Die Vergangenheit ist vorbei!

Foto: pixabay.com / Michal Jarmoluk - dziękuję serdecznie :)
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Diesen Satz kenne ich aus der Trauma-Therapie, und ich finde ihn ungeheuer wichtig.

 

Ich bin sicher, jeder von uns hat früher Erfahrungen gemacht, die Spuren hinterlassen haben. Das kann ein Erlebnis gewesen sein, das der Verstand als schlimm einstuft, vielleicht eine Traumatisierung in Kindertagen, z. B. ein Unfall (selbst daran beteiligt oder nur beobachtet), ein belastender Krankheitsfall in der Familie, eventuell die Trennung der Eltern usw.

 

Es gibt aber auch kleine Schock-Momente, die man im Nachhinein als harmlos einstuft. Oft werden sie vergessen, besonders dann, wenn sie in den ersten Lebensjahren stattfanden. Die wenigsten haben wohl Erinnerungen an die Zeit vor dem dritten Lebensjahr.

 

Doch es gibt Ausnahmen. Ich kenne eine Frau, die nicht nur zahlreiche Details aus ihrer frühesten Kindheit nennen kann, sondern sogar weiß, was sich zum Zeitpunkt ihrer Geburt ereignet hat.

 

„Nur glaubt mir das kaum einer!“ sagt sie. Ich fand das wirklich erstaunlich. Ich selbst weiß kaum mehr etwas aus meiner frühen Kindheit.

 

 

Doch gerade Schreck-Erlebnisse, die das Kleinkind verstandesmäßig noch nicht einzuordnen vermag, können in späteren Jahren zu schaffen machen.

Dramen oder Traumata können prägend sein und später das Verhalten eines Erwachsenen beeinflussen. Jedoch ist diese Tatsache vielen Menschen nicht bewusst.

 

Erst wenn jemand unerklärliche hemmende Ängste oder merkwürdige Verhaltensweisen an sich bemerkt, die im Alltag belastend sind, beginnt der Betroffene nach Ursachen zu suchen. Sollte die klassische Schulmedizin nicht oder nur ungenügend helfen, geht die Ratlosigkeit weiter.

 

Ich finde, an dieser Stelle können Kinesiologie und Informationsmedizin besonders hilfreich sein. Dabei bedienen sich Therapeuten des Muskelreflextests, wie z. B. des Armlängentests. Er macht es möglich, auf das Unterbewusstsein eines Patienten zuzugreifen.

 

Bereitet einem Erwachsenen eine Irritation aus der Kindheit noch Stress, dann verkrampfen sich die Muskeln auf einer Seite des Körpers, sobald er nur an den Konfliktauslöser denkt. Die Arme zeigen in diesem Fall ein Nein an.

 

Zusätzlich nachzuprüfen, ob das Unterbewusstsein eines Klienten / Patienten noch "rebelliert", empfehle ich jedem energetischen Coach oder Therapeuten. Ob jemand früher geschlagen wurde, oder ob seelischer Missbrauch stattfand usw.:

 

 

Lass den Ratsuchenden beim Gedanken an einen früheres Drama den Satz "Die Vergangenheit ist vorbei!" laut aufsagen.

Der Berater bekommt so seine Vermutungen vom Unterbewusstsein des Getesteten bestätigt. Ist der Konflikt und das Lebensalter, in dem er ausgelöst wurde, gefunden, kann man dem „Vergangenheits-Ich“ die notwendige INFORMATION geben, die einen Selbstheilungsprozess in Gang bringt. Sie wirkt wie eine Medizin.

 

Zur Veranschaulichung zwei Beispiele:

 

 

Foto: pixabay.com - many thanks to "RonPorter" :)
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Beispiel 1 - der Vorfall mit der Taube

Eine Mutter geht mit ihrer einjährigen Tochter im Kinderwagen an einem belebten Platz in einer Fußgängerzone spazieren. Dort sind Heerscharen von Tauben damit beschäftigt, die Brotkrümel aufzupicken, die manche Anwohner regelmäßig ausstreuen, so als seien Fußgängerzonen ein Rast- und Futterplatz für diese Tiere.

 

Jeder kennt wohl den Moment, wenn Tauben erschrecken und plötzlich auffliegen. Eine Taube verirrt sich in den Kinderwagen und berührt mit ihrem Flügel für einen Augenblick die Decke oder sogar das Kind. Es bekommt Angst. Das Ganze dauert nur einen Moment , dennoch kann dieser vom Organismus als Bedrohung abgespeichert werden.

 

Eine Weile bleibt das System des Kindes in einem Alarm-Zustand oder sogar in einer Starre, die der Körper mit der Zeit selbst aufzulösen versucht. Der Vorfall wird vergessen, trotzdem bleibt die Erfahrung im Unterbewusstsein negativ besetzt.

 

Viele Jahre später kann sich z. B. eine Panik vor Tauben oder anderen Vögeln entwickeln und den Alltag erschweren. Denn Menschen, die an Angst-Attacken leiden, versuchen, bestimmte Situationen zu vermeiden. Und nicht nur die Betroffenen leiden darunter, sondern auch deren Partner und andere Beteiligte.

 

Mit kinesiologischen Testmethoden kann man relativ zügig an die stressauslösenden Faktoren kommen und auch herausfinden, welche Informationen (in Form eines Glaubenssatzes, einer Geste oder der Verabschiedung von damaligen Gefühlen) benötigt werden.

 

 

Lies auch meinen Artikel über "Schuldgefühle in der Kindheit" (Bildnachweis: Stock-Fotografie-ID:513252466 - many thanks to "fasphotographic" :)
Lies auch meinen Artikel über "Schuldgefühle in der Kindheit" (Bildnachweis: Stock-Fotografie-ID:513252466 - many thanks to "fasphotographic" :)

Beispiel 2 - der Mobbingfall

Ein elfjähriger Junge wird in der Grundschule von älteren Schülern regelmäßig gemobbt und eingeschüchtert. Er leidet sehr unter den Erniedrigungen. Lange Zeit hat er sich dafür geschämt, doch irgendwann nimmt der Bub all seinen Mut zusammen und vertraut sich weinend seinem Vater an.

 

Der reagiert aber völlig anders als es der Junge erwartet hat. Weder gibt er seinem Sohn einen Tipp, was zu tun ist, noch spricht er ihm tröstend oder verteidigend zu.

 

"Da musst du alleine durch! Das Leben ist hart! Der Stärkere gewinnt!"

heißt es nur, fast schon desinteressiert. Du kannst Dir vorstellen, dass durch die Enttäuschung und das Gefühl, allein gelassen zu sein, der Mobbingkonflikt nur noch verstärkt wird.

 

Viele Jahre später können die damals entstandenen Selbstwert-Probleme nicht nur im Erwachsenen starke Opfertendenzen manifestieren, sondern zu Schwierigkeiten führen, sich im Berufs- und Privatleben erfolgreich zu behaupten. Im schlimmsten Falle entstehen weitere Angstzustände oder die Unfähigkeit, soziale Kontakte aufzubauen...

 

 

Hast auch Du etwas erlebt, von dem Du meinst, es würde Dich heute noch einschränken, kannst Du Dich auf die Suche begeben.

Beispielsweise ist Deine Platzangst oder die Angst, in einen Fahrstuhl zu steigen, ein Trigger, sprich, sie erinnert Dich an einen Schreck, einen Schock-Moment oder ein Trauma aus der Vergangenheit. Falls Deine Eltern oder Großeltern leben, frag sie, ob sie sich an etwas Dramatisches erinnern, das Dich als Baby oder als Kind erschreckt hat.

 

Oft sind Verknüpfungen zur Panik-Attacke vorhanden, die man in diesem Zusammenhang gar nicht vermuten bzw. zuordnen würde.

 

Oder Du erlernst den Armlängentest und wirst selbst zum Detektiv. Natürlich kannst Du Dir auch einen Coach suchen, der Dir dabei hilft. Sobald Du das Lebensjahr und den dazugehörigen Konflikt gefunden hast, gibt es folgende Möglichkeiten:

 

Du begibst Dich gedanklich in die Zeit des irritierenden Erlebnisses und nimmst Kontakt mit Deinem „Vergangenheits-Ich“ auf. Die meisten haben nämlich gar nicht so sehr ein Problem damit, dass ihnen etwas Unschönes passiert ist, sondern ein Konflikt kommt erst auf, wenn der Betroffene in dem Moment, in dem er Hilfe braucht, sie nicht von außen erhält.

 

Es fehlt ihm in diesem Moment einfach die passende Information, die ihn beispielsweise beruhigen würde.

 

 

Es ist das Innere Kind in Dir, welches sich nach Aufmerksamkeit und Trost sehnt.

Visualisiere vor Deinem geistigen Auge die belastende Szene von damals. Du bist für Dein früheres Ich ein sogenannter geistiger Helfer, der aus der Zukunft kommt. Im Grunde unterstützt Du Dich als Erwachsener mit Deiner angesammelten Weisheit selbst. Du begegnest Dir wie eine liebevolle, tröstende Mutter oder ein beruhigender und Sicherheit gebender Vater.

 

Nimm Dich in den Arm, tröste Dich, erkläre der / dem Kleinen, was passiert ist usw. Kommuniziere mit Dir. Vielleicht fällt Dir noch etwas ein, was Dich stärken könnte. Achte auf Eingebungen und Impulse! Eventuell brauchst Du die Erinnerung, dass jedes Kind einen Schutzengel hat... Mach das ganz behutsam und schau, was Dein Kindheits-Ich noch bekommen darf, um wieder friedlich und fröhlich zu sein.

 

Zum Schluss sagst Du zu Deinem Inneren Kind:

„Die Bedrohung ist vorbei! Die Vergangenheit ist vorbei! Es gibt keine Gefahr mehr!“

 

Wie reagiert es auf diese Sätze? Ich bin sicher, Du bist in der Lage, Dir das zu geben, was Du zur damaligen Zeit gebraucht hättest.

 

Danach verabschiede Dich. Du kannst auch noch sagen:

„Ruf mich, wann immer du mich brauchst. Ich werde aus der Zukunft zu dir kommen und dir beistehen. Gemeinsam bewältigen wir alles. Du bist niemals allein!“

 

(Es gibt übrigens noch verschiedene weitere Methoden, gespeicherte Gefühle und negative Glaubenssätze aus seinem System zu verabschieden, z. B. durch Klopfen auf Meridianpunkte... ) Sobald Du wieder im Hier und Jetzt angekommen bist, sagst Du es noch einmal laut:

 

 

„Die Vergangenheit ist vorbei!“

Beherrscht Du kinesiologische Testmethoden, dann prüfe nach: Wenn Du den Satz jetzt sagst, müsstest Du ein Ja erhalten, das bedeutet, die Erinnerung von damals macht keinen Stress mehr.

 

Mit diesen Aktionen schreibst Du sozusagen die negativen Erlebnisse um, und Dein Unterbewusstsein sowie Dein Verstand können sich auch im Heute wieder entspannen…

 

Beobachte danach, ob Deine Panik deutlich geringer wird oder sogar ganz verschwindet. Egal, was Du erlebt hast, erinnere Dich immer wieder an diese heilsame Aussage:

 

"Die Vergangenheit ist vorbei!"

 

 

 

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