Warum weghaben wollen nicht funktioniert

Foto: istockphoto ID: 15190023  / Urheberrecht: dolgachov
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Dich stört Dein Kopfschmerz, Hautausschlag, Übergewicht oder irgendein anderes Symptom, und Du willst eigentlich nur eines, es ganz schnell weghaben? Du bist von Kunden, Deinen Freunden oder Arbeitskollegen, mit denen Du zu tun hast, ständig genervt und wunderst Dich, weshalb Du immer wieder an die gleichen Typen gerätst? Du kannst die Marotten Deines Partners nicht mehr aushalten? Du leidest darunter, dass Du einfach nicht in der Lage bist, aus Deinen Mustern auszubrechen?

 

Eines habe ich in den letzten Jahren gelernt:

 

Das, was ich generell ablehne, werde ich nicht los! Antipathie ist eine Energie, die das anzieht, was ich nicht mag. Sie bringt mir das, was mich stört. Zumindest verstärkt sie meine Aufmerksamkeit gegenüber dem Negativen!

 

Ich bin sicher, auch Du hast das bereits geahnt. Als Impulsgeber berate ich Menschen zu fast allen Lebensthemen. Häufig sind es Ratsuchende, die sich z. B. von ihren Partnern getrennt haben, weil sie unschöne Dinge erleben mussten. Ärger, Streit und Enttäuschung während der Partnerschaft machten die Disharmonie untereinander sichtbar.

 

 

In vielen Fällen fanden unbewusste Manipulationen statt

(gezielte und böswillige sind es eher selten), um die eigenen Bedürfnisse bzw. Besitzansprüche durchzusetzen. Das Problem ist: Mit der Trennung lösen sich die negativen Einflüsse nicht automatisch auf. Es kann zu unangenehmen Energieverlusten und privaten wie beruflichen Misserfolgen kommen. Wer das einmal erlebt hat, dem fällt es verständlicherweise schwer, Sympathie für den "Ex" aufzubringen.

 

Sehr oft wollen die Manipulierten den negativen Einfluss einfach nur weghaben, doch das funktioniert meiner Erfahrung nach nicht.

 

Die Kraft der vorhandenen Ablehnung hält die energetische Verbindung trotzdem aufrecht und verhindert eine Lösung, die nur aus einer friedfertigen / versöhnlichen Haltung heraus entstehen kann.

 

Wie viele Enttäuschte versuchen, ihren Liebeskummer z. B. durch wütendes Wegschmeißen aller Gegenstände, die an die Beziehung erinnern, zu vergessen! Energetisch unmöglich...

 

Genauso wenig wirst Du den Hautausschlag schnell los. Oder bei Übergewicht, ich glaube fest daran: Deine Pfunde purzeln nicht, wenn Du sie angewidert ablehnst...

Dein Körper hat Symptome entwickelt, weil Du Dir zu viel zugemutet hast und die betroffenen Regionen z. B. Aufmerksamkeit und Annahme brauchen.

 

Regst Du Dich über Partner, Freunde und Arbeitskollegen auf, die Dich regelmäßig enttäuschen, die nicht das tun, was Du Dir wünschst? Es hat eine Bedeutung! So etwas wiederholt sich nicht einfach ohne Grund.

Bedenke: Mit Kritik, krampfhafter Umerziehung und Deinem angestrengten Einwirken wirst Du sie nicht umpolen können. Hier ist nämlich die Gefahr besonders hoch, dass Du zum Manipulator wirst!

 

 

Überprüfe bzw. achte in Zukunft auf Deine Haltung und Deine Gesten:

Wir wissen, die Energie der Liebe wäre die Lösung, und schon in der Bibel steht: "Liebet eure Feinde!"  Jedoch dauert es bei uns Menschen, bis wir

 

1. uns für Vergebung öffnen und denjenigen verzeihen können, die uns Unrecht getan haben, und

 

2. die Kraft der Liebe in uns aktivieren, so dass die (ehemalige) Beziehung geheilt und befriedet werden kann...

 

Würde ich den Ratsuchenden mit der Aussage kommen: "Du musst Deine Widersacher lieben", dann bin ich sicher, dass mir viele Unverständnis entgegenbrächten oder überfordert wären.

 

"Liebe? Ich kann das bei diesem Menschen nicht aufbringen - nicht nach dem, was er mir angetan hat..." (ein Satz, den ich in ähnlicher Form schon mehrfach gehört habe.)

 

Vergiss Aussagen wie: "Mit dem möchte ich nichts mehr zu tun haben! Er oder sie ist für mich gestorben!" usw.

 

Was ich gern anwende ist ein Satz meines Mentors, des Arztes und innerwise Entwicklers Uwe Albrecht. Er fordert uns innerwise Coaches auf, in einer Sitzung, die "Leidgeprüften" aus ihrer Opferrolle herauszubringen - egal, welche Dramen sie auch erlebten. Am Ende sollte es möglich sein, dem vermeintlichen Täter / Manipulator / Ex-Partner etc. zu sagen:

 

"Danke für die Erfahrungen, die ich mit dir machen durfte!" (wer die energetische Heilmethode innerwise noch nicht kennt, wird jetzt eventuell verstandesmäßig rebellieren...)

 

Damit hörst Du nämlich auf, Dich als Opfer zu fühlen, beginnst das Erlebte anzunehmen und erkennst Deine Eigenverantwortung an. "Danke für die Erfahrungen" heißt noch lange nicht, dass man für die "Täter" Liebe aufbringen muss. Sicherlich fällt diese Aussage nach Klärung der Hintergründe viel leichter als der Satz: "Ich liebe dich, egal, was du getan hast."

 

 

Die Menschen um uns herum sind übrigens oft Spiegelbilder.

Das ist nur nicht immer jedem klar. Wir haben alle Bezugspersonen selbst in unser Leben gezogen. Meiner Auffassung nach gibt es keine zufälligen Begegnungen!

 

Wir sind alle miteinander verbunden - das ist ein Naturgesetz. Wenn wir etwas am anderen kritisieren, kritisieren wir indirekt uns selbst. Warum? Weil wir das, was wir beim Gegenüber ablehnen, auch in unserem Innersten tragen, es ist aber aus dem Bewusstsein verdrängt worden. Oder wir leben das, woran wir Anstoß nehmen, nicht selbst aus. Wir trauen es uns einfach nicht. Mit jeder Ablehnung, egal welcher Sache oder Eigenschaft, trennen wir uns von unseren Mitmenschen und fördern langfristig kleine und später große Kriege...

 

Auch seltsame Angewohnheiten, die Du selbst loswerden willst, werden nicht gehen können, wenn Du sie nicht zuerst annimmst, sie akzeptierst (die Ursachen ihrer Entstehung erforschst).

 

 

Die "wohlwollende Verabschiedung" und "achtsames Wegwerfen"

Gefühlsmäßig zögere ich als Berater, die typischen Tipps weiterzugeben, die man in vielen spirituellen Ratgebern findet. So oft wird von bedingungsloser Liebe gesprochen, die wir in der Welt nur verteilen müssten. Diese Sichtweise wirkt auf mich eher gefühlsduselig (oder esoterisch...)

 

Deshalb suchte ich nach einer Formulierung, die mir persönlich sympathisch ist, und entschied mich für folgende Variante: Statt "weghaben wollen" mache ich die Leute auf die "wohlwollende Verabschiedung" aufmerksam. Ich könnte ebenso "in Liebe verabschieden" gebrauchen, wer das schafft, ist innerem Frieden sehr nahe, doch nicht immer ist das Herz schon offen und bereit dazu.

 

Ich finde es einfach besser, die Ratsuchenden daran zu erinnern, auf ihre innere Einstellung zu achten. Wer etwas weggeben oder wegwerfen will, beispielsweise Fotos, Briefe, Geschenke, gemeinsamen Besitz des Ex-Partners usw. - Dinge, die man nicht verkaufen oder verschenken möchte, darf man "achtsam wegwerfen".

 

Mache dies ohne Antipathie oder Abneigung, kläre auf jeden Fall vorher Deine Wut und Enttäuschung, die in der Regel aus nicht erfüllten Erwartungen resultiert! (Manchmal sind auch Atemübungen ausreichend.)

Hilfreich dabei ist, sich (oder seine Klienten) an die schönen Erlebnisse zu erinnern - an die positiven Dinge. Ich bin überzeugt, Du findest mindestens eine Sache, von der man durch den anderen profitiert hat und lernen konnte. So kommt der Fokus weg vom Negativen...

 

Beim Wegwerfen sagst Du:

"Wohlwollend verabschiede ich mich von..."

Man könnte noch ergänzen:

"Ich brauche diese Sachen nicht mehr, sie tun mir nicht mehr gut, und ich lasse sie gehen..."

 

Versuche es! Ich bin gespannt, wie Du damit zurechtkommst. Die Leute, denen ich diese Tipps gab, fanden sie wirkungsvoll.

 

Viel Erfolg dabei :)

 

 

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