Schreibblockade

Mit dem Füller schreibe ich jedenfalls nicht... Foto: unsplash.com / Aaron Burden :-)
Mit dem Füller schreibe ich jedenfalls nicht... Foto: unsplash.com / Aaron Burden :-)

 

 

Seit mehr als fünf Jahren blogge ich nun und schreibe über Themen, die mich beschäftigen und von denen ich meine, sie könnten auch für andere Menschen interessant sein. Fast jede Woche fällt mir etwas ein, und nicht selten wundere ich mich darüber, wie diese Blogartikel entstehen:

 

Bei den einen setze ich mich hin und schreibe ohne Unterbrechung alles in einem Stück auf – es fließt sozusagen aus mir heraus, bei den anderen zeigen sich erst einmal nur bestimmte Gedanken, die ich dann in mein Notebook tippe. Während ich mir die verschiedenen Teilpassagen anschaue, bemerke ich beispielsweise, dass die Reihenfolge geändert werden muss.

 

Sehr oft schaue ich den Text dann durch und stelle fest bzw. ahne: Es fehlen noch wichtige Informationen, damit alles rund wird. Manchmal grüble ich über bestimmte Erlebnisse nach, die ich auf den ersten Blick als nicht bedeutsam einstufe. Bleiben sie jedoch in meinem Hinterkopf präsent, sehe ich sie mir etwas genauer an. Oft denke ich:

 

„Das notiere ich jetzt und mache einen Beitrag daraus!“

 

Dann ist es bereits mehrmals passiert, dass plötzlich ein Schlagwort oder eine Überschrift auftaucht. Ich spüre sofort: Darüber muss ich schreiben. Manchmal fragte ich mich schon:

 

 

„Wer liefert eigentlich die Ideen?“

Besonders interessant erscheint es mir, dass ich mitunter nach der Veröffentlichung eines Artikels Rückmeldungen erhalte wie z. B.:

 

„Robert, ich bin immer wieder verblüfft, dass du Themen in deinem Blog behandelst, die auch mich gerade beschäftigen.“

 

„Manchmal ist es mir etwas unheimlich: Ich denke über etwas nach, suche nach Antworten, und am Sonntag erscheint genau dazu passend Roberts Artikel!“

 

Über solche Mails freue ich mich natürlich besonders. Deshalb vermute ich: Die geistige Welt oder das Göttliche spornt mich mit Eingebungen an. Wenn ich andere mit Impulsen und Inspirationen vorwärts bringe, dann motiviert mich das absolut, und ich bekomme das Gefühl:

 

Es hat doch einen Sinn, mir jede Woche diese Arbeit zu machen.

 

 

Was beim Schreiben jedenfalls nicht funktioniert ist, etwas erzwingen zu wollen!

Dadurch erschafft man automatisch eine Schreibblockade. Falls Du meinen Blog schon länger verfolgst, dann weißt Du, dass ich eine Lektorin habe. Für mich ist sie ein Sprachgenie. Sie schaut akribisch meine Texte durch, findet jeden Fehler, äußert konstruktive Kritik und flippt hin und wieder aus, weil ich mich einfach nicht genau mit den Zeitstufen beschäftigen will. Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt, Futur I und II, da hapert es nämlich gehörig bei mir! Vielleicht dachtest Du schon einmal:

 

„Der Robert kann so gut schreiben!“ Das heißt aber nicht automatisch, dass ich keine Grammatik-Fehler mache. Ja, es fällt mir in der Regel leicht, etwas aufs Papier zu bringen, das war schon in der Schule so. Dennoch habe ich durch die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin erkannt:

 

Jeder Autor braucht einen Lektor, der sich in die Rolle des Lesers begibt. Das, was ich ausdrücken möchte, muss verständlich sein. Meine Lektorin findet grammatikalische und stilistische Fehler sowie Stellen, die sich nicht flüssig lesen. Außerdem bin ich jemand, der sehr ausschweifend sein kann. Daraufhin erhalte ich dann Feedbacks wie:

 

„Ach Robert, warum einfach, wenn man es auch kompliziert formulieren kann?“, „Bei dieser Passage hast du komplett den Faden verloren, Robert!“ oder „In der Kürze liegt die Würze, deshalb rate ich Dir, diese Stelle zu überarbeiten!“

 

 

Also, falls Du vorhaben solltest, ein Buch zu schreiben, halte Ausschau nach einem Lektor!

Du wirst ihn definitiv brauchen. Jedenfalls bin ich ungeheuer dankbar, eine Schreibmentorin als Begleitung an meiner Seite zu haben.

 

Ich versuche, meiner Lektorin spätestens dienstags meinen Entwurf per Mail zu schicken (gelingt mir zu ihrem Leidwesen aber nicht immer). Das bedeutet, dass mir am Wochenende etwas eingefallen sein muss. Selbst wenn ich das Gefühl haben sollte, der Blogbeitrag sei in Ordnung: Es finden sich im Nachhinein immer Fehler und Ungereimtheiten. Ohne ihn mehrmals durchzulesen, würde dann die Korrekturarbeit meiner Lektorin extrem ausufern. Das geschieht hin und wieder auch…

 

Diese Woche ist es mir besonders schwer gefallen, etwas Passendes zu finden. Einige angefangene Texte sind zwar schon vorhanden, doch ich hatte nicht den Impuls, sie weiterzuführen. Ich merkte, dass ich mich unter Druck setze, was definitiv kontraproduktiv war.

 

 

Ich muss ganz offen zugeben, wie wenig entspannt ich gerade bin.

Die politische Situation und die Ankündigung des zweiten Lockdowns machen mir Sorgen und lösen diverse negative Gefühle in mir aus wie Ohnmacht, Zweifel und Bedenken in Bezug auf die weitere Entwicklung.

 

Wie soll ich Frieden, Wohlwollen Gelassenheit und Heilung in die Welt aussenden, wenn meine eigene Psyche momentan einem Schlachtfeld gleicht?

 

Ich versuchte dennoch, einen kurzen Artikel „zusammenzuschustern“ und sandte ihn meiner Lektorin zu mit der Information, dass ich gerade Schwierigkeiten habe, klare Gedanken zu fassen. Postwendend erhielt ich folgende Anmerkungen:

 

„Robert, ich habe es geahnt - so leid es mir tut, es geht so nicht. Wenn du psychisch nicht dazu in der Lage bist, kannst du nicht schreiben, auch keinen kurzen Text…“

 

Damit erhielt ich die Bestätigung und beschloss sofort, tatsächlich eine Schreibpause einzulegen, um mich zu sammeln, wieder stärker zu zentrieren und zu besinnen. Ich will authentisch sein und nicht nur eine Verpflichtung erfüllen, die mir mein Verstand aufgetragen hat - nach dem Motto: Jede Woche muss ein Artikel da sein, egal, ob ich gut drauf bin oder nicht.

 

 

Eine überraschende Wendung

Nach diesem Nein zum Schreiben und dem zeitgleichen Ja zu einer Pause fühlte ich eine Erleichterung. Der Gedanke, mir keinen Zeitdruck mehr zu produzieren, zeigte eine Wirkung. Erstaunlicherweise wachte ich heute früh (Freitag) auf und hatte die Motivation, genau diese Zeilen in mein Textverarbeitungsprogramm zu tippen.

 

Interessant ist auch: Mir kam eine Idee, die mir und eventuell allen Besorgten in der aktuellen Situation helfen kann. Es ist etwas Spirituelles, mein nächster Blogartikel wird heißen:

 

„Die wundersame Kraft des Segnens“.

Ich fühle nämlich, dass dieses Ritual in Zeiten der Unsicherheit sowie in Phasen von Angst und Sorge sehr wichtig ist.

 

Ich bin gespannt, ob meine Schreibblockade noch einmal auftaucht, falls ja, werde ich mir, der Empfehlung meiner Lektorin folgend, eine Pause gönnen.

 

In einem solchen Fall werde ich aber in der Zwischenzeit auf frühere Blogartikel verweisen, die ich persönlich interessant finde. Mit dem Armlängentest habe ich vor, kinesiologisch auszutesten, welcher Beitrag im Moment für meine Leser hilfreich sein könnte…

 

 

 

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Ich freue mich über jede Unterstützung und danke Dir.

 

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Christin Eisenblätter (Montag, 02 November 2020 14:36)

    Hallo Robert. Das ist ja sooo witzig, dass Du ausgerechnet diesmal erwähnst, dass Deine Blogs zum rechten Zeitpunkt d
    Deine Leser erreichen. Ich habe erst heute Morgen gegoogled, wie man richtig schreibt, weil ich auch einige Ideen zum Schreiben habe, mir aber die technischen Grundlagen fehlen, wie man fesselnd schreibt. Bei Dir habe ich mir das tatsächlich schon öfter gedacht, dass Du einen ausgesprochen guten Schreibstil hast, der stets logisch aufgebaut, rund und fesseld ist. In diesem Sinne ein ganz großes Lob an Dich und Deine Lektorin. Also selbst wenn Du über Deine Schreibblockade schreibst, erreichst Du Deine Leser im rechten Moment. Und bitte verliere nicht den Mut. Die Krise wird irgendwann vorbei sein und Deine Arbeit ist soooo wertvoll. Du hast mir und anderen schon mehr geholfen, als du vielleicht ahnst.

  • #2

    Seelenforscher.eu (Dienstag, 03 November 2020 23:39)

    Hallo liebe Christin,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Hej wow! Toll, dass Du vorhast zu schreiben. Mach das! Starte einfach, ich habe auch begonnen, ohne einen Schreibmentor. Das Leben schickt Dir dann die richtigen Unterstützer. ;-) Natürlich ist es gut, Ausschau nach Anregungen zu halten, die Dir auf Deinem Weg zur Autorin helfen.

    Dein Feedback steigert auf jeden Fall meine Motivation! Dankeschön , dass Du mir Auftrieb gibst. Ja, ich glaube auch, dass sich die Situation wenden wird. Ich bin happy, wenn ich Dir mit meinen Impulsen helfen konnte.

    Herzliche Grüße
    Robert :-)

  • #3

    Tina (Freitag, 06 November 2020 18:56)

    Lieber Robert,
    Ein spannendes Thema, da will ich mich auch äußern.
    Bei meinem Blog habe ich das so gemacht, dass ich immer eine Liste mit Ideen hatte, auf die ich zurückgreifen konnte, für Zeiten, wenn mal nicht die krasse Inspiration da ist.
    Im Prinzip ist das auch, was viele Kreative empfehlen, eine Ideensammlung anzulegen, in der man auch verworfene Ideen ablegt, oder falls Du mal mehrere Ideen hat. Denn die Zeiten, in denen man mal nicht so inspiriert ist oder viel anderen Stress hat, kommen gewiss. Da ist es dann gut, einen kleinen "Puffer" zu haben. Generell nimmt Contentplanung etwas Druck aus der Nummer.
    Und Auszeiten sind natürlich auch wichtig.
    Liebe Grüße
    Tina

  • #4

    Seelenforscher.eu (Donnerstag, 12 November 2020 09:12)

    Hallo liebe Tina,
    Dankeschön für Deine Idee. :-) Es ist tatsächlich so bei Bloggern, nicht immer ist die Inspiration da. Meine Datei mit verworfenen bzw. nicht weiter ausgeführten Ideen ist ewig lang. Manchmal erhalte ich den Impuls alles zu durchforsten und einen Artikel aufzugreifen. Contentplanung funktioniert bei mir nicht. Bei Experten, die einfach nur Wissen / Grundlagen vermitteln wollen, geht das natürlich ganz gut. Ich glaube, momentan ist bei mir Folgendes dran: Mir eine Auszeit zu nehmen. Viele Grüße
    Robert