Geistige Unterstützer

(Stock-Fotografie-ID: 179064305 / Fotograf: cranach)
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Manchmal sitzen Menschen in meiner Praxis, die sich mit ihren Problemen ungeheuer alleine fühlen. Sie werden von anderen z. B. nicht verstanden, nicht wahrgenommen und nicht wertgeschätzt. Die Ratsuchenden belastet vorwiegend ein großer Konflikt, oder sie stehen vor schwierigen Herausforderungen und sind auf der Suche nach Lösungen. Es herrscht Überforderung, und die Klarheit fehlt. Fast immer gesellen sich erschwerend Ängste und Sorgen hinzu, die die Betroffenen entscheidungs- und handlungsunfähig machen.

 

Eventuell hast Du Ähnliches selbst schon einmal erlebt. In solchen Phasen kann es passieren, dass man krampfhaft versucht, die Situation zu kontrollieren. Jedoch ist ständige Kontrolle überaus energieraubend. Jedenfalls entsteht dabei zusätzliche Anspannung, und diese verstärkt den sowieso schon vorhandenen Stresszustand.

 

Zu Beginn einer Behandlung frage ich in der Regel alle Klienten nach ihrer Lebensphilosophie:

 

 

„Glaubst du daran, dass es etwas über uns gibt, das uns Impulse und Hilfestellungen bereitstellt - eine übergeordnete Kraft, etwas Höheres?“

Die meisten bejahen das. Dann frage ich weiter, welche Bezeichnung sie dafür verwenden. Je nach Weltbild hat jeder einen anderen Begriff für „das Höhere“ parat. Einige Beispiele sind „höhere Kraft“, „das große Ganze“, „das Universum“, „die Schöpferkräfte“, das „All-Eine“ und natürlich auch „Gott“.

 

Im Endeffekt ist es egal, welches Wort verwendet wird. Ich persönlich benutze zur Zeit am liebsten die Formulierung „das Göttliche“ – das finde ich neutraler.

 

Religiöse und spirituelle Menschen zweifeln selbstverständlich nicht daran, dass ein „Schöpfer“ existiert. Dann gibt es die Gruppe von Menschen, die sich bisher wenig Gedanken über dieses Thema gemacht haben. Sie vermeiden es, Stellung zu beziehen oder sich für einen der genannten Ausdrücke zu entscheiden. Mir ist außerdem aufgefallen, dass viele Bürger – vor allem aus Ostdeutschland, aus Berlin und dem Umland – eher allergisch auf das Wort „Gott“ reagieren. Denn sie verbinden damit sofort etwas Kirchliches…

 

Ich bin in Bayern aufgewachsen und wurde vor allem auch durch meine katholischen Eltern religiös geprägt. Für mich war es „normal“, an eine höhere Instanz zu glauben, die die Welt und all ihre Lebewesen erschaffen hat. Das ist es auch heute noch. Nur bin ich sehr skeptisch geworden, was Religionsgemeinschaften betrifft.

 

Das veraltete Weltbild der katholischen Kirche (und vieles andere) entsprach mir schon früh nicht mehr. Deshalb habe ich mich von dieser Institution ziemlich bald verabschiedet. Meine Auffassung ist, dass die meisten Religionen dogmatisch und verhältnismäßig einseitig sind, obwohl sie in karitativen Bereichen dennoch Gutes bewirken und ihren Anhängern Kraft geben können. Kirchenmitglieder, vor allem Wahrheitssucher, die sich in einem konservativen System früher oder später nicht mehr wohl fühlen, müssen es irgendwann verlassen.

 

Genau diese Personen begegnen mir teilweise in meiner Praxis. Es sind Menschen, die von der Existenz einer höheren Kraft überzeugt sind, aber Institutionen eher ablehnend gegenüberstehen und sich von religiösen Oberhäuptern keine Vorschriften machen lassen möchten.

 

 

„Man kann an Gott glauben, ohne in die Kirche gehen zu müssen.“

Ich weiß nicht, wo und von wem ich diesen Satz gehört habe, auf mich wirkte er wie eine Befreiung. Ob Dir das Wort „Gott“ oder „göttlich“ nun sympathisch ist oder nicht, ich mache gerne jeden, der eine Behandlung bucht, auf folgendes Thema aufmerksam:

 

Die Hinwendung zu göttlichen Prinzipien oder zur „Weisheit des Universums“!

 

Ich denke, unbestritten ist, dass es diese universelle / kosmische Weisheit geben muss. Wer sich einmal genauer mit dem menschlichen Körper beschäftigt und sich vergegenwärtigt, wie ausgeklügelt alles im Organismus ist, oder wer einmal die Jahreszeiten in der Natur ausgiebig beobachtet hat, dem fällt es schwer anzunehmen, dass alles auf purem Zufall basiert…

 

Ratsuchenden, die sich in einer verzwickten Situation befinden, keinen Ausweg sehen und in ihrem Leid diese Hinwendung komplett vergessen haben, sage ich:

 

 

Unsichtbare, universelle Unterstützer sind überall!

In meinem Sprachgebrauch gibt es die Bezeichnung „geistige, göttliche Helfer“. Die berühmtesten von ihnen sind die Erzengel und die Schutzengel. Man kann sagen, sie gehören zum göttlichen Team und sind für unterschiedliche Bereiche zuständig. Dies hier zu erläutern, würde den Umfang meines Artikels sprengen. Oft werde ich gefragt:

 

„Wieso soll ich mich in einer problematischen Situation an irgendwelche Engel oder Erzengel wenden und nicht gleich an das Göttliche?“

 

Das kann man natürlich machen, den direkten Weg zum „Chef“ (oder zur „Chefin“) nehmen und ihn um einen hilfreichen Impuls bitten. Es heißt übrigens:

 

„Alles, was du brauchst, bekommst du über die Anbindung an deine ureigene göttliche Quelle.“

 

Doch wieso sollte es in der geistigen Welt anders sein als auf der Erde?

 

Nehmen wir als Beispiel eine große Firma, an deren Spitze die Geschäftsleitung steht. Unter ihr gibt es viele Abteilungen mit weiteren Vorgesetzten. Jeder ist ein Spezialist in seinem Bereich. In den Abteilungen finden sich wiederum viele fleißige Arbeiter, die den Anweisungen und Firmenregeln entsprechen und ihren Dienst leisten. Würde jemand mit allen Belangen – auch mit „Kleinigkeiten“ gleich zur Chefetage rennen und nicht zum dafür zuständigen Experten unterhalb, gäbe es wohl einen Stau. Dann würden die Obersten an der Spitze nicht mehr ihre eigentliche Arbeit vollziehen können…

 

 

Alles ist mit allem verbunden!

Ich bin fest davon überzeugt, dass es im Kosmos eine Verbundenheit aller Geschöpfe und Schöpferkräfte (und aller Hierarchien darunter) gibt. Ich glaube dabei an eine Art Automatismus: Egal, welche Bezeichnung Du für das Göttliche verwendest, und unabhängig davon, welchen geistigen, göttlichen Helfer Du ansprichst: Dein Anliegen wird zur richtigen Adresse und an die dafür zuständigen Experten weitergeleitet.

 

Vielleicht hast Du schon einmal das Wort „Geistführer“ gehört – auch ein Ausdruck für die helfenden Kräfte im Universum. Geistführer sind feinstoffliche kosmische Wesen. Es können aber auch menschliche Seelen sein, die zu Lebzeiten zahlreiche Erkenntnisse, viel Erfahrung und Wissen und damit eine große Weisheit angesammelt haben. Einige verstorbene Ärzte, Psychologen, Erfinder, Visionäre, Umweltschützer, Freidenker, Friedensaktivisten usw. entscheiden sich nach ihrem Tod, eine Zeit lang in Erdnähe zu bleiben und den Lebenden, die sich für das Wohlergehen der Menschen, der Natur und der gesamten Umwelt einsetzen, mit Ideen und Eingebungen zur Seite zu stehen.

 

In vielen spirituellen Büchern steht geschrieben, jeder Mensch hätte einen Geistführer (abhängig von seiner Lebensaufgabe sogar mehrere unterschiedliche). Diese arbeiten gemeinsam mit den Lebenden an Zielen, die dem göttlichen Plan entsprechen, zum Beispiel an kreativen Projekten, die den Menschen Heilung und Frieden bringen. Sie tragen mit dazu bei, dass Umweltrettung, Weiterentwicklung, neue Erfindungen, neue Heilmethoden, das Erkennen kosmischer Wahrheiten etc. vorangetrieben werden. Denn alle Ideen und Lösungen für die Probleme der Menschheit sind bereits vorhanden, sie müssen nur noch aus der geistigen Welt „heruntergeholt“ werden. Das funktioniert besser, wenn man sich dieser Thematik bewusst ist…

 

Bezeichnest Du Dich als spirituell, dann achte jedoch darauf, Deinen Fokus nur auf Wesenheiten und helfende Seelen zu richten, die dem Göttlichen zuarbeiten und zum höchsten Wohl aller Beteiligten agieren.

Diese Grundhaltung ist deshalb wichtig, weil sie alles Gegenteilige aussiebt. Denn wer für die Sichtweise der Geistführer offen ist, dem kann es passieren, dass er in Kontakt mit Wesen gerät, die sich lediglich dafür ausgeben, licht und göttlich zu sein – vielleicht auch auf den ersten Blick so erscheinen. Aber das Herz erkennt es ziemlich schnell, wer da tatsächlich präsent ist.

 

 

An welchen Merkmalen kann man es festmachen?

Ein göttlicher Geistführer ist sanft und mahnt niemanden zur Eile, er drängt Dich zu nichts, z. B. zu einer Aktion, die Dir Unbehagen bereitet oder Dir widerstrebt. Eigentlich ist das Wort „Geistführer“ nicht optimal. Denn es gibt ein unumstößliches Gesetz in der geistigen Welt:

 

"Die Freiheit eines jeden Menschen muss respektiert werden."

 

Ein Geistführer führt nicht wirklich. Er greift niemals in die Freiheit eines lebenden Menschen ein, z. B. motiviert er ihn niemals zu Entscheidungen. Er beachtet die kosmische Regel und stellt nur Wissen und Weisheit zur Verfügung, ohne eine Gegenleistung zu fordern! Nur wenn ein Mensch um Unterstützung bittet, dann darf er Inspirationen weitergeben. Er ist immer liebevoll und wohlwollend…

 

Aus diesem Grund vermeide ich das Wort „Geistführer“ in der Regel und verwende lieber die Formulierung „göttliche Unterstützer“ oder „geistige Unterstützer“ (und meine damit immer alle, die aus der universellen, reinen und bedingungslosen Liebe heraus und im göttlichen Sinne handeln).

 

Es gibt medial begabte Menschen, die Durchsagen diverser „Geistführer“, Engel oder anderer angeblich göttlicher Wesen „channeln“. Das Internet und der esoterische Buchmarkt sind voll von solchen Botschaften. Jedoch ist bei Channelings Vorsicht geboten! Ich war und bin heute noch ziemlich skeptisch, sobald jemand behauptet, Kontakt zu Erzengel Michael zu haben und seine Hinweise zu überbringen. Ich glaube einfach nicht, dass ein Repräsentant des Göttlichen den Menschen sagt, was sie zu tun haben oder machen müssten…

 

 

Wer sich für Geistführer und Channelings interessiert und den Armlängentest beherrscht, der kann folgende Fragen austesten:

  • „Stehe ich in Verbindung mit einem oder mehreren Geistführern oder anderen inspirierenden Wesenheiten?“

Bei einem Ja:

  • „Entspringt ihr Verhalten aus der bedingungslosen Liebe?
  • „Agieren sie zum höchsten Wohl aller Beteiligten?“
  • „Arbeiten sie dem Göttlichen zu?“

Dieselben Fragen kannst Du auch zur Überprüfung des Absenders von Botschaften verwenden.

 


Um mehr über ein Channel-Medium zu erfahren:

  • „Ist das Medium energetisch klar?"
  • „Agiert es zum höchsten Wohl aller Beteiligten?
  • „Entspringen seine Botschaften aus der göttlichen Quelle?“
  •  „Entsprechen die überbrachten Hinweise der göttlichen Wahrheit?
    (Zu wie viel Prozent?)“
  • „Ist das Medium frei von Anbindungen an unreine Quellen?“

 

Unreine Quellen sind manipulierende Kräfte, die die Absicht haben, von der Energie eines Menschen zu leben… Sobald Du auch nur bei einer Frage ein Nein erhältst, verabschiede Dich besser von den entsprechenden Personen bzw. Wesen.

 

 

Ein weiterer geistiger Unterstützer und wichtiger Helfer bist Du selbst!

Vielleicht verwundert Dich das gerade. Ich glaube nämlich daran, dass wir Menschen existieren, um uns auf unserem Entwicklungsweg gegenseitig zu inspirieren und zu helfen. Jeder ist mit seinen individuellen Talenten ein Experte auf seinem Gebiet (vorausgesetzt, die Gaben wurden entdeckt, und man lebt sie aus)!

 

Mit Deiner Lebenserfahrung und durch die Herausforderungen, die Du bereits gemeistert hast, bist Du in der Lage, ein Helfer für andere zu sein, die in einer ähnlichen Situation stecken.

Ganz besonders Therapeuten, Speaker, Blogger, Gamechanger usw. fühlen in sich die Berufung, anderen Impulse zu geben. Somit betreiben sie auf mentaler Ebene und auch auf anderen Ebenen Bewusstseinsarbeit.

 

Auch in folgendem Fall bist Du ein Unterstützer, um einen Konflikt, ein Trauma oder ein erlebtes Drama aufzulösen:

 

In Deiner Kindheit hattest Du beispielsweise einen Mangel oder Verlust erlitten. Dich belastete ein Problem, und Du musstest eventuell diverse Ängste und andere disharmonische Gefühle durchstehen. Richtig verstehen konntest Du die Hintergründe der Konfliktsituationen jedoch damals noch nicht. Eventuell hast Du begonnen, einen negativen, meist von anderen übernommen Satz zu glauben, der Deinem System gehörig zu schaffen machte (und der sogar noch heute wirksam sein kann).

 

Möglicherweise begannst Du, um Anerkennung, Wertschätzung und vor allem Liebe zu bekommen, Dich so zu verhalten, wie es sich Deine Eltern wünschten. Falls es aber nicht Deinem Naturell entsprach, führte dies zwangsläufig dazu, dass Du Dein wahres Ich verleugnen musstest. Man verbiegt sich nicht nur als Kind, sondern auch später weiterhin für andere und merkt die negativen Konsequenzen erst einmal nicht…

 

Sobald wir Themen aus unserer Kindheit heilen wollen – Stichwort „Innere Kind-Arbeit“ – reisen wir gedanklich und seelisch in die Vergangenheit. Wir bringen unserem Kindheits-Ich wertvolle Impulse mit, z. B. die notwendigen positiven Glaubenssätze, die wieder Frieden schaffen.

Diese Karte veranschaulicht dieses Thema sehr gut... :)
Diese Karte veranschaulicht dieses Thema sehr gut... :)

Das Innere-Kind-Kartenset" ist direkt bei mir bestellbar!

 

Du begegnest Dir wie eine liebevolle, tröstende Mutter oder ein Sicherheit gebender Vater. Das ist der Grund, warum ich im Begleitbuch meines Inneren Kind Kartensets gerne diese Bilderreise zum jungen Ich mit folgendem Satz einleite:

 

„Hallo, ich bin du aus der Zukunft, und ich bin da, um dich zu unterstützen…“

 

Behandle ich (mit Hilfe eines ganzheitlich denkenden Arztes, Coaches oder Heilers) vielleicht mein Geburtstrauma oder eine Trennung, dann bin ich und auch der begleitende Behandler ein geistiger Helfer. Die Hinwendung zu mir in früheren Lebensabschnitten hilft dabei, das Erfahrene besser verarbeiten zu können.

 

Diesen Gedanken finde ich absolut schön:

 

Es ist immer jemand für mich da, der mich tröstet und der mir die Inspirationen liefert, die ich für meinen Weg brauche.

Es ist mein „weises Ich“ oder mein höheres Selbst, das in Verbindung mit der kosmischen Weisheit steht.

 

Schaffe ich es von der Gegenwart aus, meinem Inneren Kind zu helfen, dann müsste es doch eigentlich auch möglich sein, von meinem erfahreneren Zukunfts-Ich Impulse zur Lösung und Bewältigung zu erhalten? Ich werde das gelegentlich ausprobieren, den erfahreneren Robert aus der Zukunft zu Rate zu ziehen, falls ich mich einmal in einer schwierigen Situation befinden sollte und nicht weiter weiß. Das werde ich noch genauer erforschen und beobachten…

 

Was auch immer Dir Kopfzerbrechen bereitet: Denk daran, dass wir jederzeit um Hilfe bitten können. Schon in der Bibel heißt es:

 

„Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan."

 

Auf jeden Fall ermöglicht die Hinwendung zu göttlichen Energien wundersame Fügungen. Das ist meine persönliche Erfahrung. Das Vertrauen darauf bewegt unser Leben und verändert es zum Positiven.

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Silke (Sonntag, 19 Januar 2020 20:23)

    Lieber Robert vielen Dank für diese aufschlussreichen Zeilen. Ich habe heute aus dem inneren Kind Set Glück sowie du wirst geliebt gezogen. Vorher eine Meditation vom Uwe Albrecht Blog ganz tief wirkend erlebt. Und mit den Karten der inner Wiese Heilapotheke sowie dem Amulette mit mir gearbeitet
    Ganz hier und jetzt.vielen Dank an Dich und Uwe
    Uebe weiter.

  • #2

    Seelenforscher.eu (Sonntag, 19 Januar 2020 20:53)

    Hallo liebe Silke,
    ich freu mich, dass Du das Innere Kind Kartenset anwendest. :) Die Karte "Du wirst geliebt" ist eine meiner Lieblingskarten. Ich finde es toll, dass Du auch die innerwise Heilapotheke einsetzt und übst... Weiterhin viel Freude beim Entdecken.
    Viele Grüße
    Robert :)