

 

Nach dem Umstieg in den ICE nach Berlin versuchte ich mich mit Schreiben abzulenken: Ich war gerade dabei, einen Text über meine frühere falsche Berufswahl zu verfassen. Mir kam meine Lehre als Koch in den Sinn und das Bedauern, wie viele Jahre ich einen Beruf ausgeführt hatte, den ich nicht liebte. Ich tippte mir alles von der Seele. Mein linkes Auge tränte - nein, nicht vor Bedauern, sondern weil ich das Gefühl hatte, in meiner linken Gehirnhälfte sticht jemand mit einem Messer herum.

 

Aus der zweiten Sitzreihe hinter mir drang die gellende, unharmonische Stimme einer alten Frau zu mir herüber, die ihrem Mann antwortete. Ich konnte mich kaum auf meinen Artikel konzentrieren, so laut diskutierten die beiden. Vielleicht waren sie schwerhörig, denn als ich mich umdrehte, sah ich ein Ehepaar, jeder so um die 80.

 

"Merkwürdig, warum nervt mich das Organ dieser Dame so?" Bei den Eheleuten nahm ich überhaupt kein Wohlwollen wahr, sondern eigentlich nur Abneigung. "Die Liebe, die die beiden einmal zusammenführte, ist wohl komplett verpufft! Die sind sicherlich nur noch beieinander, weil sie im Alter nicht alleine sein wollen, oder sie haben den Zeitpunkt verpasst, sich rechtzeitig zu trennen", schoss es mir durch den Kopf.

 

Ich versuchte meinen Verstand wieder zu beruhigen: "Robert, das Negative fällt Dir auf, weil du eine Resonanz dazu hast!" sagte eine Stimme in mir.

 

"Ah okay, Resonanz!? Tja, das ist die Frage, wieso spreche ich so sehr darauf an?"

 

 

Auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen!

Es war der Hass zwischen den beiden! Erst jetzt wurde mir klar, was sie in mir durch ihr liebloses Verhalten zum Klingen brachten: Es musste Hass in meinem System vorhanden sein (der Armlängentest bestätigte dies auch). Die gleiche Emotion hatte ich während des Abendessens bei meiner Tante und ihrem Ehemann wahrgenommen! Und weil mich die Disharmonie störte, hatte ich ihnen unterbewusst diese negative Emotion ab- und sie in mich aufgenommen, um den Abend für alle harmonischer zu machen.

 

Neben dem übernommenen Hass registrierte ich jetzt plötzlich Jahre alte Hassgefühle in mir, die während meiner Zeit als Koch entstanden waren, ich konnte den Menschen damals nicht vergeben, die mich schlecht behandelten. So lange hatte ich sie mit mir herumgetragen. Nach dieser Erkenntnis nutzte ich die Gelegenheit und führte im Zug meine Heilbehandlungen und Visualisierungen durch, die ich im Laufe der Zeit als energetischer Berater gelernt hatte:

 

1. Fremde Aspekte aus meinem System ausatmen, in diesem Fall den Hass meiner Tante...

 

2. Den eigenen Hass von damals wahrnehmen, annehmen und mit der Energie der Vergebung und bedingungsloser Liebe transformieren...

 

3. Für innerwise Coaches gibt es virtuelle Heilfrequenzen, derer man sich bedienen kann (sie stehen Anwendern in einer Cloud zur Verfügung). Sie können auch in der Vergangenheit platziert werden, damit man die früheren Stresserfahrungen ausgleichen und verarbeiten kann. So löst man die angesammelte Disharmonie auf. Ebenso verteilt man imaginäre "Geschenke" an alle beteiligten Personen, man kann sich damit von ihnen verabschieden und leidet nicht mehr unter ihnen...

 

Diese Selbstbehandlung dauerte ganze 5 Minuten. Das Bewusstwerden dieses Themas war wie eine Erleuchtung, ich spürte deutlich, wie meine Migräne und die Übelkeit sofort nachließen. Weitere 5 Minuten später waren die Schmerzen komplett verschwunden. Kein Pulsieren im Gehirn mehr, kein Stechen im linken Auge. Ich war befreit! Es war für mich wie ein Wunder - das alles ohne Schmerztabletten, fast schon unglaublich! Ich konnte die Fahrt wieder genießen und war total erleichtert, man könnte fast sagen selig. Ich war dankbar für diese Erkenntnisse.

 

 

Der Wunsch ein guter Mensch zu sein, führt oft zu einer Verdrängung von Emotionen, die man als unschön bewertet...

Allerdings fragte ich mich, wieso mir meine Hass-Emotionen nicht viel eher aufgefallen sind. Hatte ich vielleicht meine Schattenseite (in die viele negative Gedanken und Gefühle gedrückt wurden) einfach nicht sehen wollen?

 

Die meisten von uns sind ja bestrebt, gute, liebevolle und akzeptable Menschen zu sein, zumindest wurden wir von Kind auf so geprägt. Gute Menschen hassen nicht, wurde uns wohl zusätzlich vermittelt. Sicherlich verdrängen wir im Laufe unseres Lebens entstandenen Hass ins Unterbewusste, doch diese Energie verschwindet damit nicht. Sie sammelt sich an und erhöht auf Dauer unsere Ladung bzw. unsere Disharmonie (d. h. alles, was nicht Liebe ist). Irgendwann jedoch drängt alles Unerlöste ins Bewusstsein, und so entstehen Krankheitssymptome (nicht nur Kopfschmerzen).

 

Wir können nur das anziehen, womit wir uns in Resonanz befinden - Gutes wie Schlechtes... Ich meine, unsere Außenwelt spiegelt uns unsere inneren Zustände. Es liegt an uns, ob wir durch Selbstreflexion erkennen, was in uns abläuft.

 

Nun weiß ich: Sobald ich künftig auch nur den geringsten Anflug von Kopfschmerzen registriere, prüfe ich nach: Habe ich jemandem, mit dem ich Kontakt hatte, Hassgefühle abgenommen? Hat ein Mensch, ein Konflikt oder eine Situation Hass in mir produziert?

 

Wenn ja, ist es meine eigenverantwortliche Aufgabe, meine Resonanz zu ändern - Bewusstwerdung ist der erste Schritt zur Aktivierung von Selbstheilungskräften, den Rest kann man lernen...

 

Adieu Migräne :)

 

PS: Ich gebe zu bedenken: Die Verursacher von Kopfweh oder Migräne können auch andere Gefühle wie Wut, Zorn, Eifersucht, Neid usw. sein. Bist Du davon betroffen, dann spüre in Dich hinein, welche Emotion es konkret ist oder lass es von Therapeuten, die mit kinesiologischen Methoden arbeiten, austesten...

 

 

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