Auf der Suche nach dem Reset-Knopf

(Bildnachweis: Stock-Fotografie-ID 497707156 - many thanks to "ampols")
(Bildnachweis: Stock-Fotografie-ID 497707156 - many thanks to "ampols")

 

Manche elektronischen Geräte haben ihn. Man drückt ihn, wenn mal irgendetwas im System hakt oder blockiert ist, in der Hoffnung, dass sich alles wieder in den blockadefreien Grundzustand versetzt und alle Funktionen wieder reibungslos ablaufen. Seit einigen Wochen frage ich mich: Gibt es das auch beim Menschen?

 

„Alles, was denkbar ist, ist möglich!“ Wenn diese Aussage stimmt, dann müsste eigentlich jeder Mensch eine energetische Reset-Taste haben.

 

Ich mache mir nämlich deswegen darüber Gedanken, weil ich durch meine Arbeit auch mit Leidtragenden in Kontakt komme, die überaus viele negative Erlebnisse, Dramen und Traumata hinter sich haben, deren Nachwirkungen noch gegenwärtig sind.

 

In welchem Alter auch immer – das Unterbewusstsein speichert jeden Konflikt. Je nachdem, wie heftig ein Erlebnis ist, sammelt sich Disharmonie = Ladung an. Wer seine Themen jedoch nicht aufarbeitet und mit der Zeit befriedet, verpasst es, Anspannung abzubauen.

 

Ungeklärte Stresszusände, vor allem die Verdrängung von Emotionen, überfordern das System auf Dauer. Irgendwann wird es dem Organismus zu viel, und er gerät in eine Art Starre-Zustand. Nichts geht mehr. Das kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen.

 

 

Wie löst man dieses Problem?

Dabei helfen meiner Erfahrung nach viele alternative und energetische Heilmethoden. Manchmal muss man sich erst einmal aus seinem disharmonischen Feld entfernen und einen heilsamen Kontrast suchen, beispielsweise regelmäßig raus in die Natur, handwerkliche Arbeit, Beschäftigung mit Tieren, Waldspaziergänge usw., damit die Neuausrichtung gelingt.

 

Übrigens kann ebenso für eine Weile Rückzug angesagt sein (oder Abbruch des Kontakts zu Stressoren). So gewinnt man Abstand und kann sich neu besinnen. In einem entspannteren Zustand tauchen viel schneller Lösungsimpulse auf...

 

Seit ich 16 Jahre alt bin, interessiere ich mich für Heilung und bin auf der Suche nach Wahrheiten und Möglichkeiten, wie Menschen wieder gesund werden. 2011 habe ich beruflich umgeschwenkt und es zu meiner Hauptaufgabe gemacht, Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen. Durch meine Arbeit als Impulsgeber in meiner Berliner Praxis und die Beschäftigung mit energetischer Medizin habe ich gelernt:

 

Es ist wichtig, Konflikte zu klären.

 

 

Was man sein Leben lang mitschleppt...

Schon in der frühesten Kindheit passieren Dinge, die für den Heranwachsenden prägend und hemmend sind. Man schleppt sie ein Leben lang mit. Nicht jeder ist sich dessen bewusst.

 

Indirekt bemerkt man es an sich ständig wiederholenden Konflikten oder Blockierungen im privaten und beruflichen Alltag. (Nur statt Eltern, Geschwister und Familienmitglieder sind die Konfliktpersonen im Erwachsenenleben z. B. Freunde, Partner, Arbeitskollegen, Vorgesetzte usw.)

 

Wer an sich arbeitet und sich weiterentwickeln möchte, der macht sich auf den Weg der Bewusstwerdung und beginnt, nach und nach seine Themen anzuschauen. Das kann sehr herausfordernd sein. Man wird z. B. mit seinen verdrängten Gefühlen konfrontiert. Oft kommt man nicht darum herum, negative Emotionen an die Oberfläche zu bringen, sie wahrzunehmen und herauszulassen. Danach ist es erforderlich, diese Gefühle anzunehmen.

 

Es kann zu einem mehr oder weniger starken Gewitter kommen, mit psychischen und körperlichen Auswirkungen. Nicht jeder Mensch, der sich danach sehnt, sein inneres Potenzial zu verwirklichen und in Frieden zu sein, ist dazu bereit.

 

 

Jeder von uns hat seine "Baustellen"

Manchmal sind die Erlebnisse und Probleme überwältigend. Wir haben wohl alle mehrere „Baustellen“. Wer viele hat, dem können sie wie ein gewaltiger Berg vorkommen. Am Ende hilft nur, sich das, was am Dringendsten ist, nacheinander vorzunehmen. Ansonsten könnte man auch in die Starre kommen, wenn man versucht, zu viel auf einmal zu lösen…

 

Als innerwise Coach nimmt man sich mit den Ratsuchenden vor, das zu klären, was zum höchsten Wohl aller Beteiligten ist. Ich habe festgestellt, dass ich sehr genau bin und akribisch dabei helfe, Stressmomente im Lebenslauf zu entlarven (das geht mit dem Armlängentest, er gehört zur Gruppe der kinesiologischen Muskeltests).

 

Nur bin ich nicht darauf eingestellt, Menschen, die Rat suchen, so lange wie möglich an mich zu binden. Energetische Arbeit ist nicht wie die eines Psychologen, bei dem sich die Behandlungen über einen längeren Zeitraum erstrecken - mit zahlreichen Sitzungen.

 

Ich versuche in der Regel, in ein bis zwei Sitzungen die wichtigsten Impulse zu geben, damit bei den Ratsuchenden etwas in Bewegung kommen kann und Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Hin und wieder brauchen Menschen mehr als drei Behandlungen, weil sich in ihrem Leben ausgesprochen viel angehäuft hat, was nach Erlösung sucht.

 

Ein guter Berater stellt eine gehörige Portion an Einfühlungsvermögen, Konzentration, Aufmerksamkeit und natürlich Liebe und Wohlwollen zur Verfügung. Besonders bei vielen Details ist die Ambition notwendig, den Blick für das Wesentliche oder den roten Faden nicht zu verlieren. Da braucht es genügend Energie, um alles zu meistern.

 

Das alles ist in Ordnung für mich, wenn die zwischenmenschliche Chemie stimmt und ich das Gefühl habe: Der Mensch, den ich berate, möchte wirklich etwas ändern.

 

Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen sich alles im Kreis dreht (man merkt es aber erst, wenn sich die Zahl der Behandlungen häuft). Oder man stellt eine zähe Schwere fest, die Veränderung behindert, oder es verbessert sich rein gar nichts im Leben der Klienten – egal, was man als Coach macht.

 

Vorgekommen ist bereits auch: Jemand kommt einfach nicht über seine Ängste hinweg… In diesen Momenten frage ich mich immer wieder:

 

„Wo ist der Reset-Knopf, der einen Neustart schafft?“

 

Was braucht es dazu? Wann findet ein Reset statt? Ich ahne, der Schalter kann im Kopf sein oder im Herzen und vielleicht sogar in beiden Bereichen.

 

 

Wird im übertragenen Sinne die Reset-Taste gedrückt, wenn jemand sich bewusst für Folgendes entscheidet?

  • Nicht mehr nur nach dem Warum zu fragen, sondern sein Schicksal anzunehmen…
  • Sich nicht mehr auf Dramen, Negatives und Mangel zu konzentrieren…
  • Nicht mehr zu leiden und Opfer zu sein…
  • Keine Abhängigkeiten mehr zu erlauben...
  • Nicht mehr gegen etwas anzukämpfen und so Energie zu verlieren…
  • Seine Eigenverantwortung wieder zu übernehmen…
  • Seinen Peinigern zu vergeben
  • Die eigene innere Ordnung wiederherzustellen…
  • Sich wieder dem Göttlichen zuzuwenden…
  • Anderen keine Lasten mehr abzunehmen, damit es ihnen besser geht…
  • Einfach „Danke“ zu sagen für alle Erfahrungen (auch für die negativen)…
  • Konsequent sein ureigenes Ich zu leben…
  • Sich nicht mehr anzupassen und für andere zu verbiegen…
  • In sein Herz zu hören und es wieder zu öffnen…
  • Liebe zu erlauben und fließen zu lassen – trotz Enttäuschungen…
  • Ja zu seinen Bedürfnissen zu sagen (und sie sich zu erfüllen)...
  • Alles zu streichen, was überfordert (bevor ein Burnout dazu zwingt)…
  • Damit zu starten, seine Ernährung komplett umzustellen…

 

Ich bin sicher, es ist bei jedem Menschen anders!

 

Wenn Du in Deinem Leben einen Neustart gemacht hast, dann berichte mir, was genau Dir dabei geholfen hat! Bist Du Therapeut und hast in Deiner Arbeit mit Klienten Reset-Knöpfe gefunden, bitte schreibe mir!

 

Vielleicht macht ein Reset das Anschauen vieler einzelner Details, die uns in der Vergangenheit Probleme bereitet haben, überflüssig.

 

Hoffentlich finden wir alle unsere energetische Reset-Taste, die dazu führt, dass wir uns neu ausrichten, neu anfangen, das Alte, Traumatische und Vergangene hinter uns lassen.

 

Entscheiden wir uns neu und gehen wieder an den Start, mit viel weniger Ballast…

 

 

 

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich, wenn Du ihn teilst.

Dieser Artikel könnte Dich auch interessieren

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Ute (Donnerstag, 08 Februar 2018 07:53)

    Lieber Robert,
    ein paar Tage durfte dein Artikel wirken.
    Den Wunsch nach einem Reset-Knopf hatte ich schon öfter in meinem Leben, vor allem wenn Aufräumen dran war und ich das Gefühl hatte: es reicht, das mache ich schon so lange, nimmt es denn nie ein Ende?
    Von dem Gedanken, dass es irgendwann zu Ende ist, habe ich mich verabschiedet. Es geht immer weiter, nach einer Krise oft auf der nächsten Ebene. Der Weg ist das Ziel.
    Der Reset-Knopf ist ein Wunsch, bei dem man sich darüber klar sein sollte, was er bedeutet: ich setze das System auf den Ursprungszustand zurück. Das bedeutet z.B. bei Adressbüchern, dass sie danach leer sind; beim Menschen würde es also bedeuten, dass er seine Erfahrungen vergisst. Und da gilt für mich: das möchte ich auf keinen Fall. Ich habe so viel aus allen guten wie schlechten Erfahrungen gelernt, das möchte ich nicht löschen. Dann danke ich lieber der nächsten Krise, dass sie mir hilft, weitere Themen zu erkennen und zu klären. Womit das geht, hast du ja wunderbar aufgelistet.
    Liebe Grüße
    Ute

  • #2

    Seelenforscher.eu (Donnerstag, 08 Februar 2018 11:34)

    Hallo Ute,
    vielen Dank für Deinen Kommentar, und ich muss sagen: Ich hatte einen ähnlichen Gedanken, ihn jedoch nicht in den Text integriert!
    So wie Du schreibst heißt "Reset" auch irgendwie alles Gespeicherte zu löschen. Das geht beim Menschen nicht. Genau: Die Erfahrungen - positive wie negative - machen die Seele eines Menschen zu etwas Einzigartigem!
    Wenn ich alles auf mich wirken lasse, dann geht es mir eher um eine Art "Neustart", der die Grundhaltung hat: "Was war, das war, was ist, das ist... und trotzdem gehe ich weiter und schaue nach vorne, was mir das Leben bringt - verharre nicht im Opfer- oder Bedürftigkeits-Modus..." :)
    Nochmals Dankeschön für Deine Wort und viele Grüße aus Berlin
    Robert :D