Im Moment geht´s mir gut

Foto: pixabay.com - many thanks to "Pexels" :)
Foto: pixabay.com - many thanks to "Pexels" :)

 

 

Egal, mit wem ich in letzter Zeit gesprochen habe, zum Jahresanfang machen sich die meisten Menschen Gedanken über ihre Zukunft. Wie wird das neue Jahr? Gut oder weniger gut, welche Erfahrungen warten? Werden Ziele erreicht? Gelingen die geplanten Vorhaben, werden sich lang gehegte Wünsche erfüllen? Wie wird es um die Gesundheit bestellt sein? Doch die Gedanken sind auch in die Vergangenheit gerichtet.

 

Insbesondere werden diejenigen zweifeln, für die 2019 nicht optimal verlaufen ist. Wer aktuell mit negativen Erlebnissen hadert, deren Ursachen er noch nicht geklärt oder durchschaut hat, dem wird es schwerer fallen, in Bezug auf 2020 optimistisch zu sein.

 

Unser Verstand besitzt die Tendenz, sich regelmäßig in der Vergangenheit, aber auch in der Zukunft aufzuhalten. Alle Konflikte, Schockmomente, Traumata usw., die nicht verarbeitet wurden, wirken wie imaginäre Gummibänder, die sich um den Organismus geschlungen haben, nur um einen vom Hier und Jetzt fernzuhalten.

 

Genauso katapultieren uns angst- und sorgenvolle Gedanken oft viele Jahre nach vorne. Wir fürchten uns vor Geldmangel, Krankheiten im Alter, möglichen Schicksalsschlägen oder Verlusterlebnissen usw. Dadurch entstehen ausgesprochen unsympathische Gefühle, die wiederum weitere negative Gedanken nach sich ziehen....

 

Möglicherweise weißt Du bereits, dass hinter Ängsten und Sorgen fehlendes Vertrauen steckt.

 

 

Das Urvertrauen kann in bestimmten Lebensphasen dermaßen erschüttert worden sein,

dass man den Glauben an sich, seine Fähigkeiten und an göttliche / universelle Fügungen verloren hat. Wer zudem von seinen Mitmenschen tief enttäuscht wurde, der entwickelt Misstrauen, das ihn das Gute in anderen nicht erkennen lässt...

 

Bei mir sind es gelegentlich Existenzängste, die meinem System zu schaffen machen - nicht nur Selbständige kennen sie! Seit über 22 Jahren bin ich Unternehmer. Ich habe in dieser Zeit schon zahlreiche Höhen und Tiefen durchlebt. Auch letztere sind sinnvoll, um zu lernen und später die Höhen wertschätzen zu können.

 

Die Sicherheiten eines Angestellten genieße ich nicht: Ich erhalte z. B. keinen bezahlten Urlaub. Nehme ich mir frei oder eine Auszeit, verdiene ich kein Geld. Legt mich einmal eine Grippe flach, gibt es keine Lohnfortzahlung. Um eine bessere Rentenvorsorge müsste ich mich auch endlich einmal kümmern. :-/

 

Dafür liebe ich die Freiheit, das zu tun, auszuhecken und auszuprobieren, was ich möchte. Es gibt keinen Vorgesetzen, der mir etwas vorschreibt etc. – ich bin mein eigener Herr und muss mich nicht über schwierige Arbeitskollegen ärgern...

 

Läuft mein Business gut, bin ich zwar äußerst dankbar, aber ich konnte feststellen, dass in meinem Hinterkopf dennoch immer die Sorge mitschwingt:

 

„Die Nachfrage nach meinen Angeboten könnte nachlassen.“

 

„Was mache ich bei einer Flaute oder bei unvorhergesehenen notwendigen Ausgaben?“

 

„Schaffe ich es, mit meinem Konto im Plus zu bleiben, oder rutsche ich ins Minus?“

 

Alles schon erlebt.

 

 

Den Glauben und das Vertrauen stärken

Falls Du daran glaubst, dass Deine vergangenen Gedanken sowie Deine Grundhaltung Deine gegenwärtigen Erfahrungen kreieren, dann darfst Du es Dir nicht erlauben, pessimistisch zu sein. Das drosselt Deine Lebensenergie.

 

Finanzielles ist ebenfalls eine Energie, die fließen möchte. Geldmangel bedeutet Energiemangel. Deshalb ist es gut, auf seinen Kräftehaushalt zu achten. Wer die Energieräuber und -bringer in seinem beruflichen und privaten Alltag kennt, der ist eindeutig im Vorteil.

 

Optimismus erhöht die Energie. Jedoch kann sich dieser nur in Deinem System breitmachen, wenn Du ein starkes Urvertrauen hast bzw. es wiedergewinnst. Auch ich muss mich hin und wieder darum kümmern, mein Urvertrauen auf das erforderliche Maß einzupegeln. Insbesondere dann, wenn z. B. das Finanzamt meine Umsatzsteuer-Zahllast abbucht, drei Klienten erst nach Wochen mein Beratungshonorar überweisen, meine Autoversicherung, Betriebshaftpflicht und Feuerversicherung für meine Berliner Praxis sowie weitere Rechnungen fällig sind.

 

„Puh! Da darf nichts schief gehen…“

 

Es ist menschlich, Ängste zu haben. Man wird sie nicht los, wenn man sie wegzudrängen oder abzulehnen versucht.

 

Die meisten von uns beginnen damit schon in der Kindheit, weil es uns von den Eltern und anderen Erwachsenen vorgelebt wurde. Man kann es ihnen letztendlich nicht verübeln, denn auch unseren Erziehungsberechtigten brachte man in der Regel nicht bei, wie man mit Ängsten umgeht und wie man sie verwandeln und auflösen kann…

 

 

Angsthase bleiben? (Foto: pixabay.com - many thanks to "Pexels"!)
Angsthase bleiben? (Foto: pixabay.com - many thanks to "Pexels"!)

Was mir hilft, wenn ich mich sorge oder Ängste in mir wahrnehme – hier einige Vorschläge:

1.) Sag Ja zur Angst.

Du musst sie nicht lieben, aber versuche, sie wohlwollend zu beobachten - wie ein Kind, welches Aufmerksamkeit sucht. Positiv ist es immerhin, dass Du die Angst oder Sorge registriert hast. Sie darf da sein. Fälle keine Urteile wie z. B.: „Es ist nicht gut, dass ich Angst habe. Ich sollte mich nicht sorgen!“ oder Ähnliches.

 

 

2.) Vergegenwärtige Dir, dass Du wandelndes Bewusstsein bist, das einige Jahrzehnte seine Erfahrungen auf der Erde machen darf.

Diese Formulierung ist von Kurt Tepperwein. Als wandelndes Bewusstsein besitzt Du Manifestationskräfte, mit denen Du alles erschaffen kannst, was in Deinem Leben vorgesehen und zum höchsten Wohl ist. Voraussetzung ist allerdings, dass Du Dich nicht als Spielball des Lebens begreifst, sondern als Schöpfer Deiner Realität. Gefällt Dir etwas in Deiner Gegenwart nicht, hast Du die Aufgabe zu erforschen, durch welche Gedanken und vor allem Glaubensmuster Du es erschaffen hast…

 

 

3. Bist Du Dir Deiner geistigen Kräfte bewusst, dann überprüfe regelmäßig, ob Du Glaubenssätze hegst, die Dich auf Deinem Weg unterstützen.

Häufig ist eher das Gegenteil der Fall, was eindeutig schwächend auf die Psyche wirkt. Verabschiede negative Gedanken, dafür gibt es unterschiedliche Methoden. Bring Dich dabei vor allem wieder in die Gegenwart – ins Hier und Jetzt. Versuch, es Dir anzugewöhnen!

 

 

Mit der Absicht, das Grübeln über die Vergangenheit zu beenden und den Geist aus der ungewissen Zukunft zügig wieder zurückzuholen, verwende ich folgende Fragen bzw. Sätze:

„Wie geht es mir gerade in diesem Moment?“

Ist das, wovor ich mich so sehr fürchte, tatsächlich eingetreten? In den meisten Fällen wohl nicht! Woher kommt das leidige Sinnieren über Worst-Case-Szenarios?

 

Jedenfalls schadet es nicht, sich zu vergegenwärtigen, dass zumindest die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Man hat ein Dach über dem Kopf, sitzt in einer warmen Wohnung, muss sicherlich nicht hungern wie die Menschen früherer Generationen. Auch wenn Geldknappheit herrscht, genießen wir mehr Vorzüge und einen vielfach höheren Wohlstand als ein Bürger vor 100 Jahren…

 

 

„Was wäre ich ohne meine sorgenvollen / ängstlichen Gedanken?“

Damit beginnst Du, Deinen Fokus zu ändern.

 

 

„Gerade jetzt atme ich, und alles ist gut.“

Mittlerweile verstehe ich, warum der Atem beim Meditieren so wichtig ist. Die Konzentration auf Deinen Atem bringt Dich schnell in die Gegenwart. Beobachtest Du Deinen Atem, ist es viel schwerer, das negative "Gehirngebrabbel" aufrechtzuerhalten.

 

 

„Ich kann mich bewegen, mein Körper funktioniert.“

Selbst wenn ich an einem Symptom leiden sollte, sind die körperlichen Grundfunktionen wahrscheinlich gewährleistet…

 

 

„Ich registriere die Welt um mich herum.“

Vielleicht bemerkst Du, dass gerade die Sonne scheint oder Du beim Spazierengehen und Nachdenken lachende Kinder auf der Straße siehst. Genieße das!

 

 

„Ich bin präsent!“

Darunter verstehe ich unter anderem, mir meiner bewusst und in der Gegenwart zu sein. Ich bin achtsam und verfolge aufmerksam, was um mich herum und in mir passiert…

 

 

„Ich lebe und darf Erfahrungen machen.“

Die Dankbarkeit dafür kann Dir helfen, stressvolle Herausforderungen als Chance zu sehen und Lösungen zu entdecken…

 

 

„Es geht immer irgendwie weiter.“

Denk an frühere unschöne Phasen Deines Lebens, die hinter Dir liegen - was oder oder wer half Dir, sie zu beenden bzw. zu verlassen?

 

 

„Bis jetzt habe ich bereits vieles gemeistert!“

Auch wenn Du vorher nicht wusstest, wie Du es schaffst...

 

 

„Ich bin in Ordnung.“

Auch mit meinen Grübeleien! Diese Anerkennung führt dazu, dass Du den Moment annimmst. „Es ist, wie es ist!“ – eine nützliche Feststellung, die Veränderung durch Akzeptanz einleitet.

 

 

„Lebe den Moment!“

Der Spruch ist vielen bestimmt sehr geläufig. Integriere ihn in Deinen Alltag!

  

Vielleicht ist es genau das, was wir Menschen – trotz aller Unsicherheiten und Unvorhersehbarkeiten des Lebens - zu lernen haben. Möglicherweise entdeckst Du am Ende Deines Innehaltens auch diese Formulierung:

 

 

Im Moment geht´s mir gut

Dieser Satz kann Deine Entspannung fördern. In spirituellen Kreisen heißt es übrigens:

 

Anspannung, Sorge und Kontrollhaltung wehren die universelle Unterstützung ab - beispielsweise von unsichtbaren geistigen Helfern bzw. göttlichen Energien. Sie stehen für jeden Menschen auf seinem Entwicklungsweg bereit.

 

Ähnlich ist es auch mit Fügungen und überraschenden Wendungen: Sie geschehen meist dann, wenn Du in Deiner Mitte, entspannt bist und Dein Urvertrauen stark ist. Gehen wir deshalb präsent und voller Vertrauen ins neue Jahr!

 

Ich wünsche es jedem…

 

 

 

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich, wenn Du ihn teilst.

Dieser Artikel könnte Dich auch interessieren

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Tina (Sonntag, 12 Januar 2020 16:37)

    Danke Robert,
    Ich wünsche Dir auch viel Vertrauen für's neue Jahr. Ohne jetzt Werbung machen zu wollen, ich bin in angstvollen Momenten auch sehr liebevoll zu meinem inneren Kind und mir selbst. Früher habe ich mich als schwach gesehen und selbst fertig gemacht, bzw. angetrieben, mich zusammenzureißen.
    Wenn es ganz übel ist, nehme ich Wort-Case-Szenarios, um mich zu beruhigen und unbestimmter Angst ein konkretes Bild zu geben. Sie sind ja meistens doch nicht so realistisch.
    Aber das macht jeder anders.
    Liebe Grüße
    Tina

  • #2

    Silke Buddrus (Sonntag, 12 Januar 2020 16:57)

    Danke Dir Robert das Kartenset und Buch tut mir sehr gut. Bin sehr froh über die Ausstrahlung der Farben und bin auf dem Weg.. Es passt genau auf das Jahr 2020. Blockaden lesen loslassen frei von unreine Quellen. Bin sicher bei Dir fließt das Leben. Grüße silke

  • #3

    Seelenforscher.eu (Dienstag, 14 Januar 2020 23:30)

    Hallo liebe Tina, hallo liebe Silke,
    vielen Dank für Eure Kommentare.

    @Tina: Schön zu lesen, dass Du liebevoll mit Dir und Deinem Inneren Kind umgehst! :-) Diese destruktive Phase, die Du in Deiner Vergangenheit beschreibst, hatte ich ebenfalls! Bisher habe ich noch keinen Menschen getroffen, der gerade Worst-Case-Szenarios verwendet, um sich zu beruhigen, aber jeder hat seine "Strategie". Der Angst ein Bild zu geben, ist sicher sinnvoll und leitet den Wandlungsprozess ein...

    @Silke: Ich freu mich zu lesen, dass Du zufrieden mit dem bestellten Kartenset und meinem Buch bist. :-) Toll, dass Du auf Farben achtest, sie halten auch Heilsames parat... Blockaden lösen und loslassen - das wünsche ich jedem und energetische Klarheit ist ebenfalls wichtig... Natürlich gibt es auch bei mir hin und wieder Blockaden, aber sobald ich welche wahrnehme, versuche ich gleich zu schauen, wie der Fluss wiederhergestellt werden kann. Da habe ich mittlerweile Erfahrung angesammelt ;-)

    Liebe Grüße an Euch
    Robert