Zuviel Drama ist schlecht fürs Karma

 

Bist Du vielleicht jemand, der bei einer schlechten Nachricht schnell Panik schiebt? Hast Du regelmäßig Angst um Deine Liebsten? Machst Du Dir ständig Sorgen über die Entwicklung in der Welt?

 

Was würdest Du tun, wenn Dir Dein Hausarzt eine unerfreuliche Diagnose liefern würde oder Dein Arbeitgeber eine fristlose Kündigung für Dich parat hätte? Wärst Du geschockt?

 

Viele Menschen erschrecken, wenn ihnen so etwas passiert. Bei den meisten beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen. Das Horrorszenario entsteht im Kopf, und die negativen Gedanken breiten sich blitzartig aus. Sie erfassen den gesamten Organismus - man merkt es vor allem an den unangenehmen Gefühlen, die im Inneren aufsteigen.

 

"Ich bin krank und werde leiden, ich werde sterben." / "Ich bekomme in meinem Alter nie wieder einen Job" / "Was habe ich falsch gemacht?" / "Das ist eine Katastrophe" / "Ich werde alles verlieren", könnte es dann heißen...

 

 

Sag sofort Stopp zu diesem negativen Kreislauf!

Die schlimmsten Vermutungen bewahrheiten sich erfahrungsgemäß nicht. Sie sind für den Verstand oft nur eine Illusion. Und trotzdem schleudern sie Dich aus Deiner Zentrierung und Gegenwart heraus.

 

Mir ist aufgefallen: In meinem Umfeld herrscht ein sehr großer Hang zur Dramatik - die Medien fördern diese Mentalität auch noch und drücken mit ihren beunruhigenden Schlagzeilen die entsprechenden Knöpfe! Warum lassen wir uns so schnell anstecken und verunsichern? Ganz einfach: Der Angstlevel in der Welt ist extrem hoch. Wer voller Ängste ist, kann nicht gelassen reagieren.

 

Gerade denke ich an meine Kinderzeit in den 80er Jahren, mein Zwillingsbruder und ich sagten fast täglich zu unseren Eltern: "Wir gehen raus zum Spielen." und vor Einbruch der Dunkelheit waren wir zum Abendessen wieder da. Damals gab es keine Handys, mit denen man uns Kinder kontrollieren konnte. In Bezug auf unser Wohlergehen waren unsere Eltern sicherlich nicht frei von Ängsten, aber ich glaube, sie hatten doch mehr Vertrauen als die Eltern von heute. In unserer Zeit hingegen scheint das Drama überall zu lauern und das Leben voller Gefahren zu sein...

 

"Warum liegt dein Handy auf dem Nachttisch neben dem Bett und bleibt angeschaltet?" frage ich Leute gerne, um den Grund zu erfahren. Ich kann nämlich nicht verstehen, warum man sich zur Schlafenszeit freiwillig eine gehörige Portion Elektrosmog gibt. Was antworten die meisten? "Na, es könnte ja etwas passieren, und dann bin ich erreichbar..." - tolle Prägung, oder? Wie konnte es nur soweit kommen?

 

 

Was uns fehlt ist ein starkes Vertrauen!

Vertrauen ins Leben, in uns selbst, in unsere Mitmenschen, ins Universum oder in Gott - auch, dass nichts Schlimmes passieren wird, und falls doch, dass alles wieder gut wird...

 

Ich selbst war mit der Zeit ängstlich geworden und bemerkte schnell, wie einschränkend, ja sogar lähmend Ängste sein können. Sie werden häufig von anderen geschürt oder übertragen sich sehr gerne. Natürlich schaffst Du Dir Ängste auch selbst. Auf jeden Fall kannst Du Dich nicht frei bewegen, und das ist einfach ein ungutes Gefühl...

 

In einer wirklich dramatischen Situation ist es besonders wichtig, sich nicht in die Angst hineinzusteigern. Dazu folgendes Erlebnis:

 

Vor einigen Jahren saß ich mit einer älteren Dame, sie heißt Birgit, in einem Lokal. Wir hatten uns beide ein Fischgericht bestellt und unterhielten uns nett. Auf einmal riss Birgit ihre Augen auf und röchelte: 

 

"Oh Gott, eine Gräte steckt mir im Hals, ich kriege keine Luft!"

 

Sie hustete, ihr Blick war voller Angst. Ich bemerkte schnell, dass sie einen Hang zur Panik hatte, und noch bevor sich das Drama verstärken konnte, sagte ich mit sanfter beruhigender Stimme:

 

"Birgit, ganz ruhig bleiben! Trink gleich etwas Mineralwasser. Alles wird gut."

 

Und siehe da, zwei Schlucke genügten, und die Fischgräte löste sich. Was wäre wohl passiert, wenn sie weiterhin Panik geschoben hätte?

 

Die Steigerung unseres Leids produzieren wir durch unser fehlendes Vertrauen meist selbst. Gleich das Schlimmste zu erwarten, kombiniert mit Opfermentalität, dazu der Hang zum Drama - und das Chaos ist perfekt. Dadurch verliert man extrem viel Energie.

 

Viele Menschen, die diese Haltung haben, merken nicht gleich, dass ihnen Energie fehlt. Sehr oft holen sie sich diese Energie über ihr Umfeld wieder (und werden so zu Energievampiren). Sie stellen sich als bedürftig dar (klar, weil sie ja in solch einem Drama stecken) und hoffen auf die Aufmerksamkeit ihrer Mitmenschen. Eigentlich ist dieses Verhalten als Manipulation zu bezeichnen, vielen ist das nicht bewusst.

 

 

Dem kann man entgegenwirken:

Ich persönlich glaube an Wiedergeburt und Karma - für mich ist es wie für über eine Milliarde Menschen dieser Erde ein Naturgesetz, das nicht vor dem Tod eines Menschen Halt macht.

 

Karma bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.
(Quelle: Wikipedia)

 

Auch wenn Du dies anzweifelst, vielleicht ist die Volksweisheit: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!" für Dich wahr. Du hast sicherlich mehrmals schon die Auswirkungen Deiner Taten oder Gedanken gespürt...

 

Alles, was Du aussendest, kommt wieder zu Dir zurück. So bekommt es einen Sinn, in Deinem Leben die richtige Wahl zu treffen! Entscheidest Du Dich für Drama, Panik, Sorge und Angst, strahlst Du dementsprechende Energien aus und erhältst sie früher oder später wieder zurück (Gesetz der Resonanz).

 

Deshalb ist es ratsam, zu prüfen, was man in die Welt hinausschickt. Dazu braucht es Achtsamkeit und eine Portion Selbstbeobachtung.

 

 

Foto: pixabay.com (many thanks to "tookapic" :)
Foto: pixabay.com (many thanks to "tookapic" :)

Versuche, Dich so schnell wie möglich wieder zu zentrieren, wenn Dich etwas beunruhigt hat.

Alles andere ist nicht effektiv. Wurdest Du aus der Bahn geworfen, konzentriere Dich auf Dein Herz! Egal, welche negativen Erlebnisse Dich überrascht haben, stärke Dein Vertrauen und übe Dich darin, folgende Haltung einzunehmen. Dabei könnten Dir diese Sätze helfen:

  • Alles, was mir widerfährt, hat einen Sinn, und irgendwann wird er sich mir erschließen
  • Für jedes Problem gibt es eine Lösung
  • Jede Krankheit hat eine Botschaft
  • Ich bin behütet
  • Gott / das Große Ganze / das Universum schützt mich
  • Hilfe ist unterwegs, wenn ich in Not bin
  • Ich vertraue darauf, dass ich in Sicherheit bin
  • Jedem Menschen stehen geistige Wesen zur Verfügung, die nur darauf warten, helfen zu dürfen. Voraussetzung ist, dass man sie  um Hilfe bittet, ansonsten dürfen sie nicht in die Freiheit eines Menschen eingreifen


Der "Rettungsring" (mit der hilfreichen Idee) kommt meistens immer erst in letzter Minute! Als würde das Leben unser Vertrauen prüfen wollen. Weißt Du, warum es religiöse bzw. spirituelle Menschen leichter haben als solche, die an gar nichts glauben? Wenn ihnen etwas Beunruhigendes passiert, können sie Gott bzw. das Universum um Hilfe bitten.

 

Falls auf das Gebet eine Verbesserung eintritt, ordnen Naturwissenschaftler oder Atheisten es häufig als Einbildung ein. Positive Wendungen werden als Placebo-Effekte bezeichnet. Sie entstehen durch den festen Glauben der Betroffenen an eine höhere Macht, die uns auch in schweren Zeiten hilft. Auch wenn für Rationaldenker alles nur Einbildung ist und Gläubige von ihnen oft belächelt werden, egal! Immerhin sind die Resultate positiv...

 

Eine Erkrankung hat immer eine Botschaft, und sie ist nie unabänderlich. Du kannst etwas für Dich tun, indem Du hinterfragst, was Du in Deinem Leben ändern musst, damit es Dir wieder besser geht oder die Krankheitssymptome verschwinden. Die Österreicherin und Kräuterexpertin Maria Treben schrieb in ihrem Buch: "Für jede Krankheit hat Gott ein Heilkraut wachsen lassen..."

 

 

Denke daran, wenn Du Dich in irgendeiner Form bedroht fühlst oder Dich sorgst:

Du bist nicht allein und musst nicht alles alleine bewältigen! Du kannst Dir Hilfe holen.

 

Sehr viele Menschen wollen an Vertrautem und Bewährtem festhalten. Sie klammern sich an alles, was ihnen Beständigkeit gibt. Das ist verständlich. Doch wenn das Leben permanente Veränderung bedeutet und ich dadurch wachse, indem ich mich selbst verändere und entwickle, dann habe ich die Aufgabe, Veränderungen zu akzeptieren. (Ich sage nicht, dass das immer leicht fällt!)

 

Eine Klientin, die ich einmal beraten habe, war total frustriert, weil ihr die Wohnung gekündigt wurde. Ich versuchte sie auf Folgendes aufmerksam zu machen: "Glaube ganz fest daran, dass Du eine neue findest und ein besseres Wohnumfeld auf Dich wartet. Vertraue darauf, dass diese Veränderung einen Sinn hat und Du vom Leben dorthin geführt wirst, wo man Dich und Deine Fähigkeiten braucht..."

 

Oder bekommst Du z. B. eine Kündigung, dann suche nicht die Schuld bei Dir oder bei Deinem Arbeitgeber bzw. bei anderen, sondern denke Dir: "Das Leben will, dass ich weiterziehe und mich verändere, denn meine Seele hat alle Erkenntnisse, die am alten Arbeitsplatz möglich waren, gesammelt. Ich bekomme die Chance für etwas Neues, ich darf lernen und durch die Erfahrungen weiterwachsen..."

 

Alles, was Du erlebst, hat einen höheren Sinn. Mittlerweile glaube ich, dass unangenehme Ereignisse gerade deshalb stattfinden, um vertrauen zu lernen und flexibler zu werden...

 

 

Übe Dich in Gelassenheit und Vertrauen (auch wenn es schwerfällt)...
Übe Dich in Gelassenheit und Vertrauen (auch wenn es schwerfällt)...

Werde Optimist!

Noch etwas: Sicherlich hast Du schon einige Krisensituationen erlebt und sie irgendwie überstanden. Was hat Dir damals geholfen, wieder ins Vertrauen zu kommen? Was hast Du durch das Erlebnis erkannt? Welches Geschenk hielt es parat? Erinnere Dich wieder daran! Ich bin sicher, es hat Dich stärker und lebenserfahrener gemacht, und vielleicht kannst Du heute sogar anderen Menschen helfen, die in einer ähnlichen Situation sind...

 

Wie lebt es sich besser? Mit ständiger Sorge, permanent auf der Hut vor Gefahren und den damit verbundenen Einschränkungen? Oder mit dem Vertrauen, dass Dir das Universum hilfreich zur Seite steht?

 

Entscheide Dich fürs Vertrauen und gegen das Drama! Du weißt ja jetzt: Es ist gut für Dein Karma ;)

 

 

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